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Fachzeitschrift bewertet Visbeker Wein und gibt eine klare Kaufempfehlung ab

Die Weißweine der 1. Lese von Winzer Ulrich Osterloh setzten sich damit gegen rund 50 andere Einsendungen durch. Das Fazit der Redaktion: "sehr gut gelungen!"

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Überrascht und glücklich zeigte sich Ulrich Osterloh über die positive Bewertung und klare Kaufempfehlung für seine 1. Lese. Foto: Heinzel

Überrascht und glücklich zeigte sich Ulrich Osterloh über die positive Bewertung und klare Kaufempfehlung für seine 1. Lese. Foto: Heinzel

Dass Ulrich „Ulli“ Osterloh den Weinmarkt aufmischt, ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber er hat mit seiner 1. Lese definitiv ein Zeichen gesetzt. Nicht nur der Dinklager Weinexperte Robert Bücker fand lobende Worte über die drei Weißweine, die es seit Kurzem zu kaufen gibt. Jetzt hat die Fachzeitschrift „Weinwirtschaft“ ebenfalls ein klares und positives Urteil veröffentlicht. Unter der neuen Rubrik „Eingelistet“ stellt die Redaktion Weine vor, die ihrer Meinung nach das größte Potenzial haben. Knapp 50 Einsendungen gab es für den ersten Test, und da spielten die Weine von Ulli Osterloh ganz vorne mit. Der Sauvignon Blanc und der Weißburgunder erreichten eine Punktzahl von 87, einen mehr bekam der Grauburgunder. Adressaten der Zeitschrift sind Händler und Einkäufer, die hier auf starke, neue Weine hingewiesen werden. Das Fazit der Redaktion: „Diese drei Exemplare sind das erste Ergebnis – und sehr gut gelungen.“

„Die Kunden genießen es, den Wein in dieser Atmosphäre zu verkosten und Fragen stellen zu können.“Winzer Ulrich Osterloh über den Verkauf in seiner Vinothek am Weinberg

„Wir waren total überrascht“, sagt Ulrich Osterloh über das Ergebnis. Nach den ersten positiven Rückmeldungen zu seinen Weinen wollte er eine unabhängige Meinung einholen. „Das war eine Blindverkostung“, berichtet er über den Test der Zeitschrift und meint, „das Ergebnis ist schon eine Auszeichnung“. Aktuell bietet er seinen Wein in der eigenen Vinothek direkt am Weinberg sowie im Weinhaus Bücker in Dinklage an. „Die Kunden genießen es, den Wein in dieser Atmosphäre zu verkosten und Fragen stellen zu können“, erzählt der Winzer. Eigentlich sei im Hagstedt 165 an den Samstagen während der Verkaufszeit zwischen 10 und 16 Uhr immer etwas los. „Die Neugier ist groß“, stellt der Weinproduzent fest.

2018 begannen die Vorarbeiten zu dem Projekt, in Visbek Wein herzustellen. Es sei ein autodidaktischer Lernprozess über Fachliteratur und Winzerkollegen, berichtet Ulli Osterloh, „das ist das Spannende daran“. Die gesamte Familie ist darin involviert, neben Ulli Osterloh haben seine Frau Melita und die beiden Kinder Alicia und Alexander von Anfang an mit angepackt. Doch auf den erfolgreichen Start wollen sie sich nicht ausruhen. Im Frühjahr 2023 ist die Edition Rot mit ihrem Blauen Spätburgunder (SB) reif für den Markt, berichtet Alicia Osterloh und erklärt weiter, dass 2024 ein Chardonnay und ein Sekt ins Sortiment aufgenommen werden sollen. Auch hierauf geht die Redaktion ein und schreibt: „Die Story allein sollte reichen, den Kunden zu interessieren, zusätzlich macht die Ausstattung einen wertigen, eleganten Eindruck. Glückwunsch zu diesem Erstlingswerk!“

Starke Punktzahlen: Die Weine der 1. Lese überzeugten die Fachzeitschrift Weinwirtschaft. Foto: HeinzelStarke Punktzahlen: Die Weine der 1. Lese überzeugten die Fachzeitschrift "Weinwirtschaft". Foto: Heinzel

Damit diese Pläne Realität werden, arbeiten Osterlohs kontinuierlich in ihrem Weinberg, denn dort steht die Arbeit selten still. Als Nächstes wird wieder gegipfelt und danach ausgegeizt. Beides dient dazu, den vorhandenen Haupttrieb zu stärken und besonders viel Energie den heranreifenden Trauben zukommen zu lassen, indem unerwünschte Nebentriebe beziehungsweise überzählige ältere Blätter beseitigt werden. Diese Nebentriebe werden auch Geiztriebe genannt. Gipfeln wird das Beschneiden der Pflanze am oberen Ende der senkrecht gestellten Triebe genannt. Ziel ist es, das Längenwachstum des Triebes einzudämmen und die Rebe von der vegetativen Leistung stärker zur generativen Leistung und somit zur Versorgung der Trauben zu lenken.

Eine Woche werde die Arbeit in Anspruch nehmen. Mit diesen und anderen qualitätssteigernden Maßnahmen sollen einzelne Triebe dazu gebracht werden, eine optimale, ausgeglichene Reifeentwicklung aller Einzeltrauben zu erreichen. Ist dies erledigt, folgt in etwa 2 Wochen das Reduzieren des Ertrages, auch Ausdünnen genannt. Hier werden 30 bis 60 Prozent der dann bereits erbsengroßen Trauben eines Rebstockes entfernt. Ziel ist eine stärkere Konzentration der relevanten Mineralien und Inhaltsstoffe in den verbleibenden Trauben und eine entsprechend höhere Qualität des daraus erzeugten Weines.

Ulrich Osterloh in seinem Weinberg. Hier wird als Nächstes gegipfelt und ausgegeizt. Foto: HeinzelUlrich Osterloh in seinem "Weinberg". Hier wird als Nächstes gegipfelt und ausgegeizt. Foto: Heinzel

Robert Bücker verfolgt die Entwicklung im Nordkreis Vechta mit Interesse auch über Instagram, wo Osterloh Weine inzwischen ebenfalls präsentiert. Er sagt: „Wir begleiten die Geburt eines Weinanbaugebiets.“

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