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EWE-Anlagen am C-Port werden Biogas ins Netz einspeisen

Auf 5200 Quadratmetern baut EWE Netz zwei Anlagen, die das Biomethan überprüfen und den Gasdruck anpassen. Nutzer der Anlagen wird wohl die Revis Bioenergy sein, die am C-Port bauen will.

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Fertigstellung bis 2021: Auf einem 5200 Quadratmeter großen Grundstück am Ems-Dollart-Ring im C-Port baut die EWE Netz GmbH Biogaseinspeiseanlagen.Foto: Passmann

Fertigstellung bis 2021: Auf einem 5200 Quadratmeter großen Grundstück am Ems-Dollart-Ring im C-Port baut die EWE Netz GmbH Biogaseinspeiseanlagen.Foto: Passmann

Am Ems-Dollart-Ring auf dem Gelände des C-Ports wird derzeit heftig gebaut. Die EWE Netz GmbH errichtet hier 2 Biogaseinspeiseanlagen und eine Verdichteranlage. Damit kann künftig Biomethan, das am C-Port entsteht, in das Erdgasnetz eingespeist werden. Für den Bau hat die EWE nach Angaben des C-Ports ein 5200 Quadratmeter großes Grundstück gekauft.

"Wir haben den Auftrag für den Bau und sind verpflichtet, die Anlagen vorrangig zu bauen, da sie Teil des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sind", sagt EWE-Pressesprecherin Ina Buchholz. Als regionaler Netzbetreiber ist das Unternehmen nach der Gasnetzzugangsverordnung verpflichtet, den Netzzugang für Einspeiser von Biomethan diskriminierungsfrei herzustellen."

Die Anlagen sind im Wesentlichen dafür da, das einzuspeisende Biomethan zu überprüfen, den Brennwert auf die örtlichen Erdgasnetzbedingungen einzustellen und den Gasdruck anzupassen, damit das Biomethan in das Erdgashochdrucknetz eingespeist werden kann. "Die Biogas-Hersteller stellen das Gas in einer bestimmten Qualität bereit“, erläutert die Pressesprecherin. "In der Anlage werden Qualität und Quantität gemessen und der Druck reguliert."

Landkreis Cloppenburg hat die erforderlichen Genehmigungen erteilt

Im gesamten Netzgebiet der EWE gibt es laut Buchholz mehrere solcher Projekte. "Die EWE Netz betreibt derzeit 18 Biogaseinspeiseanlagen, darunter auch einige in der Region Weser-Ems", sagt sie. Für die Einbindung der Anlage in das bestehende Gasnetz im Großraum Friesoythe/Sedelsberg sei es nötig, das Netz zu verstärken. "Hierzu laufen aktuell ebenfalls erforderliche Baumaßnahmen", sagt Buchholz. "Die erforderlichen Genehmigungen hat der Landkreis Cloppenburg erteilt." Der Bau der Anlagen soll bis Ende 2021 andauern. Parallel dazu entsteht auch ein Lagerplatz für Rohre für den Ausbau des lokalen und regionalen Gasnetzes.

Für wen die Anlagen gebaut werden, darf Buchholz nicht sagen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie später von der Firma Revis Bioenergy genutzt werden wird. Das Unternehmen aus Münster plant, wie mehrfach berichtet, am C-Port den Bau einer großen Biomethananlage, in der - anders als in der ebenfalls geplanten Anlage der Kaskum GmbH aus Friesoythe - Mist zu Biogas umgewandelt werden soll. „Nach meinem Kenntnisstand sind die Anlagen für die Einspeisung des Biomethan aus der Anlage von Revis“, bestätigt C-Port-Geschäftsführer Arno Djuren auf Anfrage von OM online. "Kaskum wird ja kein Gas erzeugen."

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