Es geht voran: Der weltgrößte Hexenbesen „made in Goldenstedt“ wird im Harz aufgebaut
Das Metallbauunternehmen Windhorst fertigt eine 70 Meter hohe architektonische Stahlkonstruktion für das „Harzer Hexenreich“. Auf der Baustelle geht's jetzt in die Höhe.
Das erste Teil eines Fahrstuhlschachtes wird am Fundament des „Harzer Hexenreich» für die Montage vorbereitet. Foto: dpa/Bein
Am Südrand des Harzes entsteht der nach offiziellen Angaben größte Hexenbesen der Welt: Mit einer geplanten Höhe von rund 70 Metern soll ein Aussichtsturm in Form dieses Utensils künftig einen Panoramablick über die Harzer Wälder, Wiesen und Berge bis hin zum Wurmberg und dem Brocken bieten. Gefertigt wird die architektonische Stahlkonstruktion vom Metallbauunternehmen Windhorst in Goldenstedt. Prokurist Tjark Bethke erklärte bereits gegenüber OM-Online: „Es ist der größte Auftrag in der Firmengeschichte – mit einem Wert von rund 6 Millionen Euro, das ist etwa die Höhe eines Jahresumsatzes.“
Das Element des Fahrstuhlschachtes wird am Kran befestigt. Foto: Matthias Bein / dpa
Zum offiziellen Baubeginn für das Stahlkonstrukt nahe der Grenzen zu Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ist am Dienstag in Rothesütte (Kreis Nordhausen) mit einem Kran das erste Teil eines Fahrstuhlschachtes gesetzt worden. 600 Tonnen „grüner“ Baustahl werden für das Konstrukt verbaut. Für die in Teilen serielle Fertigung hat man sich in Goldenstedt einen Schweißroboter angeschafft, denn rund 2500 Knotenpunkte halten die Konstruktion aus Stahlrundrohren zusammen.
Hexenbesen soll im kommenden Jahr für Touristen öffnen
Der Harzer Hexenbesen soll nach Angaben des Thüringer Wirtschaftsministeriums das Herzstück des geplanten „Harzer Hexenreichs“ bilden. Entstehen soll eine spielerische Erlebniswelt für Groß und Klein, auch eine Ausstellung zum Thema Hexen ist vorgesehen. Der neue Aussichtsturm in Rothesütte sei daher viel mehr als ein reines Wanderziel, betonte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).
So soll der Turm aussehen, wenn er fertig ist. Grafik: Bethke
Die Fertigstellung des Gesamtvorhabens ist den Angaben nach für das kommende Jahr geplant. Ursprünglich war die Eröffnung bereits in diesem Herbst vorgesehen. Bis dahin werden rund 2560 Stahlteile verbaut und mehr als 22.300 Schrauben verwendet, um Stahlkonstruktion zu realisieren. Aufgrund der gestiegenen Baukosten wird nun mit Investitionen von 11,3 Millionen Euro gerechnet. Tiefensee kündigte an, dass es für das „Harzer Hexenreich“ eine weitere Tourismusförderung in Höhe von 3,9 Millionen Euro gebe. Mit dieser Aufstockung belaufe sich die Gesamtförderung auf nunmehr 10,1 Millionen Euro.
Unser neuer Podcast: "OM-Kompakt. Der Tag." Der tägliche Nachrichtenüberblick aus dem Oldenburger Münsterland. Klar, verständlich und auf den Punkt beleuchten wir, was unsere Region heute bewegt hat. Jetzt hier anhören!
Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen