Einladung zum regionalen „Additiv-Tag“: Am 22. Januar werden die Möglichkeiten additiver Fertigung in Handwerk und Industrie aufgezeigt
ZWT, PHWT und regionale Firmen wollen Interessierten Einblicke in die Praxis von etwa 3D-Druck geben. Namhafte Kunststoffverarbeiter wie Pöppelmann, Lohne oder Miele berichten über ihre Erfahrungen.
Additive Fertigung stellt in vielen Bereichen die gewohnten Produktionsprozesse auf den Kopf. Im Bild ein 3D-Drucker, der in flüssigem Harz Objekte drucken kann. Foto: dpa/Vogl
Wissenschaft, Anbieter und Anwender sind sich einig, dass das Additive Manufacturing (AM) – dem Laien etwa als 3D-Druck bekannt – das Potenzial hat, fast alle industriellen Fertigungsprozesse auf den Kopf zu stellen. Die Bedeutung additiver Fertigungsverfahren nimmt in Industrie, Handwerk und Forschung stetig zu – im Werkzeugbau ebenso bis hin zur individualisierten Serienproduktion.
Wie die neuen Technologien in der Praxis eingesetzt werden (können), ob sie in der Lage sind, etwa in der Kunststoffindustrie den Spritzguss abzulösen, und welche aktuellen Entwicklungen es gibt, zeigt ein „Additiv-Tag“, der am 22. Januar (Donnerstag) in den Räumen der PHWT Vechta/Diepholz stattfindet. Dieser ist nicht nur für Fachleute, sondern auch für die interessierte Öffentlichkeit geöffnet. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anhand von Live-Anwendungsbeispielen von Unternehmen aus der Region sowie in Vorträgen soll das Potenzial von AM deutlich gemacht werden. Organisiert und finanziert wird der Tag vom Verein Forschungsverbund ZWT, Niedersachsen Additiv, der Wachstumsregion Hansalinie sowie dem Landkreis Diepholz. Veranstaltungsort ist der PHWT-Campus am Standort Diepholz – seit Jahren eng mit dem Themenfeld Kunststofftechnik und industrielle Innovation verbunden.
Zu den Referenten gehört auch Dr. Eric Klemp (Whitecell Eisenhuth), der einen Überblick über 3D-gedruckte Werkzeugeinsätze aus Metall geben wird. Foto: Klemp
Die Gäste erwartet ab 15 Uhr ein vielfältiges Programm. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Unternehmen additive Fertigungsverfahren bereits heute nutzen und welches Potenzial sie haben.
Zu den Referenten gehört neben anderen Dr. Eric Klemp (Whitecell Eisenhuth), der einen Überblick über 3D-gedruckte Werkzeugeinsätze aus Metall geben wird. Dr. Johannes Lohn (PROTIQ GmbH) spricht zum Thema „Additive Fertigung trifft Spritzguss: Chancen, Grenzen und Synergien“.
Ergänzt wird das Programm durch Professor Dr.-Ing. Peter Blömer und Sören Kray (beide PHWT), die auf den Einsatz von „Rapid Prototyping“ in der Lehre an ihrer Hochschule eingehen.
Dr. Johannes Lohn (PROTIQ GmbH) erläutert seine Praxiserfahrungen und spricht zum Thema „Additive Fertigung trifft Spritzguss: Chancen, Grenzen und Synergien“. Foto: Lohn
Besonders anschaulich wird es mit Live-Interviews und der Vorstellung von Anwendungen aus Unternehmen der Region. Über ihre Erfahrungen im Umgang mit additiven Verfahren berichten Michael Portmann (Pöppelmann), Mike Broermann (Internorm) und Frank Schiwy (Miele).
Neuheiten und Anwenderbeispiele stehen beim Additiv-Tag in Diepholz zwar im Vordergrund, aber ebenso wichtig ist dem regionalen Forschungsverbund ZWT der Austausch der Beteiligten aus den Firmen. Dieser wird den Additiv-Tag beenden.
Der Tag hat den Charakter eines Informationstreffens aller an der AM Interessierten aus der Region. Er richtet sich an technikaffine Fachleute aus den Unternehmen, Vertreter von Bildungseinrichtungen sowie alle Interessierten, die sich über den Einsatz additiver Fertigung informieren möchten.
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