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Ein Dammer leitet die Deutsche Flugsicherung in Bremen

Andre Biestmann führt seit Januar rund 500 Mitarbeiter in der Hansestadt. Von dort werden der norddeutsche Luftraum sowie alle An- und Abflüge in Bremen, Hannover, Hamburg und Berlin überwacht.

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Andre Biestmann ist seit Jahresbeginn neuer Betriebsleiter am<br>DFS-Standort Bremen. Foto: <em>DFS Deutsche Flugsicherung GmbH/ Alexander Fanslau</em><br>

Andre Biestmann ist seit Jahresbeginn neuer Betriebsleiter am
DFS-Standort Bremen. Foto: DFS Deutsche Flugsicherung GmbH/ Alexander Fanslau

Mit Andre Biestmann ist seit Jahresbeginn ein Dammer neuer Betriebsleiter der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Bremen. Nachdem er zunächst an der Weser Fluglotse gewesen war, leitete er zuletzt für 14 Jahre zwei Zentralbereiche am DFS-Unternehmenssitz in Langen bei Frankfurt, wie es in einer Mitteilung heißt. Dort befasste er sich mit Lotsenvorschriften und der Planung von Flugverfahren. Im Jahr 2020 brachte er das Unternehmen, "gut durch das Corona-Jahr", heißt es weiter.

In der DFS Kontrollzentrale in Bremen arbeiten demnach rund 500 Mitarbeiter für die Sicherheit im norddeutschen Luftraum. Dieser umfasst 180.000 Quadratkilometer und reicht von der niederländischen bis zur polnischen Grenze sowie von der dänischen und schwedischen Grenze bis nach Kassel und Cottbus. Innerhalb dieses Luftraumes leisten die Fluglotsen zudem die An- und Abflugkontrolle für die internationalen Flughäfen Bremen, Hannover, Hamburg und Berlin.

2020 brachte einen derben Rückgang bei den Flugbewegungen mit sich

„Ich freue mich sehr, nach 14 Jahren wieder in meine Heimat im Norden zurückzukehren“, lässt Biestmann sich zitieren. In Bremen folgt er auf Christine Schierhorn, die seit Jahresbeginn den Bereich Operational Performance and Development in Langen leitet.

Biestmann begann seine Karriere als Fluglotse im Jahr 1990 in Bremen. Von 2003 bis 2006 leitete er dort das operative Büro, bevor er im Jahr 2007 in die Unternehmenszentrale wechselte. Als Leiter des Bereichs Luftraum und Verfahren gingen später alle Flugverfahren im deutschen Luftraum über seinen Schreibtisch. Zudem leitete er als Vorsitzender die Expertengruppe Aktiver Schallschutz für den Flughafen Frankfurt und die Region Rhein/Main.

Die DFS Deutsche Flugsicherung hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben so wenige Flugzeuge kontrolliert wie noch nie seit ihrer Gründung. 2020 wurden im deutschen Luftraum rund 1,46 Millionen Flüge gezählt, weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes. Das Verkehrsaufkommen in Deutschland ist damit auf das Niveau vor der Wiedervereinigung gesunken, wie es heißt.

Der Verkehrsrückgang im norddeutschen Luftraum der DFS Kontrollzentrale Bremen lag 2020 bei 56,4 Prozent: Die Bremer Fluglotsen kontrollierten lediglich 290.877 Flüge (2019: 667.288). Der Verkehrsrückgang an den Flughäfen im Norden in 2020: Bremen: 15.187 (-49,3%); Hannover: 27.367 (-57,8%); Hamburg: 60.144 (-59,7%), Berlin: 95.461 (-66%).

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