Etwa 60 Mitarbeiter des Holdorfer Deutsche-Milch-Kontor-Werkes (DMK) sind am Montag für 2 Stunden in einen Warnstreik getreten. Sie lehnten das Arbeitgeberangebot von 3,7 Prozent mehr Lohn ab und fordern mindestens 500 Euro Lohnerhöhung auf das Eckgehalt. Für die Auszubildenden fordert die Gewerkschaft Nahrung, Gaststätten und Genuss (NGG) mindestens 200 Euro Erhöhung der Ausbildungsvergütung.
Bei der jetzigen Inflation und den Energie- und Lebensmittelpreisen bedeute dieses Angebot einen herben Reallohnverlust für die Beschäftigten bei DMK, betonte Finn Petersen, Verhandlungsführer der Tarifkommission auf Gewerkschaftsseite. Dieselben Beschäftigten, die im vergangenen Jahr für Rekordzahlen in der deutschen Milchindustrie gesorgt hätten, bekämen nun nicht die entsprechenden Lohnforderungen.
Die Gewerkschaft rief deshalb am 27. März zu Warnstreiks bei DMK auf, an denen sich alle Werke im Tarifgebiet beteiligt hätten. Für je 2 bis 3 Stunden habe die Produktion stillgestanden. Der Vorschlag der Arbeitgeberseite sei für die Tarifkommission nicht verhandlungsfähig. Am 29. März gehe es in die zweite Verhandlungsrunde.