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DHL: Anstieg der Paketmenge nach Shutdown noch unklar

Der Paketdienstleister hat bereits jetzt die Rekorde der Vorjahre geknackt – und könnte bald an seine Grenzen kommen. Die Einzelhändler treiben unterdessen größere Sorgen um.

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Vorbereitung auf noch mehr Pakete: Tobias Meyer, Vorstand von DHL Post & Paket Deutschland Foto: dpa/Koall

Vorbereitung auf noch mehr Pakete: Tobias Meyer, Vorstand von DHL Post & Paket Deutschland Foto: dpa/Koall

Die härteren Corona-Einschränkungen befeuern Online-Bestellungen und stürzen den Einzelhandel in Existenznöte – ob der neue Shutdown die Paketdienste in Niedersachsen an ihre Grenzen bringen könnte, ist aber noch nicht absehbar. "Diese Frage beschäftigt uns in der Tat sehr", sagte Tobias Meyer, Vorstand für das deutsche Post- und Paketgeschäft bei der Deutschen Post DHL, am Montag. Viel werde davon abhängen, ob zu den bis jetzt georderten und frühzeitig verschickten Geschenken noch viele weitere hinzukommen, wenn die Geschäfte ab Mittwoch schließen müssen.

Gegenwärtig sei daher "nicht klar, ob ein kurzfristiger Lockdown nochmals deutlich mehr Menge bedingt", erklärte Meyer. Der Konzern rüste sich aber dafür und werde "jede verfügbare und mobilisierbare Kapazität bereitstellen". Bisher kalkulierte DHL schon mit einem Aufkommen, das um mindestens 15 Prozent über dem Vorjahr lag. "Allein in der letzten Woche haben wir 56 Millionen Pakete sortiert und ausgeliefert – deutlich mehr als jemals zuvor in unserer Unternehmensgeschichte."

Entscheidend dürfte laut Meyers Einschätzung kurz vor Weihnachten jetzt auch sein, ob niedergelassene Einzelhändler mit ergänzendem Internet-Vertrieb und die Hersteller der Ware die erwarteten Zusatzmengen überhaupt bereitstellen und verpacken können.

Verband fürchtet Pleitewelle in den Innenstädten

Aus Sicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) sind die ausgeweiteten Corona-Finanzhilfen zu gering. "Die bisher vorgesehenen Gelder reichen bei weitem nicht aus, um eine Pleitewelle in den Innenstädten zu verhindern", kritisierte die Branchenvertretung. Es sei die gleiche staatliche Unterstützung nötig, die bereits die seit Anfang November geschlossene Gastronomie erhält.

Das englische Wort Lockdown bedeutet Ausgangssperre, unter Shutdown wird die Schließung oder Stilllegung etwa von Betrieben oder Geschäften verstanden. In der Corona-Krise werden beide Begriffe in der deutschen Sprache häufig für gravierende Einschränkungen des gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Lebens verwendet.

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