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Der Löninger Oliver Schwegmann sitzt nun im Wirtschaftsrat

Der Berentzen-Vorstand freut sich auf sein neues Ehrenamt im Wirtschaftsrat Deutschland. Er ist erst der zweite Löninger in diesem Gremium nach Kurt Schmücker.

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Neu im Wirtschaftsrat: Berentzen-Vorstand Oliver Schwegmann aus Löningen.  Foto: Willi Siemer

Neu im Wirtschaftsrat: Berentzen-Vorstand Oliver Schwegmann aus Löningen.  Foto: Willi Siemer

Oliver Schwegmann ist am Mittwoch auf der Bundesdelegierten-Versammlung des Wirtschaftsrates der CDU e.V. in den Bundesvorstand gewählt worden. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und verstehe mich als Mittler und Vermittler zwischen Wirtschaft und Politik“, erklärte der Berentzen-Vorstand als frisch gebackenes Mitglied im Führungsteam im Gespräch mit dieser Redaktion.

„Ich empfinde diese Wahl zudem als große Ehre.“ Denn Schwegmann ist erst der zweite Löninger, der in dieses Gremium gewählt worden ist. Der Löninger und frühere Bundeswirtschaftsminister Kurt Schmücker war 1963 Gründungsmitglied des Wirtschaftsrates und gehörte dem ersten Vorstand an. Schwegmann hofft, dass er mit seinen bisherigen Erfahrungen die Arbeit der Organisation und damit den wirtschaftspolitischen Diskurs bereichern könne. Der 48-jährige Löninger engagiert sich bereits seit zwei Jahren im Bundesfachausschuss Handel, Ernährung und Verbraucherschutz des Wirtschaftsrats.

Diskurs mit politischen Entscheidungstretern

Die Mitarbeit dort und die Gestaltungsmöglichkeiten beim Formulieren von Erfordernissen und notwendigen Weichenstellungen für die Ernährungswirtschaft hätten ihn bewogen, für den Bundesvorstand des größten deutschen Unternehmerverbands zu kandidieren. „Ich möchte so auch in den offenen wirtschaftspolitischen Diskurs mit den politischen Entscheidungsträgern treten.“

Der Wirtschaftsrat ist nach eigenen Angaben ein bundesweit organisierter unternehmerischer und – trotz des Namenszusatzes „der CDU“ – parteiunabhängiger Berufsverband mit derzeit über 12.000 Mitgliedern, der 1963 gegründet wurde. Weiter heißt es zu den Aufgaben und zum Selbstverständnis: „Wir bieten unseren Mitgliedern eine Plattform zur Mitgestaltung der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik im Sinne der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards. Der Wirtschaftsrat vertritt Interessen der unternehmerischen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Wir finanzieren uns ausschließlich durch die Beiträge unserer Mitglieder“. Präsidentin ist die Osnabrücker Unternehmerin Astrid Hamker.

Schwegmann sei sich sicher, mit seinen vielseitigen Führungserfahrungen im In- und Ausland und bei verschiedensten Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen der Konsumgüterindustrie einen guten Beitrag zur politischen Willensbildung auf Grundlage der ökologisch-sozialen Marktwirtschaft leisten zu können. Zudem reiche sein Erfahrungsschatz von der Arbeit in internationalen Konzernen über Familienunternehmen bis zu börsennotierten Unternehmen. Schwegmann betont, dass er kein CDU-Mitglied, sondern unabhängig sei.

Der Löninger spricht sich für eine stets transparente, offene Lobbyarbeit im ursprünglichen und besten Sinne des Wortes aus. Es sei eine wichtige und notwendige Aufgabe der Politik, ihre Willensbildung durch den Austausch und Diskurs mit Fachleuten aus den vielfältigsten Bereichen zu schärfen, damit Politik auch praxistauglich sei. Ebenso sei die Wirtschaft ein wichtiger Motor, um die Politik mit Mahnungen und Forderungen anzutreiben. „Wir sind in Deutschland zu behäbig und zu langsam, das muss sich schnell ändern.“

Land habe an Wettbewerbsfähigkeit verloren

Beim Einleiten der ökologischen Transformation sei die Wirtschaft beispielsweise schon viel weiter als die Politik, in der teilweise wenig Vorausschau, sondern oftmals nur reaktiver Ad-hoc-Stil herrsche, wie die Pandemie leider zeige.

Dadurch habe das Land in den letzten zehn bis 20 Jahren viel an Wettbewerbsfähigkeit beziehungsweise an Standortvorteilen verloren. Große Innovationsbranchen, wie zum Beispiel die Plattformökonomie oder Künstliche Intelligenz, kämen überwiegend aus dem Ausland. Notwendige Finanzmittel für Gründerinnen und Gründer und innovative Start-ups leider ebenso. „Mit den bürokratischen Hürden in Deutschland nimmt diese verhängnisvolle Entschleunigung oftmals ihren Lauf.“

Glückwünsche kamen bereits vom CDU-Kreisvorsitzenden, dem Landtagsabgeordneten Christoph Eilers aus Cappeln. Er freue sich, dass sich mit Schwegmann ein wichtiger Akteur aus der Region mit einem profunden Wissen und viel Erfahrung in der Lebensmittel- und Ernährungsbranche für die Region und für politische Weichenstellungen engagiere.

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