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Dehoga Cloppenburg: Auf Klaus Fleming folgt eine Doppelspitze

Der Dehoga-Kreisverband Landkreis Cloppenburg bestimmt einstimmig einen neuen Vorstand. Ehemaliger Vorsitzender mit emotionaler Abschiedsrede. Amtszeit war zuletzt geprägt durch die Corona-Pandemie.

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Der neue Vorstand des Dehoga-Verbandes Stadt und Landkreis Cloppenburg: (von links:) Die Beisitzer Tobias Schute und Richard Hochartz, die Doppelspitze Meike Schlömer-Thomann und Rainer Haberland, Kassenwart Werner Lüdeke-Dalinghaus und Schriftführer Stephan Thomann.  Foto: Kühn

Der neue Vorstand des Dehoga-Verbandes Stadt und Landkreis Cloppenburg: (von links:) Die Beisitzer Tobias Schute und Richard Hochartz, die Doppelspitze Meike Schlömer-Thomann und Rainer Haberland, Kassenwart Werner Lüdeke-Dalinghaus und Schriftführer Stephan Thomann.  Foto: Kühn

Der Vorsitzende geht, 2 neue erste Vorsitzende kommen: Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Landkreis Cloppenburg (Dehoga) hat Klaus Fleming verabschiedet. Auf den Cloppenburger Gastronomen folgt mit Meike Schlömer-Thomann (Cloppenburg) und Rainer Haberland (Bethen) eine Doppelspitze. Mit einer emotionalen Rede vor der Generalversammlung der Gastronomen und Hoteliers im „Haus Maria Rast“ in Bethen verabschiedete sich Fleming. Insgesamt 12 Jahre stand er der Vereinigung vor, zuletzt in einer Situation, die massiv von der Corona-Pandemie geprägt war. Fleming zeigte sich trotz aller Schwierigkeiten, die sich angesichts der immer noch nicht besiegten Virusinfektion weiter für das Gastgewerbe ergeben, dennoch „erfreut, dass es wieder läuft“, dass man wieder „frohe Menschen“ bewirten dürfe.

Die Corona-Pandemie verhinderte, dass Fleming sein Amt wie geplant abgeben konnte. Die letzte Generalversammlung fand 2019 statt. Der 65-Jährige hielt nach eigener Aussage jetzt die „wohl traurigste Rede, die ich hier vor euch je gehalten habe“, denn trotz aller staatlicher Hilfen in der Krise, für die sich der Cloppenburger „äußerst dankbar“ zeigte, gehe „das Saalsterben auf dem Land weiter“.

Vorsitzender steht mit Rat und Tat zur Seite

Der Vorsitzende blickte noch einmal zurück auf die Aktionen in der Corona-Zeit wie“ leere Tische oder leere Kochtöpfe“, mit denen die Gastronomen auf ihre verzweifelte Situation aufmerksam gemacht hätten. Beinahe täglich habe er als Vorsitzender nicht nur den Mitgliedern, sondern auch Nichtmitgliedern „mit Rat und Tat zur Seite gestanden“. Dass diese Hilfe nicht zu Mitgliedsgewinnen geführt habe, darüber zeigte er sich „enttäuscht“. Dasselbe gelte für die Aktion „OM-Teller“, die die Gastronomen im Oldenburger Münsterland kurzfristig und gemeinsam mit den OM-Medien aus der Taufe gehoben hätten. Hier hätte er sich vor allem auf Cloppenburger Seite „mehr Mitmacher“ gewünscht. Den langjährigen, nicht wieder für ein Amt kandidierenden Weggefährten Franz-Josef Schubert und Maria Cloppenburg sowie dem ehemaligen Bezirksverbandsvorsitzendem Bernard Sieger dankte er für deren Mitarbeit. Für „stete Unterstützung in Betrieb und Amt“ hob Fleming seine Ehefrau Yvonne besonders hervor.

Standing ovations gab es für den ehemaligen Vorsitzenden Klaus Fleming und Ehefrau Yvonne (Mitte). Foto: Kühn"Standing ovations" gab es für den ehemaligen Vorsitzenden Klaus Fleming und Ehefrau Yvonne (Mitte). Foto: Kühn

Kassenwart Werner Lüdeke-Dalinghaus konnte auch angesichts „einiger in der Coronazeit ausgefallener Veranstaltungen des Verbandes“ trotzdem von einer gut gefüllten Kasse berichten. Die sonst übliche Rückvergütung von Beiträgen an den Bezirksverband werde es nicht in voller Höhe geben, da gerade dort in der Geschäftsstelle in der Pandemie sehr viel mehr Arbeit habe geleistet werden müssen.

Nach der einstimmigen Entlastung des alten Vorstandes übernahm Hildegard Kuhlen, Geschäftsführerin des Dehoga-Bezirksverbandes Weser-Ems, die Wahlleitung. Alle Vorstandsposten wurden einstimmig vergeben. Als Doppelspitze amtieren nun Meike Schlömer-Thomann und Rainer Haberland als Vorsitzende. Tobias Schute ist neuer Beisitzer, Schriftführer Stephan Thomann. Ein stellvertretender Vorsitz wurde nicht vergeben. Der zweite Beisitzer Richard Hochartz und Kassenwart Lüdeke-Dalinghaus standen nicht zur Wahl.

"Standing ovations" für den scheidenden Vorsitzenden Klaus Fleming

Mit einem Blumenstrauß für Yvonne sowie einem Präsentkorb für Klaus Fleming dankten Schlömer-Thomann und Haberland für „die geleistete Arbeit und viel Zeit“. Als ehemalige Vertreterin und Schriftführerin erinnerte Schlömer-Thomann an „herausragende Veranstaltungen“, die in der Amtszeit von Fleming organisiert worden waren, darunter den Niedersächsischen Landesverbandstag, „von dem die Teilnehmer heute noch schwärmen“, aber auch Neujahrsempfänge und Wirtebälle. Ihr habe die Zusammenarbeit „immer Spaß gemacht“ erklärte sie und sagte: „Wir werden dich vermissen.“ Die Versammlung dankte dem gerührten Fleming dann auch mit „Standing ovations“ für sein langjähriges Engagement.

Schlömer-Thomann versprach, bald eine Vorstandssitzung einzuberufen. Man müsse sich jetzt natürlich erst einmal zusammenfinden. Aber auch die Vorbereitungen von Neujahrsempfang und Wirteball stünden längst wieder auf der Agenda.

In Niedersachsen und vor Ort dürfte es im Gastgewerbe bald nur noch die 2G-Regel geben

In einem kurzen Bericht ging Kuhlen auf die aktuellen Herausforderungen in der Corona-Pandemie ein. Sie bemängelte das aktuelle „Verordnungschaos“. Von Landkreis zu Landkreis unterschieden sich inzwischen die Corona-Vorschriften erheblich. Die Tendenz im niedersächsischen Gastgewerbe gehe inzwischen zu 2G – also nur noch geimpfte oder genesene Gäste in die eigenen Räume einzulassen. Das bringe viele Freiheiten mit sich: „Die Menschen können feiern wie früher.“ Bislang wird in den dem Cloppenburger Verband angeschlossenen Betrieben weit überwiegend noch die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) angewandt. Es zeichnet sich jedoch vor Ort ein schneller Schwenk auf 2G ab.

In diesem Zusammenhang machte Lüdeke-Dalinghaus noch einmal darauf aufmerksam, dass es durchaus öfter einmal Ärger wegen der Coronaregeln mit nicht verständigen Gästen gebe. Er warb um Nachsicht. „Wir sind jetzt öfter einmal die Buhmänner der Nation, aber die aktuellen Vorschriften haben wir nicht gemacht.“

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