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Attraktivität der Friesoyther Innenstadt soll weiter gesteigert werden

HGV und CDU bekräftigen ihre Forderung nach städtischen Mitteln zur Belebung der Innenstadt. Die Friesoyther Stadtverwaltung verweist auf eine bereits vorliegende Förderzusage über 380.000 Euro.

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380.000 Euro könnten in diesem Jahr für die Belebung der Innenstadt eingesetzt werden, wenn der Haushaltsentwurf verabschiedet wird. Foto: Schiwy Luftbildaufnahmen

380.000 Euro könnten in diesem Jahr für die Belebung der Innenstadt eingesetzt werden, wenn der Haushaltsentwurf verabschiedet wird. Foto: Schiwy Luftbildaufnahmen

In seinem jüngsten Podcast blickt der Handels- und Gewerbeverein (HGV) zuversichtlich in die nähere Zukunft. "Die Stimmung ist sehr gut, wir sind sehr optimistisch, was die Aussichten in diesem Jahr, die weitere Entwicklung der Pandemie angeht, dass sich das wieder hin zur Normalität bewegt", sagt der HGV-Vorstand. Eines wird jedoch deutlich: Dem HGV ist viel daran gelegen, die Attraktivität der Innenstadt weiter zu stärken, um so die Identität der Friesoyther mit der Stadt zu stärken, Menschen aus dem Umland in die Stadt zu bringen und den Einzelhandel zu fördern.

Der HGV habe deshalb, so ist in dem Podcast zu erfahren, bereits im vergangenen Juli einen Antrag an die Stadtverwaltung gestellt. 2022 und 2023 sollen, so der Wunsch des HGV, jeweils 300.00 Euro in "ein finanzielles Corona-Sofortprogramm zur Stärkung, Wiederbelebung und zur wirtschaftlichen Erholung der durch die pandemiebedingten Einschränkungen betroffenen Friesoyther Innenstadt" fließen. Der HGV verweist darauf, dass andere Städte solche Programme bereits beschlossen haben. "Um wettbewerbsfähig sein zu können", heißt es in dem Antrag und im Podcast, "benötigen wir auch in Friesoythe dringend finanzielle Haushaltsmittel."

HGV hofft auf Aktionsbudget und hochwertige Abendveranstaltungen

Mit dem Geld könne der HGV über die Guthabenkarte hinaus, deren Einführung von der Stadt bereits mit 15.000 Euro gefördert wurde, weitere Aktionen starten. Denkbar sei beispielsweise, dass man leerstehende Ladenflächen interimsweise als Pop-up-Flächen nutzt und sie von anderen Akteuren bespielen lässt. Ein Aktionsbudget für die geplanten verkaufsoffenen Sonntage lasse sich damit ebenso realisieren wie hochwertige Abendveranstaltungen. Das Geld solle allerdings nicht allein dem HGV zugutekommen. "Wer auch immer aktiv ist, soll die Möglichkeit haben, etwas zu veranstalten", heißt es aus dem HGV-Vorstand. 

Den Wünschen des HGV hat sich zwischenzeitlich auch die CDU-Fraktion im Stadtrat angeschlossen. Man unterstütze die Forderung des HGV nach einem Soforthilfeprogramm, heißt es in einer jüngst veröffentlichten Pressemitteilung. Die Initiative sei auf die Bedürfnisse des Handels zugeschnitten, die CDU habe bereits im vergangenen Sommer entsprechende finanzielle Mittel eingefordert. Zudem, so die CDU weiter, fordere man ein gezieltes Konzept für die Belebung der Friesoyther Innenstadt. "Die neugestaltete Innenstadt könnte ein richtiger Publikumsmagnet werden – aber dafür braucht es auch ein Konzept, wie sie genutzt wird", sagt der Fraktionsvorsitzende Lukas Reinken. "Das fehlt mir bisher."

380.000 Euro stehen 2022 zur Verfügung

Die Stadtverwaltung weist auf Anfrage darauf hin, dass der Antrag des HGV den Ratsgremien lange schon bekannt gegeben worden sei. Die Behandlung finde wie üblich – und wie bereits vom Verwaltungsausschuss und vom Rat akzeptiert – in der nächsten Sitzung des zuständigen Wirtschaftsausschusses statt. Und die sei wie ebenfalls bekannt für den 23. Februar angesetzt. Vor allem aber, und auch dies sei sowohl dem HGV als auch den Ratsgremien bekannt, habe die Stadt eine Förderzusage für Mittel aus dem Programm "Perspektive Innenstadt" bekommen.

"Hier steht im Haushalt 2022 – wenn dieser dann so beschlossen wird – ein Etat von insgesamt 380.000 Euro zur Verfügung", sagt Friesoythes Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. Daraus können dann Projekte realisiert werden, sofern sie – den Förderbedingungen entsprechend – ein Volumen von mindestens 30.000 Euro haben. "Vorgesehen sind investive Maßnahmen wie die Anschaffung einer mobilen Bühne, aber auch Budgets für Veranstaltungen", so Hamjediers. Eine davon könnte etwa der offizielle Schlusspunkt für die Stadtsanierung sein.

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