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Ab September soll in Garrel fürs schnelle Netz gebuddelt werden

Rund 2.100 Haushalte und Firmen in der Gemeinde will das Unternehmen Glasfaser Nordwest mit Glasfaseranschlüssen ausstatten. Bis Februar 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

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Container im Anflug: Der Netzknotenpunkt wurde am Dienstag in Garrel installiert. Foto: Glasfaser Nordwest

Container im Anflug: Der Netzknotenpunkt wurde am Dienstag in Garrel installiert. Foto: Glasfaser Nordwest

Schnelles Internet ist zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Daseinsvorsorge geworden. Doch gerade im ländlichen Raum ist der Aufholbedarf weiterhin groß. In Garrel tut sich nun etwas, damit noch mehr Menschen mit hohen Bandbreiten im Netz surfen können. Wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens Glasfaser Nordwest mit Sitz in Oldenburg hervorgeht, sollen künftig rund 2.100 Haushalte und Firmen in der Gemeinde von Glasfaseranschlüssen profitieren können.

Glasfaser Nordwest ist ein Gemeinschaftsunternehmen, ein Joint Venture  der Telekom und der EWE. Die Firma sei ein "reiner Infrastrukturanbieter und vertreibt keine eigenen Endkundenprodukte", heißt es in der Mitteilung. Um einen der neuen Anschlüsse samt Internettarif nutzen zu können, müssen sich Interessenten an einen der Vermarktungspartner von Glasfaser Nordwest wenden: die Telekom oder die EWE. "Ab Oktober starten unsere Partner mit der Vermarktung und werden die Anschlüsse aktiv bewerben", teilt Carsten Höfinghoff, Regionalmanager bei Glasfaser Nordwest, mit.

Der zentrale Netzknotenpunkt für das neue Glasfasernetz wurde am Dienstag installiert. Die Technik befindet sich in einem kompakten Container, der mit Hilfe eines Autokrans auf einer freien Fläche in der Straße „Am Sportplatz“ abgestellt wurde. „Dieser Container ist die wichtigste Netzkomponente in Garrel“, erklärt Höfinghoff. „Hier werden die Glasfasern mit einem Lichtsignal belegt und unterirdisch bis in jede Straße unseres Ausbaugebietes geführt.“

Ausbau in 2 Abschnitten

Die Tiefbauarbeiten für das Verteilnetz – bestehend aus vielen unterirdischen Hauptkabeln und diversen Knotenpunkten – an Straßen und Gehwegen sollen im September beginnen. "Die Glasfasern enden zunächst vor den Grundstücken der Anwohner – sobald ein Interessent dann einen Glasfaseranschluss beauftragt, wird die Immobilie an das Netz angeschlossen", teilt das Unternehmen mit. 

Das Glasfasernetz wird in Garrel in 2 Abschnitten ausgebaut: "Garrel Mitte" und "Garrel Zentrum". Auf der Homepage von Glasfaser Nordwest könnten Interessierte auf interaktiven Karten sehen, ob ihre Straße beziehungsweise ihr Haus in einem dieser Gebiete liegt. Bauende für beide Abschnitte soll im Februar 2022 sein. 

Da komplett auf klassische Kupferkabel verzichtet werde, sei das Netz "nahezu störungsfrei und kann auch auf großen Entfernungen stabile Bandbreiten liefern", betont Höfinghoff.  Die neuen Anschlüsse ermöglichten Geschwindigkeiten von bis zu 1000 Mbit/s.

Insgesamt werden rund 2 Milliarden Euro investiert

Nach eigenen Angaben will das 2020 gegründete Gemeinschaftsunternehmen "in großen Teilen des Nordwestens" den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau übernehmen. Dabei sei Glasfaser Nordwest für die Ausbauentscheidung und -koordinierung sowie den Betrieb des Netzes verantwortlich. Insgesamt sollen 1,5 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte mit Glasfaser erreicht werden. Das Investitionsvolumen beläuft sich nach Unternehmensangaben auf 2 Milliarden Euro. Wie viel konkret in Garrel investiert wird, wusste Unternehmenssprecher Tim Bunjes auf Nachfrage nicht zu sagen. 

Diese neue Infrastruktur soll "dem gesamten Telekommunikationsmarkt diskriminierungsfrei" zur Verfügung gestellt werden, heißt es in der Pressemitteilung abschließend. Zunächst würden die Partner EWE und Telekom Deutschland das Netz von Glasfaser Nordwest nutzen – perspektivisch sollen Kooperationen mit weiteren Vermarktungspartnern folgen. "Diese Öffnung des Netzes für andere Marktteilnehmer sorgt dafür, dass die Menschen im Nordwesten mehr Freiheiten bei der Wahl des Telekommunikationsanbieters haben."

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