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Vechtas Handballerinnen freuen sich auf den "schärfsten Verein der Galaxie"

Sechs Tage nach dem 22:20-Coup in Chemnitz erwartet der Drittligist am Samstag Pfeffersport Berlin. Trainer Christoph Nisius plant derweil die nächste Saison - und hat dabei schon eine Sache gelernt.

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Die Hände zum Himmel: Vechtas Abwehr in Erwartung eines Chemnitzer Freiwurfs. Foto: Gabi Müller

Die Hände zum Himmel: Vechtas Abwehr in Erwartung eines Chemnitzer Freiwurfs. Foto: Gabi Müller

Am Montagabend gab es erst mal trainingsfrei für die Heldinnen von Chemnitz. „Einmal durchschnaufen und früh ins Bett – die Letzten waren ja erst am Montagmorgen um halb drei zu Hause“, berichtete SFN Vechtas Trainer Christoph Nisius von den Nachwirkungen der strapaziösen Reise nach Sachsen. Mit einem 22:20-Auswärtssieg beim HV Chemnitz hatten die Vechtaer Handballerinnen gleich in ihrem ersten Spiel der Abstiegsrunde den Klassenerhalt in der 3. Liga perfekt gemacht.

Die Pflicht ist damit erfüllt, doch auch die Kür nehmen die SFN-Damen ernst. Am Samstag (19.00 Uhr) kommt Pfeffersport Berlin zum zweiten Spiel der Runde in die Vechtaer Halle West. Dem Team aus dem Stadtteil Prenzlauer Berg – Eigenwerbung: „Der schärfste Verein der Galaxie“ – fehlt nach Erfolgen beim TV Oyten (36:30) und gegen den TSV Altenholz (29:24) nur noch ein Sieg, um das Drittliga-Ticket für die nächste Saison zu buchen.

Doch wenn es nach SFN geht, sollen die Berlinerinnen diesen Sieg nicht unbedingt in Vechta einfahren. „Wir wollen nicht unfair in den Wettkampf eingreifen“, sagt Christoph Nisius: „Wir wollen unseren Fans noch mal ein gutes Spiel zeigen und wir wollen natürlich gewinnen.“

„Wir können gelöst aufspielen. Manchmal lässt das ja einen Knoten platzen im Kopf.“SFN-Trainer Christoph Nisius

Personell hat sich die Lage etwas entspannt. Die Clasen-Zwillinge und Jane Müller sind wieder dabei. Dafür hat sich neben Nele Müller und Maylin Aumann jetzt auch Leonie Schreiber krank abgemeldet. Nisius hofft auf einen positiven Effekt des Chemnitz-Coups: „Wir können gelöst aufspielen. Manchmal lässt das ja einen Knoten platzen im Kopf.“

Der Coach erwartet ein „enges Spiel gegen einen technisch starken Gegner mit einer enorm guten ersten Sechs“. Er hat Pfeffersport beim Sieg in Oyten live beobachtet. Besonders die Rückraumspielerinnen Fabienne Kunde und Ann-Catrin Höbbel sowie Kreisläuferin Jennifer Kämpf haben ihn beeindruckt. Kunde und Höbbel kennt Nisius auch noch als Gegnerinnen aus seiner Zeit in Wismar.

SFN plant für Samstag ein Tippspiel (Hauptgewinn: eine Dauerkarte für die nächste Saison), aber keine Feier – auch wenn die Partie eventuell das letzte Heimspiel der Saison sein könnte. Nämlich dann, wenn der bereits abgestiegene HV Chemnitz auf die finale Reise nach Vechta verzichten sollte.

HV Chemnitz schließt kompletten Rückzug aus

„Natürlich denkt man darüber nach“, sagte HVC-Klubchef Mario Schmidt dazu auf Anfrage. Man wolle aber auf keinen Fall den Wettbewerb verzerren. Einen kompletten Rückzug aus der Abstiegsrunde schloss er daher aus. Zum Auswärtsspiel in Oyten werde das Team am Sonntag definitiv antreten.

Bei SFN nimmt derweil die Planung für die kommende Saison Fahrt auf. Am Dienstag trainierte ein potenzieller Neuzugang für Rechtsaußen mit. Weitere Gespräche laufen. Fragezeichen stehen hinter den Müller-Schwestern, deren berufliche Zukunft noch ungewiss ist. Auch die Besetzung der Torhüterpositionen ist noch offen.

Fest steht, dass es im Sommer ein Trainingslager geben soll, wenn möglich in Dänemark. Bei der Terminplanung stieß Christoph Nisius als Zugereister allerdings auf ungeahnte Schwierigkeiten. Mittlerweile hat er gelernt: „Dieser Stoppelmarkt scheint den Spielerinnen doch sehr wichtig zu sein.“

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