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Vechtaer Boxprofi Erik Pfeifer freut sich auf sein Comeback

Der 34-Jährige kämpft am Samstag in Gibraltar gegen den Briten Nick Webb. Und er gibt sich zuversichtlich.

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Bereit für den Fight: Boxprofi Erik Pfeifer. Foto: Torsten Helmke

Bereit für den Fight: Boxprofi Erik Pfeifer. Foto: Torsten Helmke

Erik Pfeifer ist zurück. Der 1987 in Asbest/Russland geborene und nach der Übersiedlung nach Deutschland 1994 in Vechta aufgewachsene Berufsboxer geht am Samstag (27. März) in seinen nächsten Profikampf gegen den Briten Nick Webb – nach knapp anderthalb Jahren Pause. DAZN überträgt ab 20.00 Uhr live. „Ich sehe gute Chancen und bin gut vorbereitet. Nick Webb ist etwas größer als ich, aber zu schlagen“, verriet der 34-jährige Pfeifer OMonline aus seinem portugiesischen Sparrings-Quartier in Faro/Algarve in zuversichtlichem Ton.

Erik Pfeifer lebt mit seiner zweiten Frau Lena und dem gemeinsamen Sohn Liev seit Oktober 2020 wieder in Vechta. Der Modellathlet war zwischen 2008 und 2013 für BW Lohne fünfmal Deutscher Amateurmeister im Superschwergewicht (über 91 Kilo) und Olympia-Teilnehmer 2012 in London und 2016 in Rio. 2018 hat Erik Pfeifer einen Profivertrag beim Hamburger Boxstall EC Boxing von Erol Ceylan unterzeichnet.

Im November 2019 gewann der frühere Bundeswehrsoldat vom Olympiastützpunkt Heidelberg gegen den Bosnier Adnan Redzovic den Europameistertitel der WBO im Schwergewicht. Nach sieben Siegen in sieben Profikämpfen (fünf per K.o.) fiel dann ein verheißungsvoller Kampf gegen den Briten Daniel Dubois im August 2020 in England kurzfristig aus, was einige Wellen schlug.
Pfeifers Promoter Erol Ceylan kommentierte damals: „Erik hat sich während der gesamten Corona-Zeit fit gehalten. In seiner jetzigen Form wäre er eine Gefahr für Dubois geworden. Doch jetzt war all das harte Training, waren all die absolvierten Sparringsrunden umsonst – man hat Erik diese Chance gestohlen.“ Dubois' Management hatte zuvor mitgeteilt, dass Pfeifers Boxstall medizinische Unterlagen nicht fristgemäß eingereicht habe, was Ceylan entschieden zurückwies. Erol Ceylan weiter: „Wir von EC Boxing werden jetzt alles daransetzen, dass Erik bald einen großen Kampf erhält und der Boxwelt beweisen kann, was in ihm steckt.“

Dillian Whyte lobt:  „Erik ist ein guter Kämpfer"

Das soll nun am Samstag gegen Nick Webb (33) passieren. Das Duell findet im Rahmen des Schwergewichts-Rückkampfes zwischen Ex-Weltmeister Alexander Powetkin (Russland) und dem Briten Dillian Whyte statt, als „Rumble on the Rock“. Interessant: Auch Whytes Boxstall wird sich ab jetzt neben EC Boxing um die Karriere-Entwicklung von Erik Pfeifer kümmern. Pfeifer war gerade mit Dillian Whyte in Faro im Sparring, ehe am Wochenende die Weiterreise nach Spanien bzw. Gibraltar erfolgte. Erik Pfeifer: „Ich konnte hier viele neue Sachen lernen und freue mich auf den Kampf.“

Auch Dillian Whyte (32) sieht die neue Kooperation positiv: „Erik ist ein guter Kämpfer, hat einige der besten Leute geboxt. Er trainiert mit mir und konnte mir im Sparring schon Probleme bereiten.“ Mit Nick Webb – 18 Kämpfe, 16 Siege, davon 12 Knockouts – steht Erik Pfeifer nun laut EC Boxing vor der „größten Hürde seiner bisherigen Profi-Laufbahn“.

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