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VEC-Landesligisten im Einsatz: Beim TVD soll der Ertrag zum Aufwand passen

Zwei Heimspiele, zwei Auswärtsspiele: Vier von fünf Fußball-Landesligisten sind am Sonntag gefordert. Dinklage und Oythe haben dabei schwere Hausaufgaben.

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Ein paar kräftige Schlucke aus der Pulle: Die Dinklager Landesliga-Fußballer Markus Espelage, Steffen Buddelmeyer und Daniel Nuxoll (von links) in einer Trinkpause. Foto: Schikora

Ein paar kräftige Schlucke aus der Pulle: Die Dinklager Landesliga-Fußballer Markus Espelage, Steffen Buddelmeyer und Daniel Nuxoll (von links) in einer Trinkpause. Foto: Schikora

TV Dinklage - SV Holthausen/Biene (Sonntag, 15.00 Uhr)
Schwach begonnen, merklich gesteigert – und am Ende bitter verloren: Daniel Nuxoll denkt nicht sonderlich gerne an den vergangenen Sonntag zurück, als der Kapitän des Fußball-Landesligisten TV Dinklage mit seinem Team gegen den SV Wilhelmshaven in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zur 1:2-Niederlage kassiert hat. „Wir haben einen hohen Aufwand betrieben und am Ende ist leider nichts dabei herumgekommen“, sagt Nuxoll rückblickend. Er geht davon aus, dass der Aufwand beim kommenden Heimspiel gegen den SV Holthausen/Biene am Sonntag um 15.00 Uhr nicht minder hoch sein muss, um letztlich erfolgreich sein zu können.

So ganz ist man beim TVD mit dem Landesliga-Saisonstart logischerweise nicht zufrieden. Das 1:1 beim SV Bevern war schon sehr erfreulich, das 1:2 gegen Wilhelmshaven aber zu wenig. Fußballerisch sei die zweite Hälfte jedoch „wirklich gut“ gewesen, so Nuxoll. Ohnehin relativiert er: „Das waren jetzt erst zwei Spiele von 34.“ Zuletzt hatten die Dinklager nach seinem Befinden „zu passiv, zu abwartend“ losgelegt, was gegen ein Topteam wie Holthausen/Biene nicht passieren darf. Der TVD-Kapitän sieht im kommenden Gegner einen klaren Top-5-Kandidaten. Dass man in schlechter Verfassung gegen die Truppe vom Biener Busch chancenlos ist, hat die 0:4-Niederlage des VfL Oythe bewiesen. Auf dem Schützenplatz in Dinklage wird die Mannschaft von Trainer Wolfgang Schütte erst ihr zweites Spiel bestreiten.

In Bezug auf die eigenen Ambitionen sagt Daniel Nuxoll: „Die Top 8 sollte schon möglich sein.“ Viele junge Spieler hätten in letzter Zeit gute Entwicklungsschritte gemacht und sich an die Landesliga gewöhnt. Und die Einstellung stimme auch – nach dem Wilhelmshaven-Spiel habe man richtig gute Trainingseinheiten absolviert. Gegen Holthausen/Biene stehen Wilke Weßling und Tom Behrendt (beide im Urlaub) nicht zur Verfügung, die Startelf wird sich also schon allein deshalb wieder verändern.

Hey, der hält mich: Oythes Janek Jacobs (rechts) in einem Zweikampf im Auftaktspiel gegen HolthausenBiene. Foto: SchikoraHey, der hält mich: Oythes Janek Jacobs (rechts) in einem Zweikampf im Auftaktspiel gegen Holthausen/Biene. Foto: Schikora

VfL Oythe - SC Melle (Sonntag, 15.00 Uhr)
Noch hat es nicht geklappt mit dem ersten Saisonsieg, aber unruhig wird Daniel Roth, Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Oythe, deswegen nicht. „Wir haben eigentlich überhaupt keinen Druck. Wir müssen erst mal gar nichts – gerade nach der letzten Saison“, sagt der Coach und betont: „Die Stimmung ist gut, die Chemie stimmt, besonders jetzt nach dem Stoppelmarkt.“ Am Sonntag (15.00 Uhr/Hasenweide) wartet mit dem Heimspiel gegen den hoch gehandelten SC Melle die nächste schwere Aufgabe auf die Oyther. Der Druck liegt auch hier eher beim Gegner. „Melle ist schon eine bärenstarke Mannschaft“, findet Daniel Roth: „Die werden am Ende in den Top 4 der Tabelle landen.“ Dennoch freut er sich auf die Heimaufgabe. Zumal auch die äußeren Bedingungen stimmen: „Der Platz ist einem Topzustand, auch wenn er ein bisschen Wasser gebrauchen könnte“, sagt Roth.

Während sein Team nach dem 0:4 gegen Holthausen/Biene und dem 1:1 beim VfR Voxtrup noch auf das erste richtige Erfolgserlebnis wartet, startete Melle am vergangenen Sonntag mit einem 2:0 gegen den SV Meppen II in die Saison. Die Oyther haben das Spiel gesehen. „Melle hat nur hinten drin gestanden – zwei Konter, zwei Tore“, berichtet Roth: „Gegen uns werden sie definitiv viel offensiver agieren.“

Was Oythe noch fehlt, ist die Eingespieltheit, bedingt durch personelle Ausfälle. „Woche für Woche müssen wir in der Anfangsformation variieren“, sagt Roth. Das gilt auch für Sonntag. Sebastian von Merveldt und der bislang einzige Torschütze Justus Stärk fehlen urlaubsbedingt. Stephan Stukenborgs Mitwirken ist wegen einer Oberschenkel-Verletzung unwahrscheinlich. Und die Verletzten Jakob Kühn und Markus Kohls sind noch nicht einsatzbereit. Für Daniel Roth ist klar: „Wir brauchen eine 1-A-Mannschaftsleistung – nicht von einem, sondern von allen 15, 16. Dann können wir auch diesen Mannschaften ein Bein stellen.“

FC Schüttorf - Falke Steinfeld (Sonntag, 15.00 Uhr)
Nach zwei Unentschieden in Folge will der Fußball-Landesligist Falke Steinfeld am Sonntag (15.00 Uhr) beim FC Schüttorf den ersten Dreier einfahren. Indirekt helfen soll da auch Regionalligist BW Lohne. Denn die Steinfelder haben am Mittwoch ihr Training ausfallen lassen und sich die Partie zwischen BWL und Werder Bremen II (1:2) im Heinz-Dettmer-Stadion angeschaut. „Hoffentlich haben die Jungs was mitgenommen“, sagt Trainer Artur Zimmermann. Das Training am Dienstag fand hingegen statt – und der Coach war aufgrund fehlender Spannung gar nicht zufrieden. Zu hoch hängen wollte er die Einheit dann aber auch nicht.

Am Ende zählt's nämlich auf dem Platz, im Ligabetrieb. Um einen ersten Eindruck von den Schüttorfern zu erlangen, haben Artur Zimmermann und sein Bruder Andreas am Donnerstagabend bei GW Mühlen vorbeigeschaut – Schüttorf verlor 1:2. Es war das erste Landesliga-Spiel des FCS in dieser Saison. „Sie spielen einen sehr guten Fußball und sind offensivstark“, berichtet Zimmermann. Am Sonntag fehlen Steinfeld die Urlauber Norman Homa, Sebastian Deike und Michael Michaelis. Zudem fällt Ali Kurt (Zeh) verletzt aus, Lukas Themann ist beruflich verhindert. Gute Nachrichten gibt's hingegen von Maxim Repinetchii, der wieder trainiert hat.

SV Meppen II - GW Mühlen (Sonntag, 16.00 Uhr)
Für die Fußballer vom Landesligisten GW Mühlen geht es Schlag auf Schlag: Am Donnerstagabend noch haben die Südkreisler einen Last-Minute-Sieg gegen den FC Schüttorf (2:1) eingefahren – Sonntagnachmittag (16.00 Uhr) sind sie bereits wieder beim SV Meppen II gefordert. „Das war am Donnerstag ein Sieg des Willens, der aber auch Kraft gekostet hat“, sagt GWM-Trainer Andreas Hinrichs. Deshalb hat seine Mannschaft am Freitagabend nur taktisch trainiert, „Akkus aufladen“ war das Motto. Denn am Sonntag dürfen sich die Mühlener auf eine junge und hungrige Drittliga-Reserve des SVM einstellen. Inklusive Profis an Bord? „Ich rechne nicht mit vielen Abstellungen“, meint Hinrichs im Hinblick auf das Drittliga-Duell zwischen Meppen und dem MSV Duisburg (Sonntag, 14.00 Uhr).

Aus Sicherheitsgründen findet das Mühlener Auswärtsspiel deshalb auf der Anlage von Union Meppen statt. Hinrichs hat Meppen II beim SC Melle (0:2) beobachtet und attestiert einen „technisch sehr sauberen Fußball“. Seine Devise lautet, von Anfang an da zu sein, denn: „So eine schwache erste Hälfte wie gegen Schüttorf wird uns nicht in vielen Spielen am Leben lassen.“ Im Vergleich zu Schüttorf kommen Marvin Deters und Nils Wollering zurück. Mit Leo Westermann (gesperrt) fehlt jedoch ein neuer Mann.

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