Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist groß, nach sieben Niederlagen seit Weihnachten ist Rasta Vechta im BBL-Abstiegskampf angekommen. Logisch, dass im Umfeld und in der Fanszene der Coach infrage gestellt wird. In sozialen Netzwerken und Internetforen wurde schon mehrfach das Aus für Christian Held gefordert. Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele stärkte dem Trainer nun in einem Interview auf der Rasta-Homepage den Rücken.
„Der Head Coach steht ja immer besonders im Fokus, weil er letztlich die Verantwortung für das hat, was auf dem Platz passiert. Man darf das aber nicht so kurz denken, dass ein Trainer alleine über Wohl und Wehe entscheidet“, erklärte Kersten-Thiele und ergänzte: „Da spielen schon mehrere Faktoren rein.“ Er sei überzeugt von der täglichen Arbeit des Trainerstabs, von der Kommunikation, von den Analysen. „Das passiert alles sehr transparent und ehrlich“, so der Manager.
Kersten-Thiele verweist auf Helds Dreijahresvertrag
Und weiter: „Wir haben Christian Held im Sommer geholt und mit ihm einen Dreijahresvertrag geschlossen, weil wir gemeinsam etwas entwickeln wollen. Gerade im Basketball wird oftmals über mangelnde Kontinuität gesprochen. Wenn man die Möglichkeit hat, einen zu Rasta passenden Trainer mittelfristig an den Klub zu binden, sollte man das als Chance sehen, nicht als Risiko – und das haben wir getan.“
Das Verletzungspech habe in der Hinrunde „hart zugeschlagen, und das hat Auswirkungen“, sagte Kersten-Thiele. Er sprach von einer „Mammutaufgabe“. Nun seien alle wieder im Kader, „aber die Nachwirkungen sind noch da“. Man befinde sich im Abstiegskampf, und es sei „nicht von der Hand zu weisen, dass wir aktuell viele Baustellen haben“.