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Thorsten Tönnies kehrt nach 14 Jahren zu BW Lohne zurück

Der ehemalige Junioren-Nationalspieler hat einen Dreijahresvertrag beim Fußball-Oberligisten unterschrieben – und er hat dort noch viel vor.

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Gerne im Vorwärtsgang: Thorsten Tönnies im Trikot des SSV Jeddeloh. Foto: Bley

Gerne im Vorwärtsgang: Thorsten Tönnies im Trikot des SSV Jeddeloh. Foto: Bley

Fußball-Oberligist BW Lohne kann sich über die Verpflichtung eines äußerst renommierten Eigengewächses freuen: Thorsten Tönnies kehrt zur Saison 2021/22 zu seinen Wurzeln zurück. Der 29 Jahre alte frühere Junioren-Nationalspieler wird nach 14 Jahren wieder ins BWL-Trikot schlüpfen. Der Lehrer, der an der Bakumer Oberschule die Fächer Sport und Wirtschaft unterrichtet und in Vechta wohnt, hat sich mit Lohnes Trainer Henning Rießelmann darauf geeinigt, ab Sommer die ehrgeizigen Ziele der Blau-Weißen tatkräftig zu unterstützen. Tönnies hat dafür einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

BWL möchte nach der Landesliga-Meisterschaft im vergangenen Jahr nun innerhalb der beiden folgenden Spielzeiten gerne von der Oberliga in die Regionalliga Nord aufsteigen. Von genau da her – exakt vom SSV Jeddeloh – kommt Thorsten Tönnies zu den Lohnern zurück.
Der Abwehr- und Mittelfeldspieler sagt zu seiner neuen Herausforderung: „Ich freue mich. Natürlich wäre Regionalliga sofort auch schön. Aber der sportliche Reiz oben in der Oberliga ist auch gegeben. Und der Verein hat viel vor. Da möchte ich gerne meinen Beitrag leisten.“

Der langjährige Kapitän des VfB Oldenburg, der zuletzt „drei tolle Jahre“ bei dessen Regionalliga-Rivalen SSV Jeddeloh aktiv war, will nämlich sportlich ganz und gar nicht kürzertreten – auch wenn er im nächsten Monat 30 wird. Er fühlt sich weiter topfit und ist hochmotiviert, bei BWL eine tragende Rolle zu spielen. Da er nach BW Lohne nicht mehr plane, zu einem anderen Verein zu wechseln, habe er mit Henning Rießelmann eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. Auch das unterstreicht Tönnies' ernsthafte Absichten, noch länger auf höchstmöglichem Niveau zu spielen.

Sturm und Drang: Thorsten Tönnies einst im U-19-Team von Werder. Foto: RospekSturm und Drang: Thorsten Tönnies einst im U-19-Team von Werder. Foto: Rospek

Der Pädagoge spielt in der Abwehr oder im Mittelfeld auf der rechten oder linken Außenbahn. Zuletzt wurde er in Jeddeloh zudem auch schon als Innenverteidiger gebracht. „Das ist mein großer Vorteil: Man kann mich flexibel einsetzen“, sagt der Lohner und verhehlt dabei nicht, dass er grundsätzlich etwas lieber im vorderen Bereich spielt, weil er sich hier auch in spielentscheidenden Situationen einbringen könne. Ein entscheidendes Tor oder eine entscheidende Vorlage zu geben, das sei schon ein gutes Gefühl.

Aus der Lohner Mannschaft kennt er vor allem den ein Jahr jüngeren Malte Beermann aus gemeinsamen Zeiten bei Werder Bremen. Einige andere Spieler hat Tönnies als gute Bekannte seines bei BW Lohne II spielenden Bruders Henning kennengelernt. Der in Vechta lebende Thorsten Tönnies hofft jetzt vor allem, dass er sich in Jeddeloh auch noch auf dem Fußballfeld verabschieden kann – und nicht von Corona total ausgebremst wird.

Schon im Dezember, als der Fußball in den heimischen Ligen ruhte, hatte er gegenüber dieser Zeitung eine Wechselmöglichkeit Richtung Heimat nicht ausgeschlossen, als er festhielt: „Über BW Lohne denke ich immer nach. Das ist mein Heimatverein.“

BWL-Trainer Henning Rießelmann:  „Ein tolles Zeichen"

Lohnes Trainer Henning Rießelmann, der ihn gerne auch schon vor der laufenden Saison geholt hätte, sagt zu der prominenten Neuverpflichtung: „Ich glaube, dass es für unsere Region und BW Lohne ein tolles Zeichen ist. Thorsten ist ein Lohner Junge mit einem super Charakter und wir freuen uns alle riesig, dass ein Spieler mit einer solchen Qualität bei uns im Team spielt.“ Auch Rießelmann betont: „Thorsten ist flexibel einsetzbar, topfit und nach wie vor super ehrgeizig. Als Mensch und als Spieler wird er ein ganz wichtiger Baustein für uns sein, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.“

Thorsten Tönnies hat als Fünfjähriger bei BW Lohne mit dem Fußball angefangen. Nach dem Aufstieg mit der B-Jugend wechselte er zum zweiten U-17-Jahr zu Werder Bremen, wo er drei Jahre in den Junioren-Bundesligen spielte und 2009 zum Junioren-Nationalspieler avancierte. Im ersten Herren-Jahr bei Werder Bremen II in der 3. Liga versauerte er dann auf der Ersatzbank. Anschließend wechselte er für ein Jahr zu BSV Rehden, wo seine Laufbahn wieder deutlich Fahrt aufnahm, ehe er beim VfB Oldenburg und SSV Jeddeloh auch in der Regionalliga Nord zu einer prägenden Figur wurde.

Und jetzt wieder Lohne: Auch da soll die Regionalliga das Thema sein. Früher oder später.

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