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Talea Prepens holt Gold mit der Staffel

Die Leichtathletin des TV Cloppenburg siegte mit dem deutschen 4x100-Meter-Team bei der U23-Europameisterschaft. In Estland war die 19-Jährige darüber hinaus im Einzel über 200 Meter am Start.

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Gute Laune: Talea Prepens kehrt mit einer Goldmedaille von der U23-EM in Estland zurück. Foto: ©Prepens

Gute Laune: Talea Prepens kehrt mit einer Goldmedaille von der U23-EM in Estland zurück. Foto: ©Prepens

Großer Erfolg für Talea Prepens vom TV Cloppenburg: Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften der Altersklasse U23 sicherte sie sich am Sonntag in Tallinn (Estland) mit der deutschen 4x100-Meter-Staffel die Goldmedaille. In einer formidablen Zeit von 43,05 Sekunden siegte das Quartett vor Spanien und (43,74) und Frankreich (44,15). Die Italienerinnen kamen als Dritte ins Ziel, wurden jedoch disqualifiziert.

Am Abschlusstag der Titelkämpfe war die 19-Jährige Cloppenburgerin die Schlussläuferin des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Deutschland trat als Titelverteidiger in Tallinn an, denn schon 2019 im schwedischen Gävle hatte Schwarz-Rot-Gold in dieser Disziplin triumphiert.

Das deutsche Team sorgte gleich im Vorlauf am Mittag für einen Paukenschlag. Lilly Kaden, Keshia Beverly Kwadwo, Sophia Junk und eben Talea Prepens rasten in 43,24 Sekunden ins Ziel – so schnell war bei einer U23-Europameisterschaft noch nie eine weibliche 4x100-m-Staffel gewesen. Dabei hatten die Deutschen sehr darauf geachtet, bei den Wechseln kein Risiko einzugehen. Angesichts eines deutlichen Vorsprungs musste Talea Prepens auf dem Schlussabschnitt nicht einmal voll durchziehen und konnte für den Endlauf noch ein paar Körner sparen.

Talea Prepens war in der deutschen Staffel die Schlussläuferin

Im Finale wussten sich die Deutschen dann sogar noch einmal deutlich zu steigern. In derselben Aufstellung pulverisierten sie den EM-Rekord dieser Altersklasse auf starke 43,05 Sekunden. Um 17.57 Uhr deutscher Zeit überquerte Talea Prepens als Erste die Ziellinie und umarmte wenig später ihre Teamkolleginnen.

Am Freitag hatte sich die 19-jährige TVC-Sportlerin zunächst spielend leicht über die 200–Meter-Strecke für das Halbfinale qualifiziert. Ähnlich souverän absolvierte Talea Prepens am Samstagvormittag die Vorschlussrunde. Im zweiten von drei Halbfinals belegte sie den zweiten Platz in 23,29 Sekunden und zog damit sicher ins Finale ein. Diese Zeit lag nur zwölf Hundertstelsekunden über ihrer persönlichen Bestleistung (23,17 Sekunden) und nur minimal über der Vorlaufzeit (23,26 Sekunden).

Im Finale legte Talea Prepens dann noch einmal nach. Mit einer Zeit von 23,15 Sekunden lief sie die 200 Meter so schnell wie noch nie – aber der neue persönliche Rekord sollte nicht für Edelmetall reichen. Denn die Medaillen gingen mit Zeiten unter 23 Sekunden weg. Die Italienerin Dalia Kaddari holte Gold in 22,64 Sekunden mit deutlichem Vorsprung auf Talea Prepens DLV-Teamgefährtin Sophia Junk, deren neue persönliche Bestleistung von 22,87 Sekunden mit Silber belohnt wurde. Auf dem dritten Platz landete die Französin Gémina Joseph (22,97).

Mit ihrer Leistung war Talea Prepens unter dem Strich zufrieden und glücklich, auch wenn sie keinen optimalen Start erwischte. „Ich hatte mehr mit dem Abfangen des Körpers als mit der Beschleunigung zu kämpfen. Die Kurve lief dann super und auch die Gerade war richtig gut“, meinte die Cloppenburgerin, die in allen drei Läufen nicht an ihre Top-Reaktionszeit beim Start herankommen war. Aber auch mit einer solchen wäre für sie keine Medaille drin gewesen.

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