Strücklinger Frank Waden ist TuRas Torgarant
Der 24 Jahre alte Fußballer erzielte acht der zwölf Treffer des Landesligisten aus Westrhauderfehn. Am Sonntag will der Stürmer gegen einen Ex-Klub treffen
Til Bettenstaedt | 09.11.2021
Der 24 Jahre alte Fußballer erzielte acht der zwölf Treffer des Landesligisten aus Westrhauderfehn. Am Sonntag will der Stürmer gegen einen Ex-Klub treffen
Til Bettenstaedt | 09.11.2021

Nachbarschaftsduell: Am Sonntag gastiert Frank Waden (rotes Trikot) mit TuRa 07 Westrhauderfehn bei Hansa Friesoythe (links Keven Oltmer, hinten Janek Siderkiewcz). Foto: Damm
Wenn die Fußballer des Landesliga-Spitzenreiters SV Hansa Friesoythe in der Staffel A am kommenden Sonntag auf den Tabellenletzten aus Westrhauderfehn treffen, müssen sie im Prinzip nur einen Mann ausschalten: Frank Waden. Der 24 Jahre alte Vollblutstürmer aus Strücklingen ist TuRas Torgarant. Wie wichtig er für die Fehntjer ist, zeigt seine Quote. Acht der zwölf Treffer – also 66,66 Prozent – gehen auf sein Konto. In ganz Niedersachsen hat von den Landesligen bis zur 1. Bundesliga nur ein Spieler anteilig mehr Tore seines Klubs geschossen als Frank Waden. „In dieser Saison läuft es für mich persönlich bislang wirklich super“, sagt er. Waden stammt aus einer echten Fußballer-Familie. Seine Schwester Carina führt mit dem Frauen-Bezirksligisten SG Elisabethfehn/Harkebrügge derzeit ebenso die Tabelle an, wie sein Bruder Steffen mit dem SV Strücklingen das Tableau in der Kreisliga. „Wir spielen alle drei vorne im Angriff und sind absolut Fußball begeistert“, sagt Frank Waden. Beim SVS begann er einst als kleiner Junge mit dem Kicken. In der D-Jugend wechselte er zu Hansa Friesoythe, wo er die kommenden sieben Spielzeiten verbringen sollte. Im zweiten A-Juniorenjahr kehrte er nach Strücklingen zurück. „Man wollte mich unbedingt zurückholen und hat intensiv um mich geworben“, sagt Frank Waden. „Im Nachhinein hätte ich vielleicht bei Hansa bleiben sollen.“ „Ich wusste, dass ich mich dort erst einmal hinten anstellen muss“ Für den SV Strücklingen sollte sich Frank Wadens Verpflichtung als Volltreffer erweisen. Auch dank seiner Tore schaffte der Klub 2016 den Aufstieg in die Kreisliga, wo Waden auch in den folgenden drei Jahren „knipste“ und „knipste“. Dann zog es den gelernten Industriemechaniker zu TuRa 07 Westrhauderfehn in die ostfriesische Bezirksliga. „Ich wusste, dass ich mich dort erst einmal hinten anstellen muss.“ Dennoch stellte Waden seine Torjägerqualitäten bereits im ersten TuRa-Jahr eindrucksvoll unter Beweis. Obwohl er nur 15 Partien absolvierte – zumeist waren es Kurzeinsätze – trug er mit acht Treffern dazu bei, dass Westrhauderfehn 2020 den Sprung in die Landesliga schaffte. Es folgte ein miese Saison. In der Sommervorbereitung zog sich Waden einen Innenbandriss im linken Knie zu, später wurde die Spielzeit 2020/21 wegen der Pandemie abgebrochen. In dieser Serie läuft es für Waden selbst zwar nahezu perfekt, dass TuRa 07 aber erst acht Punkte holte und im kommenden Jahr in der Abstiegsrunde um den Klassenerhalt kämpfen muss, schmälert die Freude über seine Tore ein wenig. „Ich bin schon stolz darauf, wie ich mich hier weiterentwickelt habe. Aber natürlich hätte ich gerne mehr Spiele gewonnen – schließlich bin ich ein Teamplayer.“ Ob die Westrhauderfehntjer ausgerechnet beim bislang so starken Tabellenführer aus Friesoythe den dritten Sieg einfahren, scheint fraglich. Für Frank Waden ist die Partie bei seinem Ex-Verein jedenfalls eine ganz besondere. „Ich treffe auf viele bekannte Gesichter. „Unter dem Hansa-Coach Hammad El-Arab habe ich in der Jugend trainiert und damals mit Jungs wie Janek Siderkiewicz und Maximilian Werner zusammengespielt.“ Sollte Waden auch am Sonntag treffen, dürfte er aufgrund seiner Friesoyther Fußball-Vergangenheit etwas euphorischer als sonst jubeln. Zur Person:
In Friesoythe trifft Frank Waden auf viele bekannte Gesichter
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