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SFN-Coach Nisius: „Wir müssen vor keinem Angst haben“

Die Wahrscheinlichkeit, dass Vechtas Drittliga-Handballerinnen in die Abstiegsrunde müssen, ist groß. Die Saisonverlängerung löst bei SFN aber keine Panik aus.

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Achtung, der Trainer spricht: Vechtas Coach Christoph Nisius im Garrel-Spiel. Foto: Schikora

Achtung, der Trainer spricht: Vechtas Coach Christoph Nisius im Garrel-Spiel. Foto: Schikora

Es ist irgendwie eine komische Situation für die Handballerinnen von SFN Vechta. Am Samstagabend, unmittelbar nach dem spannenden, emotionalen OM-Derby gegen den Titelkandidaten BV Garrel (27:31), verordnete SFN-Trainer Christoph Nisius seiner Crew eine einwöchige Pause, um ein bisschen durchzuschnaufen. Ob sich Luca Vodde, Tina Schwarz und Co. danach bei der Rückkehr in die Halle auf die Abstiegsrunde in der 3. Liga vorbereiten müssen oder ganz entspannt die neue Saison ins Visier nehmen können, steht noch nicht fest. Denn: Für Vechta ist jetzt Warten angesagt. Warten auf die Begradigung der Tabelle.

Als eine von drei Mannschaften hat SFN Vechta die reguläre Saison in der Staffel A bereits beendet. Zehn Spiele sind noch offen, sechs davon sind aus SFN-Sicht von besonderem Interesse. In diesen Partien entscheidet sich, ob Vechta noch in die Saisonverlängerung muss. 22:22 Punkte hat SFN, aktuell Tabellensechster, auf seinem Konto. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Ausbeute nicht reicht, um die Abstiegsrunde (ab 7. Platz) zu vermeiden, ist „sehr groß“, wie Nisius einräumt. Er weiß: Der VfL Oldenburg II (22:16), der SC Alstertal-Langenhorn (20:20) und der TSV Wattenbek (19:19) haben bessere Karten im Rennen um die Plätze fünf und sechs.

Realistisch betrachtet, geht's für SFN ab dem 1. Mai in der Abstiegsrunde weiter. „Wir sind darauf vorbereitet“, sagte Nisius bereits nach dem Garrel-Spiel. Die elf Abstiegsrundenteams aus den Staffeln A und B bilden eine 5er- und eine 6er-Gruppe. Es gibt dann nur noch Spiele gegen die Teams aus der jeweils anderen Staffel, die Ergebnisse gegen die Gegner aus der Vorrunde werden mitgenommen. Als Tabellensiebter hätte SFN nur vier Spiele in der Abstiegsrunde, als Tabellenachter wären es sechs Partien. Der Erst- und der Zweitplatzierte jeder Abstiegsrundengruppe bleiben in der 3. Liga. Die übrigen Teams steigen alle ab. Eine knifflige Aufgabe.

SFN-Coach Nisius outete sich als „Statistik-Freak“ und erklärte, bereits „alle Konstellationen durchgerechnet“ zu haben. Potenzielle Gegner aus der Staffel B sind der Thüringer HC II, der Rostocker Handball Club, der SV Union Halle-Neustadt II, Pfeffersport Berlin, der HV Chemnitz, der Berliner TSC oder die SG Meißen/Riesa.

In der Parallelstaffel sind noch fünf Partien zur Begradigung der Tabelle nötig. Nisius sagt selbstbewusst: „Wir müssen vor keinem Angst haben.“ Und SFN würde ja auch ein paar Punkte mitnehmen: Gegen Oyten und Bremen II wären es jeweils 4:0 Punkte, gegen Altenholz 3:1, gegen Owschlag 2:2.

Unabhängig von der Ausgangslage ist Nisius von einem Gelingen der Rettungsmission überzeugt: „Die Mannschaft haut sich voll rein, sie macht einen hervorragenden Job.“ Nisius, der zwischen Weihnachten und Neujahr die Nachfolge des langjährigen Trainers Kai Freese angetreten hat, ist mit seinen ersten gut drei Monaten bei SFN „sehr zufrieden“, er sieht die Entwicklung „sehr positiv“. Ein entsprechendes Feedback habe es auch von den Spielerinnen, den Zuschauern und aus dem Umfeld gegeben.

Allerdings: Unter Nisius holte SFN 9:11 Punkte, unter Freese waren es 13:11. Nisius lenkt den Blick auf einen anderen Aspekt: „Es ging ja auch darum, wieder eine Mannschaft zu bilden, sie zusammenzuhalten – auch mit Blick auf die neue Saison. Ich denke, das ist uns gelungen. Der Spaß ist zurück, die Leidenschaft auch. Und das ist für den Verein sehr wichtig.“

Er habe in den ersten Wochen sehr viel an der technischen Grundausbildung der Spielerinnen gearbeitet und freut sich über „große Schritte nach vorne“. Als Beispiel nennt er die „deutliche Reduzierung der Fehlpass-Quote“. Er sagt: „In den ersten zwei Spielen unter meiner Regie waren es 15 bis 20 technische Fehler oder Fehlpässe, danach waren es im Schnitt so acht bis zehn.“ Nisius ist aber auch klar: Die Spiele in der Abstiegsrunde sind echte Stresstests für sein junges Team.

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