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Rasta verpflichtet „Ike“ Iroegbu

Der 23 Jahre alte Amerikaner mit nigerianischen Wurzeln kennt die Basketball-Bundesliga – er spielte 2018/19 für Science City Jena.

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Rastas Neuer: Ikenna Ugochukwu Iroegbu. Foto: Fiba

Rastas Neuer: Ikenna Ugochukwu Iroegbu. Foto: Fiba

Die Suche nach einem neuen Guard war erfolgreich, die Reise zum Vizemeister tritt Rasta Vechta aber ohne seine Nachverpflichtung an: Der heimische Basketball-Bundesligist, der nach sechs Liga-Spielen noch sieglos ist, hat auf die anhaltenden Knieprobleme des belgischen Nationalspielers Jean Salumu (30) reagiert und den 23 Jahre alten US-Amerikaner Ikenna Ugochukwu Iroegbu verpflichtet.

Der in Sacramento geborene Point Guard, dessen Eltern aus Nigeria in die USA auswanderten, soll nach Möglichkeit an diesem Wochenende nach Europa reisen. Ein Einsatz am Samstagabend (20.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei den MHP Riesen Ludwigsburg ist nicht möglich. Dass „Ike“ Iroegbu am Mittwoch (23. Dezember, 19.00 Uhr) im Spiel beim Mitteldeutschen BC aufläuft, ist angesichts der Corona-Regeln eher unwahrscheinlich, realistischer erscheint ein Debüt im Heimspiel gegen Crailsheim am 27. Dezember (Sonntag, 18.00 Uhr).

"Ike kann uns mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit viel geben. Er wird Lücken reißen, von denen alle profitieren können."Thomas Päch

Für Iroegbu, der zuletzt in der G-League der NBA für Capital City Go-Go spielte, ist es der zweite Anlauf in der BBL. In der Saison 2018/19 stand er bei Science City Jena unter Vertrag. In zehn Partien für die Thüringer kam er auf 11,1 Punkte und 2,3 Assists im Schnitt; bei der 76:89-Heimniederlage gegen Rasta am 2. Januar 2019 war Iroegbu mit 17 Punkten der Topscorer für Jena. Einen Monat später wurde sein Vertrag aufgelöst, da Jena angesichts einer sportlichen Krise (zehn Niederlagen in Serie) in Reggie Williams und Ronald Roberts zwei neue Spieler holte. Der 1,88 m große Iroegbu wechselte daraufhin zum litauischen Erstligisten Lietkabelis Panevezys. Im Sommer 2019 nahm er mit Nigeria an der Basketball-Weltmeisterschaft in China teil und kam in fünf Partien auf 8,2 Punkte, 2,8 Assists und 2,2 Rebounds im Schnitt. Nigeria belegte in China Platz 17.

Rastas Coach Thomas Päch erhofft sich von Iroegbu eine „Entlastung auf der Guard-Position“. Und der Trainer ergänzt: „Ike kann uns mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit viel geben. Er wird Lücken reißen, von denen alle profitieren können. Er kennt die BBL aus seiner Zeit in Jena und hat sich in den letzten zwei Jahren als Guard weiterentwickelt.“ Seine letzten Einsätze hatte Iroegbu Ende November bei den „Fiba AfroBasket Qualifiers“. In Kigali gab's drei Siege binnen vier Tagen gegen Südsudan, Gastgeber Ruanda und Mali. Iroegbu war dabei mit 15,6 Punkten im Schnitt der Topscorer seines Teams. „Man konnte sehen, dass er in einer guten Verfassung ist“, so Päch.

Iroegbu unterschrieb am Freitag einen Vier-Wochen-Vertrag mit einer Option bis zum Saisonende. Rasta hat damit sieben ausländische Profis im Kader, in der BBL dürfen allerdings nur sechs eingesetzt werden. Heißt: Es muss immer einer pausieren. Salumu hat Probleme an der Patellasehne. Der belgische Guard konnte in der laufenden Saison noch kein Spiel schmerzfrei absolvieren und setzte auch unter der Woche mit dem Training aus.

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