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NFV-Fahrplan stößt beim VEC-Chef auf Widerstand

Am Dienstag tagt der Niedersächsische Fußballverband (NFV) erneut. Es geht darum, wie mit dem Wunsch der Vereine nach einem Saisonabbruch umgegangen wird.

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Will kein Hauruck-Verfahren: NFV-Kreischef Martin Fischer. Foto: Schikora

Will kein Hauruck-Verfahren: NFV-Kreischef Martin Fischer. Foto: Schikora

Eine Entscheidung fällt noch nicht, aber die Weichen sollen gestellt werden: Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) berät am Dienstag in einer Telefonkonferenz über das weitere Vorgehen in der Coronavirus-Krise. Ab 18.30 Uhr tagt der Verbandsvorstand, bestehend aus dem Präsidium und den Vorsitzenden der 33 NFV-Kreise. „Es geht um den Fahrplan für die nächsten Wochen“, sagt Martin Fischer, Vorsitzender des NFV-Kreises Vechta.

Grundlage für die weiteren Beratungen ist das Umfrage-Ergebnis aus der vergangenen Woche. Niedersachsens Fußballvereine hatten sich mehrheitlich für einen Abbruch der seit Mitte März unterbrochenen Saison 2019/20 ausgesprochen. Von den rund 2600 Vereinen hatten 1649 ihre Stimme abgegeben. Davon votierten 448 Klubs für den Vorschlag des NFV, die Saison ab dem 1. September fortzusetzen. 1119 Vereine sprachen sich dagegen aus, 83 enthielten sich. Martin Fischer sprach mit etwas Abstand zur Sitzung am Freitag von einer „überwältigenden Mehrheit für einen Abbruch“. Er mahnte am Montag im OV-Gespräch aber an, dass man das Ergebnis jetzt genau unter die Lupe nehmen müsse.

„Das ist mir alles viel zu eng getaktet, viel zu theoretisch. Wir sollten uns mehr Zeit nehmen."NFV-Kreischef Martin Fischer

Die Vorsitzenden der neun NFV-Kreise im Bezirk Weser-Ems bereiten sich am Montagabend in einer Telefonkonferenz auf die Sitzung am Dienstag vor. Die Kreise Vechta, Oldenburg-Land/Delmenhorst, Jade-Weser-Hunte, Bentheim, Osnabrück-Stadt, Emsland, Cloppenburg und Ostfriesland hatten allesamt gegen den NFV-Plan gestimmt, lediglich Osnabrück-Land war für eine Fortsetzung der Saison 2019/20 im Herbst. Nach OV-Informationen haben 29 der 33 Kreise für einen Abbruch gestimmt. Diepholz und Gifhorn waren ebenso wie OS-Land auf NFV-Kurs, der Kreis Nordharz enthielt sich.

Der NFV hat einen Fahrplan bis zum 14. Mai vorgelegt. Ein Vorschlag, der bei Fischer „auf große Ablehnung“ stößt. „Das ist mir alles viel zu eng getaktet, viel zu theoretisch. Wir sollten uns mehr Zeit nehmen, um im Sinne der Vereine ausführlicher beraten zu können“, sagte der Langenberger und kritisierte erneut das „Hauruck-Verfahren“.
Wichtig wird auch die Frage sein, wie ein Saisonabbruch in Niedersachsen ins gesamtdeutsche Amateurfußball-Bild passen würde – aktuell droht ein bundesweiter Flickenteppich.

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