Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Molberger Corona-Frust bei 1:3-Pleite in Emstekerfeld

Der stark ersatzgeschwächte Fußball-Bezirksligist verlor das Derby verdient. Die Gäste ärgerten sich nicht nur über die Niederlage, sondern auch über den TuS.

Artikel teilen:
Kopfballduell: Die E'felder Nico Hoppmann (von links) und Sebastian Blömer kämpfen hier mit dem Molberger Hendrik Debbeler um den Ball. Foto: Bettenstaedt

Kopfballduell: Die E'felder Nico Hoppmann (von links) und Sebastian Blömer kämpfen hier mit dem Molberger Hendrik Debbeler um den Ball. Foto: Bettenstaedt

Luc Diamesso war bedient. Zum einen ärgerten sich der Coach des Fußball-Bezirksligisten SV Molbergen nach dem Abpfiff über die 1:3-Niederlage in Emstekerfeld, vielmehr allerdings über die Gastgeber. „Wir hatten den TuS um eine Spielverlegung gebeten, weil wir acht Coronafälle innerhalb unseres Kaders haben – doch E'feld hat abgelehnt. Das ärgert uns schon“, sagte Diamesso. Sein Gegenüber Volker Kliefoth konnte die SVM-Enttäuschung nicht nachvollziehen. „Aus der Anfangself haben den Molbergern drei, vier Leute gefehlt – deswegen können wir doch kein Spiel verlegen.“

Die Partie auf dem Rasenplatz war von Beginn an ziemlich zerfahren. Viele Ungenauigkeiten im Passspiel und bei der An- und Mitnahme des Balls prägten das Geschehen. Die Gastgeber waren leicht feldüberlegen und hatten in der 12. Minute die erste Chance, als Raphael Wedemeyers Schuss geblockt wurde und Sebastian Blömer im Anschluss daneben schoss.

Nach genau 23 Minuten schlug der TuS-Mann mit der Rückennummer 23 zu: Nico Hoppmann köpfte eine Freistoß von Felix Tönnies gekonnt zur 1:0-Führung ein. Fünf Minuten später erhöhte Wedemeyer – ebenfalls per Kopf – auf 2:0, weil SVM-Keeper Jonas Möller beim Rauslaufen nicht entschlossen genug agierte. Hoppmann war diesmal der Flankengeber gewesen.

"Das war sicher kein gutes Spiel von uns."Volker Kliefoth, Trainer TuS Emstekerfeld

Nach etwas mehr als einer halben Stunde stand Raphael Wedemeyer erneut im Blickpunkt: Erst schoss er an die Latte und Sekunden später visierte er im Fallen den rechten Pfosten an. So blieb es bis zur Pause beim 2:0.

Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel verkürzten die stark ersatzgeschwächten Molberger, für die einige Spieler aus der 2. Herren und der A-Jugend aufliefen, auf 1:2. Michael Stjopkin steuerte alleine auf TuS-Torwart Nils Kordon zu und netzte eiskalt ein. Vier Minuten später wäre dem Torschützen um ein Haar der Ausgleich gelungen, doch diesmal war Kordon zur Stelle.

Im weiteren Spielverlauf versuchten die tapferen Molberger zwar noch einmal alles, wirklich gefährlich kamen sie allerdings nicht mehr vors Gehäuse der Gastgeber. In der 75. Minute machte Emstekerfelds Stefan Backhaus dann alles klar, als er einen SVM-Kicker austanzte und den Ball ins lange Eck hämmerte. TuS-Trainer Volker Kliefoth war nach dem Schlusspfiff dennoch nicht wirklich zufrieden: „Das war sicher kein gutes Spiel von uns, das Beste sind die drei Punkte.“ Luc Diamesso mochte seiner Elf keine Vorwürfe machen. „Die Jungs haben alles gegeben. Unter den Umständen war nicht mehr drin.“


Tore: 1:0 Hoppmann (23.), 2:0 Wedemeyer (28.), 2:1 Stjopkin (51.), 3:1 Backhaus (75.).

Emstekerfeld: Kordon – Nöh, Tönnies, Hoppmann, Kai Stratmann, Wiebe (67. Brendjes), Beitelmann (76. Buchmüller), Backhaus (86. Backhaus), Blömer, Pleye, Wedemeyer (89. Nick Stratmann).

Molbergen: Möller – Varga, Debbeler, Willenborg, Gusew (46. Waldemar Langliz), Lange, Abornik, Westerveld, Ebben, Stjopkin, Bruns.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Molberger Corona-Frust bei 1:3-Pleite in Emstekerfeld - OM online