Als Wintersport-Mekka ist das Oldenburger Münsterland nicht unbedingt bekannt. Eine Ausnahme aber gibt es, zumindest für einen Tag. Am 1. Januar nämlich verwandelt sich die Kultgaststätte Ritzer in Dinklage in ein Paradies für den Bobsport. Der ortsansässige WSC Ritzer bittet wieder zum legendären Bobrennen für die OM-Medien/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“. Ein entsprechendes Banner am Alten Markt weist hier darauf hin.
Und das sorgt natürlich für eine gewisse Anspannung bei der Stammcrew des WSC. Manager Udo Quaschigroch weiß: „Die Jungs brennen auf ihren Einsatz.“ „Die Jungs“, das sind Franky, Michael, Bäker und Onkel – die Stammbesetzung des Viererbobs, der auch in diesem Jahr das fast Unmögliche anpeilt: neue Rekordzeiten aufstellen. Udo Quaschigroch ist optimistisch, dass seine Truppe dazu in der Lage sein wird.
Straffer Zeitplan für die WSC-Crew
Denn die Vorkehrungen sind getroffen, es ist alles bereit für die nächste Wintersport-Party im Eiskanal. Der Zeitplan sieht ein straffes Programm für die WSC-Athleten vor. Am Neujahrstag geht es um 9.30 Uhr mit dem Frühstück bei Claudia und Günter Kalvelage los. Anschließend gibt’s den ersten kleinen Formcheck in Form eines Probelaufs, der bei Henning Pieper in Langwege durchgeführt wird (10.45 Uhr). Die Generalprobe steigt dann um 11.30 Uhr beim Alten Gesellenhaus, wo die Feuerwehrkameraden um Alfred Dinkelmann gespannt auf den zweiten Probelauf warten.
Ins Ritzer zieht der WSC dann so gegen 13.00 Uhr ein; da soll die Bahnbegehung stattfinden. Wenig später spielt das Kolpingorchester die Nationalhymne und Bürgermeister Carl Heinz Putthoff nimmt die offizielle Eröffnung vor. Im Stundentakt erfolgen ab 14.00 Uhr insgesamt vier Läufe (normaler Lauf, Promi-Lauf, Zeitlupen-Lauf, Flutlicht-Lauf). Wobei die genauen Details der Spannung halber noch nicht verraten werden.
Vieles dürfte den treuen Ritzer-Fans bekannt vorkommen, doch es gibt auch Neuerungen. Der Begriff Boxenluder hat ausgedient: Marlene, Pauline, Eva und Hanna gehen nun als Speedgirls nach den Läufen auf Spendenjagd. Und das Quartett hat QR-Codes an die Sammelboxen geklebt, damit auch bargeldlos gespendet werden kann. „Das läuft hervorragend“, sagt Quaschigroch über die Initiative der Helferinnen, die auch zum WSC-Team zählen.
Auch die treuen Partner des Bobrennens sind an Bord: die Volksbank Lohne-Dinklage-Steinfeld-Mühlen sowie Kohorst Reisen aus Dinklage. Ihnen gebührt schon im Voraus ein Dank. Im Fahrerlager behält Stengi den Überblick und auch Bernhard „Bobo“ Haverkamp steht zur Seite.
Akustik-Check verlief störungsfrei
Die Straße vor dem Ritzer ist wie immer gesperrt, das Party-Areal durch querstehende Fahrzeuge abgesichert. Und auch die Akustik läuft einwandfrei. Ein letzter Check verlief komplett störungsfrei. „Ich bin überall zu hören“, verrät Udo Quaschigroch. Also sollte es jeder mitbekommen, wenn der Viererbob mal wieder zur Höchstform aufläuft.
Für die Verpflegung ist gesorgt, sowohl im Ritzer als auch davor, wo Werner Knollenberg aus Kroge einen Imbissstand aufbaut. Also: Mit Vollgas ins neue Jahr – das ist das WSC-Motto.