Malik Parsons kommt: Rasta holt Verstärkung für den Abstiegskampf
Rasta Vechta ist noch mal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Der US-Guard bringt BBL-Erfahrung mit und er hat noch gute Erinnerungen an den Rasta-Dome.
Andreas Hammer | 02.03.2026
Rasta Vechta ist noch mal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Der US-Guard bringt BBL-Erfahrung mit und er hat noch gute Erinnerungen an den Rasta-Dome.
Andreas Hammer | 02.03.2026

Gala-Auftritt im Rasta-Dome: Am 24. Oktober 2024 führte Malik Parsons die Frankfurt Skyliners mit 30 Punkten zu einem 80:74-Sieg in Vechta. Foto: Becker
Am Montag ging dann doch alles schnell – wie üblich im Basketball-Business. Morgens stieg Malik Parsons in den Flieger nach Hannover, am Nachmittag absolvierte er bereits den ersten Medical Check in Vechta. Für Dienstag ist das erste Training geplant und am Freitag (20.00 Uhr) soll der Neue im Heimspiel gegen Science City Jena sein Debüt für Rasta Vechta geben. Dass der kriselnde Bundesligist im Kampf gegen den Abstieg noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden würde, hatte sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet. Am Montag meldeten die Liga und Rasta nun Vollzug. In Malik Parsons (26) hat der Erstligist einen neuen US-Guard für die Positionen eins (Point Guard) und zwei (Shooting Guard) verpflichtet. Der 1,90 Meter große und 86 Kilo schwere Amerikaner kommt ablösefrei vom türkischen Erstligisten Bursaspor. In 18 Ligaeinsätzen in dieser Saison kam er dort auf 11,56 Punkte im Schnitt. Auch die BBL kennt er bereits. In der Saison 2024/25 war er für die Frankfurt Skyliners aktiv, für die er in 32 Spielen im Schnitt auf 16,3 Punkte und 2,8 Assists kam. Damit war er Topscorer des Teams. Seinen Saisonbestwert erzielte er dabei ausgerechnet im Rasta-Dome: Am 19. Oktober 2024 führte er Frankfurt mit 30 Punkten zu einem 80:74-Sieg in Vechta. Vertraglich besiegelt wurde Parsons Verpflichtung bereits am Samstag, dem letzten Tag im Februar. Dadurch bewahrte sich Rasta die Möglichkeit, bis Ende März noch einen weiteren Spieler zu verpflichten. Die Profi-Karriere des Kaliforniers begann 2023 bei den Bakken Bears in Dänemark. Als Rookie wurde er mit dem Klub aus Aarhus sogleich Meister und auch Champion in der European North Basketball League. „Malik ist ein Spieler, der einen sehr guten Zug zum Korb hat. Er kann auch in der Defense einen Impact haben. Seine Verpflichtung bringt uns mehr Tiefe in den Kader. Und er soll uns dabei helfen, mehr Stabilität zu bekommen. Jetzt haben wir 13 Mann im Kader und es gilt, aus jedem das Maximum an möglicher Leistung herauszuholen“, sagte Rasta-Coach Christian Held über den Neuen, der bei Rasta das Trikot mit der Nummer drei tragen wird. Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele sagte zu dem Transfer: „Es ist de facto so, dass wir in dieser Saison viele Verletzungs- und auch Krankheitsfälle haben. Wir beobachten immer Spieler und haben den Transfermarkt weiterhin im Blick. Jetzt freuen wir uns, mit Malik Parsons einen Spieler zu bekommen, der vielseitig ist und uns an beiden Enden des Feldes helfen soll. Er kann sowohl in der Offense als auch in der Defense wichtige Impulse setzen.“ Parsons selbst sagte: „Ich freue mich, bei Rasta zu sein, und bin bereit, dabei zu helfen, Spiele zu gewinnen.“ Er freue sich zudem auf die „vertrauten Gesichter früherer Mitspieler und Jungs, gegen die ich gespielt habe“. Rastas Kader sei gut zusammengestellt. „Ich kann das Potenzial sehen und die Atmosphäre bei den Spielen ist großartig. Ich wollte gerne ein Teil davon sein.“ Parsons steht mit Rasta gleich ein intensives Wochenende bevor. Zwei Tage nach dem Freitagsspiel gegen Jena steht am Sonntag (18.00 Uhr) das Derby bei den Baskets Oldenburg an.
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