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Lukas Fienhage ist "OV-Sportler des Jahres 2020"

Der 21 Jahre alte Bahnsportler aus Brockdorf hatte sich im vergangenen Jahr den Weltmeistertitel auf der Langbahn gesichert.

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OV-Sportler des Jahres 2020: Langbahn-Weltmeister Lukas Fienhage bei der Siegerehrung in der heimischen Werkstatt. Foto: Schikora

OV-Sportler des Jahres 2020: Langbahn-Weltmeister Lukas Fienhage bei der Siegerehrung in der heimischen Werkstatt. Foto: Schikora

Die Anreise zum Training ist diesmal etwas länger. Um genau zu sein: Es sind rund 1400 Kilometer, die Lukas Fienhage mit dem Kleintransporter unterwegs sein wird. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fährt der Motorradsportler aus Brockdorf nach Südfrankreich. Sein erstes Ziel: Marmande in der Nähe von Bordeaux. 2 Tage lang bereitet sich der 21-Jährige dort auf die neue Speedway- und Langbahnsaison vor. Danach geht es weiter nach Macon in der Nähe von Lyon, wo weitere Trainingstage geplant sind. "Das Wetter dort ist einfach stabiler, ich hab' gute Bedingungen, um die Maschinen zu testen", so Fienhage.

Die Reise nach Frankreich tritt er als frischgekürter "OV-Sportler des Jahres 2020" an. Bei der Abstimmung der OV-Sportredaktion setzte sich Lukas Fienhage mit dem Maximum von 20 Punkten an die Spitze. "Sportler des Jahres – das hört sich echt cool an. Ich freue mich sehr darüber. Das ist eine tolle Anerkennung für die Leistung", erklärte der Klubfahrer des AC Vechta bei der corona-konformen Übergabe des goldenen Pokals im heimischen Wohnzimmer. Apropos Gold: Fienhage, der bereits zum 7. Mal bei der OV-Sportler-Wahl nominiert war, hatte sich im vergangenen Jahr im polnischen Rzeszow zum Langbahn-Weltmeister gekürt. Nach seinem Sieg beim Grand Prix in Morizes/Frankreich reichte ihm in Polen ein 2. Platz zur Sensation, zum Eintrag in die Bahnsport-Geschichtsbücher.

Lukas Fienhage ist der zweite Bahnsportler, der es in der nunmehr 27-jährigen Historie der OV-Sportler-Wahl in die Top 3 geschafft hat. 1995 hatte Walter Scherwitzki aus Damme den 2. Platz belegt. Scherwitzki, der damals bei der Langbahn-WM in Scheeßel sensationell Bronze hinter den Briten Kelvin Tatum und Simon Wigg geholt hatte, ist übrigens der Onkel von Lukas Fienhages Vater Uwe.

Speedway-Saison in Polen startet im April

Für 2021 hat Lukas Fienhage einiges vor. Er setzt voll auf die Profi-Karte. "Einen Plan B gibt's für dieses Jahr nicht", sagt er entschlossen. Im Bereich Speedway hat er einen Vertrag beim polnischen Erstligisten Wybrzeze Danzig unterschrieben. Die ersten Trainingsrennen gibt's Mitte März, die Saison startet dann Anfang April. Fienhage, der mit 4  Speedway- und 2 Langbahn-Maschinen in die neue Saison geht, hofft zudem, auch noch in der schwedischen Speedway-Liga fahren zu können. "Wegen Corona sind die Umstände aber gerade etwas schwierig", sagt er. Immerhin: "In Polen wird die Saison definitiv durchgezogen."

Parallel zu den Speedway-Aktivitäten strebt Fienhage auch die Verteidigung des WM-Titels auf der Langbahn an. 5 Grand-Prix-Rennen sind geplant, los geht's am 13. Mai in Herxheim. Die weiteren Stationen im WM-Kalender sind Mühldorf, Marmande, Rzeszow und Morizes.

Platz 2 bei der OV-Sportler-Wahl 2020 geht an Simon Engelmann. Der Torjäger aus Visbek, 2018 Dritter sowie 2019 Sieger beim Voting der OV-Sportredakteure, hatte den SV Rödinghausen in der letzten Saison mit 26 Toren in 26 Spielen zum Meistertitel in der Fußball-Regionalliga West geschossen. Nach seinem Wechsel im Sommer zu RW Essen produzierte der 31-Jährige weiter Tore am Fließband (bis zur Winterpause 18 Treffer in 20 Spielen).

Auf dem dritten Siegerpodest steht der Fußballer Luc Ihorst

Auf Rang 3 landete ein weiterer Fußballer: Luc Ihorst. Der 20 Jahre alte Stürmer aus Dümmerlohausen absolvierte bis zum Jahreswechsel 12 Zweitliga-Spiele und 2 DFB-Pokal-Partien für den VfL Osnabrück (siebenmal Startelf, ein Tor). Vor seinem Wechsel nach Osnabrück war der OV-Sportler des Jahres 2017 Stammspieler bei Werder Bremen II in der Regionalliga Nord.

4. wurde das große Handball-Talent Theo Teuteberg aus Lohne. Der 16-Jährige, der zuletzt für die B-Jugend des TV Bissendorf-Holte spielte und nun in den Nachwuchs des Bundesligisten GWD Minden wechselt, schaffte als erster Spieler aus dem Kreis Vechta den Sprung in den U-16-Kader des Deutschen Handballbundes (DHB).

Last, but not least ging der fünfte Platz an Leichtathlet Viktor Kuk. Der 31-jährige Top-Läufer aus Damme hatte 2020 seine Titelsammlung auf niedersächsischer und norddeutscher Ebene erneut erweitert. Kuk ist ein Musterbeispiel für Konstanz – er gehörte bereits zum 10. Mal dem Kreis der Nominierten an.

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