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Leon Neldner muss SV Bevern verlassen

Der Fußball-Landesligist traf die Entscheidung kurz vor dem letztem Hinrundenspiel. Klubchef Hansi Dreckmann äußerte sich zu den Gründen.  Am kommenden Sonntag kommt der VfL Wildeshausen.

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Muss gehen: Der 26 Jahre alte Leon Neldner (links) war Anfang 2020 vom VfL Oldenburg zum SV Bevern gewechselt. Foto: Wulfers

Muss gehen: Der 26 Jahre alte Leon Neldner (links) war Anfang 2020 vom VfL Oldenburg zum SV Bevern gewechselt. Foto: Wulfers

Einige Tage vor dem Hinrundenfinale am Sonntag gegen den VfL Wildeshausen hat Fußball-Landesligist SV Bevern eine interessante Personalentscheidung getroffen: Mittelfeldspieler Leon Neldner muss den Verein aus disziplinarischen Gründen verlassen. Das bestätigte Klubchef Hansi Dreckmann auf Nachfrage von OM-Online. „Wir wollen Ruhe haben“, begründete er den Beschluss des Vorstands. Mitte August hatten sich Neldner (26) und Co-Trainer Peter Hölzen während des Bezirkspokal-Spiels bei BW Lüsche (3:2) ein heftiges Wortgefecht geliefert. Das war wohl der Anfang vom Ende. Denn: Auch danach gerieten beide nach Informationen von OM-Online noch das ein oder andere Mal aneinander. Nun hatte der SVB offenbar genug.

Schon in der Partie gegen Wildeshausen – Anstoß ist um 14 Uhr – wird Leon Neldner, der derzeit auch an einer Schambeinentzündung laboriert, somit nicht mehr zum Kader gehören. Während sich Beverns Coach Olaf Blancke zum Fall Neldner nicht äußern wollte, zog er vor dem letzten Hinrundenspiel ein insgesamt positives Fazit des ersten Saisonteils. „Ich denke zwar, dass wir drei bis sechs Punkte mehr auf dem Konto haben könnten, im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden – vor allem, wenn wir den zweiten Platz verteidigen.“

Blancke betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Duells gegen den VfL Wildeshausen. „Rechnerisch haben wir die Meisterrunde noch immer nicht erreicht. Einen Punkt benötigen wir noch, obwohl es natürlich sehr gut aussieht.“ Sollte der SVB am Sonntag gewinnen und sich die Gäste für die Oberliga-Aufstiegsrunde qualifizieren, würde das Team drei Punkte mehr mit ins neue Jahr nehmen.

"Drei unserer Spieler sind nicht geimpft"Olaf Blancke, SVB-Trainer

Dass es noch um etwas geht, ließ Olaf Blancke seine Mannschaft im Training spüren. „Wir haben das Tempo nochmal angezogen und sehr konzentriert gearbeitet.“ Während Rami Kanjo verletzt fehlen wird, kehren die zuletzt angeschlagenen Albi Dosti und Jannis Wichmann aller Voraussicht nach ins Aufgebot zurück.

Weil im Kreis Cloppenburg aktuell die Corona-Warnstufe 1 gilt, müssen alle im Team entweder geimpft, genesen oder getestet sein, wenn sie an den Übungseinheiten teilnehmen wollen. „Drei unserer Spieler sind nicht geimpft, sie werden vor jedem Training getestet“, sagt Blancke.

Die brisante Pandemielage ist der Hauptgrund, warum der Coach seine Mannschaft direkt nach der Begegnung gegen Wildeshausen in die Winterpause schickt. „Mitte Januar geht's weiter“, sagt er. Ohne Leon Neldner, aber ziemlich sicher in der Meisterrunde.

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