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Landesliga-Heimspiele: Dinklage geht spät k.o., Steinfeld hadert

Der TVD startet schlecht, spielt eine gute zweite Halbzeit und verliert am Ende trotzdem gegen den SV Wilhelmshaven. Die Falken holen indes einen Punkt gegen Bad Rothenfelde.

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Viel Alarm im Strafraum – aber kein Tor: Eine Dinklager Angriffsszene aus der zweiten Halbzeit im Spiel gegen den SV Wilhelmshaven. Foto: Schikora

Viel Alarm im Strafraum – aber kein Tor: Eine Dinklager Angriffsszene aus der zweiten Halbzeit im Spiel gegen den SV Wilhelmshaven. Foto: Schikora

TV Dinklage - SV Wilhelmshaven 1:2 - Ein Landesliga-Spiel auf dem Schützenplatz – das ging bei den Fußballern des TV Dinklage bislang für gewöhnlich mit einem Abendeinsatz einher. Ein solcher wäre den Dinklagern angesichts der Temperaturen wohl auch am Sonntag genehm gewesen, doch sie mussten in der prallen Nachmittagssonne auf dem Trainingsplatz antreten. Ein Fußballcamp im Jahnstadion hatte dazu geführt, dass der ohnehin häufig ramponierte Hauptplatz weiter in Mitleidenschaft gezogen wurde und nun sechs bis acht Wochen lang neu aufbereitet werden muss. So fand das erste TVD-Heimspiel der Saison 2022/23 gegen den SV Wilhelmshaven auf ungewohntem Terrain statt – und obendrein ging es auch noch mit 1:2 (0:1) verloren.

Insbesondere zu Beginn der Partie tat sich der TV Dinklage vor etwa 160 Zuschauern schwer – was allerdings nicht am (guten) Untergrund lag. Aufsteiger Wilhelmshaven war schlichtweg die bessere Mannschaft und verlagerte die Partie zunächst in die Dinklager Hälfte. Das Team von der Nordsee ging dementsprechend auch völlig verdient in Führung: Björn Schnieders, der als Linksverteidiger Dirk Averdam (nach Corona zunächst auf der Bank) ersetzte, fälschte eine Hereingabe von Kemaluddin Gruda so unglücklich ab, dass sie im eigenen Tor landete (15.). 

Offensiv traten die Hausherren, bei denen „Co“ Michael Bockhorst in Abwesenheit von Stefan Arlinghaus (Urlaub) coachte, zuerst kaum in Erscheinung – aber dann gab es eine kurze Drangphase, in der Lasse Barz gleich dreimal zum Abschluss kam (19./22./24.).

Dinklage hat Glück vor der Pause

In der Folgezeit passierte recht wenig, Wilhelmshaven konnte den Anfangsdruck nicht halten. Das lag auch daran, dass das vor allem im Zentrum mit dribbelstarken Einzelspielern besetzte Team nicht immer harmonierte – was in Anbetracht von zehn Neuzugängen wenig überraschte. Dem TVD gelang es nun, die Partie ausgeglichen zu gestalten, jedoch ohne sich mal länger in der Hälfte des Gegners festzusetzen. Hinten hatte Dinklage einmal noch Glück, als Dennis Wego völlig blank an Keeper Marcel Nuxoll scheiterte (43.).

Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gastgeber schließlich deutlich verbessert. Betreuer Michael Ostermann sagte rückblickend sogar: „Es ist mir unerklärlich, wie wir das Spiel nicht gewinnen können.“ Dinklage habe in der gesamten zweiten Halbzeit das Geschehen dominiert, während Wilhelmshaven offensiv mit einer Ausnahme nicht mehr in Erscheinung getreten sei.

Der zwischenzeitliche Dinklager Lohn war der Ausgleichstreffer von Wilke Weßling durch einen abgefälschten Distanzschuss (57.). Hinzu kamen im zweiten Abschnitt weitere Großchancen durch Weßling (49., Lattenschuss nach Averdam-Flanke), Markus Espelage (62., Torwart hält) und Bjarne Korte (83., freistehend über den Ball geschlagen). Das „Eierding“ (Ostermann) zum 1:2 sorgte dann erst recht für Dinklager Frustration: Die einzige Wilhelmshavener Chance im zweiten Durchgang nutzte der eingewechselte Can-Dennis Blümel in der Nachspielzeit nach einem Konter zum umjubelten Siegtreffer (90.+4). Dass Sascha Abraham zuvor noch für sein unablässiges Meckern mit der Gelb-Roten Karte bestraft worden war (90.+1), konnte den Wilhelmshavenern im Freudentaumel somit herzlich egal sein.

War regelmäßig gefordert: Die Steinfelder Mauer, hier von links Kevin Struschein, Johannes Kuhlmann, Hendrik Brundiers und Omar Ceesay gegen Bad Rothenfelde. Foto: SchikoraWar regelmäßig gefordert: Die Steinfelder Mauer, hier von links Kevin Struschein, Johannes Kuhlmann, Hendrik Brundiers und Omar Ceesay gegen Bad Rothenfelde. Foto: Schikora

Falke Steinfeld - Bad Rothenfelde 1:1 - Nach dem Schlusspfiff haderte Trainer Artur Zimmermann von Falke Steinfeld. Seine Landesliga-Mannschaft hatte gegen den SV Bad Rothenfelde lange geführt und schlussendlich nach einem Elfmeterpfiff, mit dem die Falken nicht einverstanden waren, doch nur 1:1 (1:0) gespielt. „Im Endeffekt ist dieser eine Punkt gerecht. Aber zu Hause musst du diese Spiele gewinnen“, ärgerte sich Zimmermann, der in der Startaufstellung mit einem neuen Fußballer überraschte.

In Omar Ceesay hat Falke Steinfeld in der vergangenen Woche einen neuen Mittelfeldspieler geholt. Der Offensivmann (zuletzt beim TSV Wetschen aktiv) kam im linken Mittelfeld zum Einsatz und durfte gleich 69 Minuten ran. Zimmermanns Urteil: „Defensiv war das gut, offensiv geht noch mehr.“

Steinfeld mit mehr Ballbesitz

Zum Spiel: Seine Mannschaft kam ein wenig besser in die Partie, die verhalten begann. Steinfeld hatte Ballbesitz, Bad Rothenfelde wartete ab. Erst nach der ersten Trinkpause – da waren bereits 25 Minuten gespielt – gab's die erste dicke Möglichkeit für die Hausherren. Kevin Schmietendorf scheiterte aber im Eins-gegen-eins an Gästetorhüter Tobias Zahl (30.). Die Szene sorgte bei den Bad Rothenfeldern offenbar für den „Hallo-wach-Effekt“. Denn danach traute sich der Gast auch nach vorne und wurde durch Philipp Witte per Kopf gefährlich (39.) – Steinfelds Torhüter Lars Goebel war hier zur Stelle.

Auf der Gegenseite erwies sich Julian Rudi vor 200 Zuschauern als treffsicherer: Nach einem Ballgewinn auf der linken Seite setzte sich der Falke-Spieler noch gegen einen Gegenspieler durch und traf per Sonntagsschuss aus rund 30 Metern in die linke Ecke zum 1:0-Pausenstand (45.+2).

Zimmermann ärgert sich über Elfmeterpfiff

Die zweite Halbzeit begann im Vergleich zur ersten dann genau umgekehrt. Jetzt hatte der SV Bad Rothenfelde mehr Ballbesitz. „Wir haben uns reindrücken lassen“, ärgerte sich Zimmermann. Die Gäste waren fortan dominanter und durch Flanken und Freistöße immer mal wieder gefährlich. Vor allem in der Schlussphase entwickelte sich ein echter Flanken-Marathon der Gäste – und eine blieb wohl an der Hand von Falkes Philipp Strel hängen. Schiedsrichter Hannes Hettwer zeigte auf den Punkt. „Da gibt's verschiedene Meinungen, am Ende können wir es nicht ändern“, meinte Zimmermann. Den Strafstoß verwandelte Nico Kötter trocken in die rechte Ecke zum 1:1-Ausgleich (83.).

Danach hätte Steinfeld sogar fast noch die erneute Führung erzielt, doch der eingewechselte Michael Michaelis traf nur die Latte (88.). „Es war eine Steigerung im Vergleich zur Vorwoche. Sowohl im Spielerischen als auch im Läuferischen“, sagte Zimmermann. Doch punktetechnisch brachte es ihm wenig. Genau wie im Duell beim Aufsteiger BW Hollage (0:0) gab es für Falke einen Zähler.

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