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Kreispokal-Finale: Höltinghausen und Bühren greifen nach dem "Pott"

Das Endspiel der beiden Rivalen aus der Gemeinde Emstek wird am Samstag um 16 Uhr angepfiffen. Rund um das Fußball-Duell gibt es jede Menge Gesprächsstoff.

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Leicht favorisiert: Der BV Bühren gewann in der Kreisliga-Saison beide Partien gegen den SVH. Foto: Wulfers

Leicht favorisiert: Der BV Bühren gewann in der Kreisliga-Saison beide Partien gegen den SVH. Foto: Wulfers

Es geht weder um die Champions-League-Trophäe noch um einen WM-Titel, aber der SV Höltinghausen und der BV Bühren sprechen von einem „Jahrhundertfinale“, wenn vom Kreispokal-Endspiel die Rede ist. Die Vereine haben dem Duell, das Schiedsrichter Luca Kalvelage (DJK Bunnen) am Samstagnachmittag um 16 Uhr auf der SVH-Anlage anpfeifen wird, aus einem anderen Grund jene „Überschrift“ verpasst: Beide Klubs feiern in wenigen Wochen ihr 100-jähriges Jubiläum. Zwar wurde der SVH 1920 gegründet und der BV Bühren 1921, aufgrund der Corona-Pandemie kann aber erst dieses Jahr – also 2022 – gebührend gefeiert werden – passend zum Finale.

Doch auch aus rein sportlichen Gründen ist es für die Kreisligisten ein kleines „Jahrhundertfinale“, für das im Vorfeld extra ein gemeinsamer Fanschal entworfen wurde. Schließlich treffen im wohl wichtigsten Fußball-Duell auf Kreisebene zwei Rivalen aus der Gemeinde Emstek aufeinander, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt ihr sportliches Zuhause haben. „Wir rechnen mit mindestens 800 Zuschauern“, sagt Daniel Schnieders, 3. Vorsitzender des SVH. Nun bleibt abzuwarten, ob in Höltinghausen oder Bühren die „Jahrhundertparty“ mit dem Kreispokal gefeiert wird.

Das Sportliche: Wirft man einen Blick auf die gerade zu Ende gegangene Kreisliga-Saison, geht Bühren als leichter Favorit in die Partie. Zum einen holte der Tabellenvierte mit 60 Punkten zehn Zähler mehr als der Siebte aus Höltinghausen, zum anderen entschied der BVB die beiden direkten Duelle souverän für sich: Beim SVH gab's im Sommer 2021 zum Auftakt einen 5:0-Auswärtssieg, daheim beim Rückrundenstart schließlich einen 3:1-Erfolg.

Heimvorteil: Der SV Höltinghausen beendete die Kreisliga-Spielzeit auf den 7. Tabellenplatz. Foto: WulfersHeimvorteil: Der SV Höltinghausen beendete die Kreisliga-Spielzeit auf den 7. Tabellenplatz. Foto: Wulfers

Der aktuelle Coach der Gastgeber – Felix Wilken – war in jenen beiden Begegnungen noch Assistent von Rainer Wiemann gewesen. Dieser hatte Höltinghausen Anfang des Jahres aufgrund von Unstimmigkeiten in Bezug auf die sportliche Zukunft verlassen. Wilken sieht Bühren zwar „etwas im Vorteil, weil sie eine sehr eingespielte Truppe haben“, wie er sagt, „so ein Finale ist meiner Meinung nach aber eigentlich immer ein 50:50-Spiel“.

Für den 33 Jahre alten Felix Wilken selbst wird das Kreispokal-Endspiel die letzte Partie als Chef-Coach des SVH sein – zumindest bis auf Weiteres. „Es wäre natürlich ein Traum, wenn ich mich mit dem Titel verabschieden könnte. Die Spieler und ich wissen, dass wir uns mit einem Sieg in den Vereinsbüchern verewigen können.“ Wohl wahr, schließlich wäre es der erste Triumph in dem Wettbewerb, der in der Serie 1978/79 seine Premiere feierte.

Der BV Bühren konnte sich den Cup immerhin schon einmal sichern: 1985. „Da war von uns natürlich noch keiner dabei“, sagt BVB-Coach Christian Smitz und schmunzelt. Dass das Endspiel für ganz Bühren eine „große Nummer“ ist, sei schon seit Ostern, als die Paarung feststand, deutlich zu spüren. „Die Jungs brennen und freuen sich riesig“, so Co-Trainer Andreas Eckhoff. Sein „Chef“ denkt allerdings nicht, dass sein Team favorisiert ist. „Man darf den Heimvorteil nicht vergessen.“ Und: „Der SVH hat technisch starke und flinke Spieler, die blitzschnell umschalten können“, sagt Christian Smitz.

Das „Drumherum“:

  • Während sich die beiden Mannschaften sicher ein umkämpftes Duell liefern werden, machen die Musikvereine aus Höltinghausen und Bühren am Samstag gemeinsame Sache: Wenn die Spieler aufs Feld laufen, werden sie und die Fans die Fußball-Hymne „You'll never walk alone“ hören. In den vergangenen Tagen hatten die Musiker aus beiden Orten noch einmal fleißig miteinander geübt.
  • Weil der BVB seine Anhänger dazu aufgerufen hat, mit dem Fahrrad nach Höltinghausen zu kommen – los geht's um 13.30 Uhr am Dorfplatz –, hat der SVH vorgesorgt. „Wir haben extra einen Parkplatz für die Räder angelegt“, sagt der 3. Vorsitzender, Daniel Schnieders.
  • Die Gastgeber öffnen um 14.45 Uhr sowohl eine Kasse am Haupteingang als auch eine hinter dem Tor an der Straße „Am Sportplatz“. Dort können die Zuschauer an einem Tippspiel teilnehmen. Die Frage: In welcher Minute fällt das erste Tor? Zu gewinnen gibt es ein Trikot des Bührener Profis Oliver Hüsing. „Er wird auch vor Ort sein“, verrät Schnieders.

Weg ins Finale:

  • SV Höltinghausen: 1. Runde – 3:1 beim TuS Emstekerfeld II, 2. Runde – 3:2 bei DJK Elsten, Achtelfinale – 6:2 beim SV Altenoythe II, Viertelfinale – 1:0 gegen SV Strücklingen, Halbfinale – 2:0 bei SF Sevelten.
  • BV Bühren: 1. Runde – 9:1 bei BW Ermke, 2. Runde – 4:1 beim FC Lastrup II, Achtelfinale – 5:3 gegen SV Harkebrügge, Viertelfinale – 4:0 beim FC Sedelsberg, Halbfinale – 5:3 beim SV Petersdorf.

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