Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Klares Votum bremst die Oberligisten aus

In der Fußball-Regionalliga-Nord plädieren die Klubs für einen Saisonabbruch ohne Abstieg - und gegen einen Aufstieg aus der 5. Liga. Das betrifft auch BW Lohne.

Artikel teilen:
Neuer Anlauf in der Oberliga-Saison 2021/22: Lohnes Trainer Henning Rießelmann (rechts) und sein „Co“ Jürgen Westendorf – hier im Spiel gegen den VfL Oldenburg. Foto: Schikora

Neuer Anlauf in der Oberliga-Saison 2021/22: Lohnes Trainer Henning Rießelmann (rechts) und sein „Co“ Jürgen Westendorf – hier im Spiel gegen den VfL Oldenburg. Foto: Schikora

Das Votum war eindeutig, die Richtung ist klar: Die Klubs der Fußball-Regionalliga Nord haben sich mit großer Mehrheit für den Abbruch der Saison 2020/21 ausgesprochen. Das ist das Ergebnis einer Videokonferenz des Spielausschusses des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) mit den 22 Vereinen aus den Staffeln Nord und Süd. Der Süd-Staffel gehören auch der BSV Rehden, der VfB Oldenburg, der SSV Jeddeloh sowie Atlas Delmenhorst an.

Der Verband machte nach der Sitzung keine konkreten Angaben zum Ergebnis der Abstimmung, der NFV sprach nur von „großer Mehrheit für einen Abbruch“. Die „Landeszeitung“ aus Lüneburg berichtet unterdessen von einem 18:4-Votum gegen eine Fortsetzung der seit Monaten unterbrochenen Saison. Das NFV-Präsidium muss nun entscheiden, der Spielausschuss erstellt eine Beschlussvorlage. In der kommenden Woche soll ein Schlussstrich gezogen werden. Die Regionalligisten sprachen sich zudem laut „Sportbuzzer“ mit 21:1 Stimmen dafür aus, dass es keine Absteiger geben soll. Der Spielausschuss unter dem Vorsitz von Jürgen Stebani hätte gerne zwei Absteiger pro Staffel gehabt.

Gegen diesen Plan wehrten sich vor allem die vier Kellerkinder HSC Hannover, Atlas Delmenhorst, Heider SV sowie Altona 93, das Team des gebürtigen Steinfelders Andreas Bergmann. In der Versammlung fanden sie reichlich Mitstreiter.

Oldenburg würde in die Relegation nachrücken

In Sachen Aufstieg zur 3. Liga soll der TSV Havelse als Tabellenführer der Süd-Staffel der Regionalliga Nord den Norddeutschen Verband in der Relegation vertreten. Gegner ist eine Mannschaft aus der Regionalliga Bayern (12. und 19. Juni). Sollte Havelse keine Lizenz bekommen, würde der VfB Oldenburg nachrücken. Weiche Flensburg, der souveräne Spitzenreiter in der Nord-Gruppe, hatte keine Lizenz für die 3. Liga beantragt.

Die 21 Regionalligisten sprachen sich in ihrer Videokonferenz zudem gegen Aufsteiger aus den vier Landesverbänden Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein, also aus den Oberligen, aus. Ein Klub enthielt sich.

BW Lohne unterzeichnet Brief zum Thema Aufstieg 

Das Votum dürfte nun für Diskussionen bei den ambitionierten Vereinen aus der 5. Liga sorgen. Bereits im Vorfeld der Regionalliga-Konferenz hatte sich eine Gruppe von niedersächsischen Oberligisten per Brief an NFV-Präsident Günter Distelrath gewandt. Tenor der Botschaft: Es soll einen Aufstieg in die Regionalliga geben. Initiiert hatte das Schreiben der 1. FC Germania Egestorf-Langreder, Zweiter in der Hannover/Braunschweig-Staffel. Als Unterzeichner wurden der SV Ramlingen-Ehlershausen, der SC Spelle-Venhaus, der Heeslinger SC, BW Lohne, Kickers Emden und der VfL Oldenburg aufgelistet.

Lohnes Coach Henning Rießelmann, der mit BWL mittelfristig in die Regionalliga Nord aufsteigen will, betonte am Freitag aber, dass man „nicht wirklich“ überzeugt gewesen sei vom Egestorfer Ansinnen. „Man sollte eine Pandemie nicht zu seinem Vorteil machen“, erklärte Rießelmann: „Dass es keinen Aufstieg von der Oberliga in die Regionalliga geben soll, kann ich absolut nachvollziehen. Ganz ehrlich: Wir haben nicht mal eine Hinrunde zu Ende gespielt. Und dann aufsteigen? Das passt für mich nicht zusammen.“

Als ungeschlagener Tabellenzweiter der Staffel Weser-Ems/Lüneburg gehörte Lohne in der kürzlich abgebrochenen Serie zu den Aufstiegskandidaten und beantragte unlängst auch eine Regionalliga-Lizenz. „Wir hatten acht tolle Spiele, die sind für die Katz', aber so ist es halt. Ich bin weit davon entfernt, mich zu beklagen. Wir akzeptieren es. Irgendwann geht's wieder los, und dann versuchen wir, erneut anzugreifen.“

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Klares Votum bremst die Oberligisten aus - OM online