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Kevin Smit: Der Routinier und seine Rasselbande von Rasta II

Basketballer Kevin Smit hat Rasta II zur Hauptrundenmeisterschaft geführt. Am Freitag starten die Playoffs.

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Überragende Hauptrunde: Rastas Kevin Smit (rechts). Am Freitag starten die Playoffs. Foto: Schikora

Überragende Hauptrunde: Rastas Kevin Smit (rechts). Am Freitag starten die Playoffs. Foto: Schikora

Rasta Vechta und die Playoffs – für die Profis in der 2. Basketball-Bundesliga ProA ist die Verlängerung der Saison ein Fall für höhere Mathematik. Das in der 1. Regionalliga Nord beheimatete Farmteam des Zweitligisten ist da deutlich weiter. Für Rasta II beginnt am Freitagabend die Playoff-Reise mit dem ersten Halbfinalspiel in einer Best-of-3-Serie. Und das Ziel an der Pariser Straße lautet: Meisterschaft, Aufstieg in die ProB.

„Vor der Saison haben wir uns schon gedacht: Wenn's gut läuft, können wir vielleicht in die Playoffs kommen. Aber dass es dann so gut läuft, damit hat niemand gerechnet“, sagt Rasta-II-Frontmann Kevin Smit vor dem ersten Playoff-Kräftemessen mit den TSV Neustadt Shooters am Freitag (20.00 Uhr, Rasta-Dome).

Routinier Smit, der im Sommer 2021 nach sechs ProA-Jahren bei den Gladiators Trier nach Vechta zurückgekehrt ist, gibt sich mit dem bislang Erreichten (1. Platz in der Hauptrunde, elf Siege in Serie, zu Hause 13 Siege in 13 Spielen) nicht zufrieden. „Ja, es sieht gut aus, aber es ist noch nichts geschafft“, sagt er.

Smit ist Anführer des Spitzenreiters

Smit, der 2014/15 für Rasta in der ProA spielte und am kommenden Mittwoch 31 Jahre alt wird, ist der Anführer des Spitzenreiters. Nicht nur mit Worten, auch mit Taten. Mit 22,3 Punkten pro Partie war er in der Hauptrunde der zweitbeste Scorer der Nord-Staffel hinter Bergedorfs Matej Jelovcic (24,3), mit 6,4 Assists pro Spiel war er der beste Passgeber. Und sein Auftritt in Rendsburg war mit 48 Punkten, 16 Rebounds, elf Assists und acht Steals einfach nur unglaublich. „Für mich persönlich lief es auch ganz gut“, sagt Smit ganz bescheiden.

Natürlich ist Smit für die 4. Liga überqualifiziert, was er aber nie so sagen würde („Jedes Spiel ist ein hartes Stück Arbeit“). Natürlich hat er noch den Biss und das Zeug für die ProA. Aber bei seiner Rückkehr in die Heimat – Smit ist gebürtiger Oldenburger – hatte die familiäre Situation „absolute Priorität“, wie er verrät.

Smits Vertrag läuft noch bis 2023

Seine Frau Sina ist Lehrerin an der Liebfrauenschule Oldenburg, das Paar lebt im Stadtteil Eversten. „Und das Regio-Angebot in Vechta mit allem Drum und Dran war das beste für meine Situation“, so Smit, der in dieser Saison auch fünfmal in Rastas ProA-Mannschaft zum Einsatz kam – es waren seine Spiele 223 bis 227 in der 2. Liga. Sein Vertrag bei Rasta läuft bis 2023.

Mit Kilian Brockhoff, Justin Onyejiaka (beide 17), Karl Bühner, Johann Grünloh (beide 16) und Michel Schillmöller (15) hatte er einige junge, talentierte Mitspieler, die bereits wichtige Rollen in der Rasta-II-Rotation haben. Sein Job als Anführer der Rasselbande gefällt Smit: „Es macht richtig viel Spaß. Und ich hoffe, dass ich den Jungs etwas mitgeben kann.“ Auch er habe damals als Youngster bei den EWE Baskets Oldenburg davon profitiert, dass sich Spieler wie Rickey Paulding oder Dru Joyce Zeit für die jungen Teamkollegen genommen hätten. Mit Michel Schillmöller absolviert Smit auch regelmäßig Einzeltraining. „Es ist schön zu sehen, dass sich die Jungs so entwickeln“, sagt der erfahrene Spielmacher.

Sonderlob für Marshawn Blackmon

Er schwärmt vom Teamgeist und Zusammenhalt: „Oft haben Leistungsträger aus verschiedenen Gründen gefehlt, aber wir haben jede Situation gemeistert.“ Die Gesamtbilanz (22 Siege in 26 Spielen) sei das Ergebnis harter Arbeit im Training. Und ein Lob für Marshawn Blackmon, den einzigen Ausländer im Team, hat Smit auch parat: „Ein Vorbild für alle, ein absoluter Glücksgriff.“

Nun also geht es gegen Neustadt mit dem Ex-Rastaner Blanchard Obiango und Smits langjährigem ProA-Widersacher Jannik Lodders (Bruder von Rastas ProA-Profi Robin Lodders). Eine knifflige Aufgabe, wie der Abschluss der Hauptrunde gezeigt hat (94:93 nach Verlängerung). Smit ist aber guter Dinge, dass Rasta II den Heimnimbus auch im 14. Match wahren kann. Spiel zwei der Serie steigt dann am Sonntag in Neustadt. Wäre das aktuelle Rasta-II-Team überhaupt ProB-tauglich? Smit sagt dazu: „Wir hätten einen guten Kern für die ProB. Ich denke, mit ein, zwei Verstärkungen könnten wir da mithalten.“ Aber erstmal stehen die Playoffs an.


Info: Die ProA-Dauerkarten-Inhaber haben am Freitagabend freien Eintritt im Dome – bei freier Platzwahl. Zudem gibt es einen Livestream bei „sportdeutschland.tv“.

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