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Kadrija freut sich auf Auslandsdebüt

Der Profi-Boxer aus Lindern trifft im tschechischen Ústí nad Labem am Freitag auf Ivo Zednicek. Es ist sein erster Auftritt im Ausland - und nach der Corona-Zwangspause

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Darf endlich wieder in den Ring: Erdogan Kadrija (rechts) absolvierte seinen bisher letzten Kampf vor rund sechs Monaten. Archivfoto: Langosch

Darf endlich wieder in den Ring: Erdogan Kadrija (rechts) absolvierte seinen bisher letzten Kampf vor rund sechs Monaten. Archivfoto: Langosch

Premiere bei der Rückkehr in den Ring: Nachdem der Profiboxer Erdogan Kadrija aus Lindern wie so viele Sportler eine monatelange Corona-Zwangspause einlegen musste, darf er am kommenden Freitag endlich wieder seine Qualitäten zeigen. Genauer gesagt in der tschechischen Stadt Ústí nad Labem, wo er den Lokalmatadoren Ivo Zednicek auf die Bretter schicken möchte. „Es ist mein erster Einsatz im Ausland, ich freue mich sehr darauf, das ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt „Big Edi“.

Seit rund fünf Wochen bereitet sich der 33-Jährige auf das Duell vor. „Ich trainiere zweimal täglich und fühle mich super.“ In Ústí nad Labem, das nahe der deutschen Grenze in Böhmen liegt, wird Kadrija diesmal nicht in seiner gewohnten Gewichtsklasse – dem Halbschwergewicht (bis 79,3 Kilogramm) – antreten. „Mein Manager Thomas Nissen hat mir einen Kampf im Cruisergewicht bis 91 kg besorgt. Das hat sich so ergeben und wird wohl ein einmaliges Ereignis bleiben“, sagt Erdogan Kadrija. Insofern muss er diesmal nicht einige Kilo abspecken, um auf das geforderte Gewicht zu kommen. „Ich kann essen, was ich will, das ist ein tolles Gefühl.“

Seinen Gegner Zednicek hat Kadrija auf diversen Videos bereits ausgiebig analysiert. „Der Bursche ist sehr stark. Er versucht immer viel Druck zu machen und boxt insgesamt sehr unorthodox. Das wird eine schwere Aufgabe“, so „Big Edi“. Dennoch ist er zuversichtlich, dass er gegen den Tschechen, der auch im Kick- und Thaiboxen zu Hause ist, im 17. Profikampf den 15. Sieg einfahren kann, um sich in den verschiedenen Ranglisten weiter zu verbessern.

Erdogan Kadrija. Foto: LangoschErdogan Kadrija. Foto: Langosch

Am Donnerstag wird sich Erdogan Kadrija ins Auto setzen, um die mehr als 600 Kilometer nach Tschechien zurückzulegen. Um die Müdigkeit aus den Beinen zu bekommen, wird er freitags ausschlafen, damit er am Abend topfit ist. Was genau ihn bei der Boxveranstaltung erwartet – auch im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie –, weiß er nicht. „Man hört nur, dass die Tschechen lockerer damit umgehen, als wir hier in Deutschland.“

Kadrija selbst ließ sich in der vergangenen Woche im Löninger Krankenhaus freiwillig auf das Virus, das Covid-19 auslöst, testen. „Das Ergebnis meines Corona-Tests war zum Glück negativ“, sagt er. So steht seinem Vorhaben, mit einem Sieg über Ivo Zednicek weiteres Selbstvertrauen für seinen Auftritt in der legendären Großen Freiheit auf dem Hamburger Kiez, wo er am 4. Oktober beim „Boxen im Norden“ in den Ring steigen wird, nichts im Wege. „Auf dieses Erlebnis freue ich mich schon sehr, aber jetzt will ich erst einmal mein Können im Ausland zeigen“, so Erdogan Kadrija.

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