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Jörg Peuker nicht mehr Trainer bei Frisia  Goldenstedt

Der Tabellenvorletzte der Fußball-Bezirksliga reagiert auf die sportliche Misere. Die Interimslösung bis zur Winterpause ist ein alter Bekannter.

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Nicht mehr Trainer in Goldenstedt: Jörg Peuker (rechts), hier in der Sommervorbereitung in Varenesch. Foto: Schikora

Nicht mehr Trainer in Goldenstedt: Jörg Peuker (rechts), hier in der Sommervorbereitung in Varenesch. Foto: Schikora

Erster Trainerwechsel in der laufenden Saison der Fußball-Bezirksliga: Jörg Peuker ist nicht mehr Coach von Frisia Goldenstedt. Der Tabellenvorletzte hat auf die sportliche Misere reagiert und den 48 Jahre alten Trainer von seinen Aufgaben entbunden. Jan Egbers, einst Spieler in Goldenstedt und von 2017 bis 2019 auch Coach der Frisia, springt als Interimstrainer für die letzten vier Spiele bis zur Winterpause ein und verschafft dem Verein die Zeit, in Ruhe einen Trainer für den Re-Start im Frühjahr zu suchen.

Goldenstedt hat nur zwei seiner 14 Liga-Spiele gewonnen und den ersten Abstiegsplatz inne. Bernd Feldhaus, Fußball-Abteilungsleiter beim TuS Frisia, führte „ausschließlich sportliche Gründe“ für die Entscheidung an. Die jüngste 0:4-Pleite beim FC Lastrup brachte das Fass zum Überlaufen. „Das war der Tiefpunkt der Entwicklung“, räumte Feldhaus ein. Der Verein habe große Zweifel gehabt, in der bisherigen Konstellation noch die Kurve zu kriegen. Feldhaus betonte am Mittwoch ausdrücklich, dass die Trennung sauber, am Ende sogar „im beiderseitigen Einvernehmen“ erfolgt sei.

„Ich habe es versäumt, rigoroser durchzugreifen.“Jörg Peuker nach seiner Entlassung als Trainer von Frisia Goldenstedt.

Peuker, der im Sommer 2021 die Nachfolge von Björn Lipfert angetreten und die Frisia im ersten Jahr auf Platz sechs geführt hatte, bestätigte das. „Ganz ehrlich, ich hatte nach dem 0:4 in Lastrup auch große Zweifel, ob das alles noch Sinn macht“, sagte Peuker. Er sprach von einem „schleichenden Prozess“. Der 3:2-Sieg am 30. Oktober im Kellerduell gegen SW Osterfeine habe zwar die Hoffnungen auf eine Wende zum Guten geschürt, so Peuker und Feldhaus unisono, ein paar Tage später gab's allerdings mit dem 0:2 in Langförden einen neuen Dämpfer.

Peuker haderte abermals mit der „beschissenen Vorbereitung im Sommer“. Das Kind sei schon früh in den Brunnen gefallen. Er habe danach „alles probiert“ und sei „auf alle Wünsche eingegangen“. Selbstkritisch gab der ehemalige Torwart zu: „Ich habe es versäumt, rigoroser durchzugreifen.“ Bei seinen vorherigen Stationen in Visbek, Wildeshausen und Harpstedt habe er das getan.

Für die Frisia, die seit 2013 in der Bezirksliga spielt, hätte der zweite Abstieg in die Kreisliga nach 2004 fatale Folgen. Denn dann müsste die zweite Frisia-Mannschaft, die als Aufsteiger eine tolle Saison in der Kreisliga spielt (aktuell 7.), wieder runter in die 1. Kreisklasse.

Jan Egbers, 40 Jahre alt, Vater von drei kleinen Kindern und Inhaber einer Physiotherapie-Praxis in Goldenstedt, soll nun den Grundstein für die Wende zum Guten legen. Der frühere Spielmacher sagte am Dienstagnachmittag zu und leitete bereits am Abend sein erstes Training. Der Großteil des Teams ist ihm bestens bekannt, seit 2019 habe er aber kein Frisia-I-Spiel mehr gesehen. Sein Comeback auf Zeit („Nur bis zur Winterpause“) beginnt am Sonntag um 14.00 Uhr mit dem Kellerduell gegen Schlusslicht BW Lüsche. Bis zur Winterpause folgen dann noch die Partien bei BW Lohne II, bei GW Brockdorf und gegen Altenoythe. „Wir brauchen dringend noch ein paar Punkte“, sagte er: „Ich erwarte, dass sich dafür alle den Hintern aufreißen.“

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