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„Hottea“ Kamphaus: Ein Urgestein des Lohner Weihnachtssingens

Beim 37. Weihnachtssingen für „Sportler gegen Hunger“ am Dienstag wird der Chordirigent mit seinen Mitstreitern die Lohner wieder in festliche Stimmung versetzen. Die Anfänge waren noch bescheiden.

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Zur Not geht's auch im Regen: Chordirigent Horst „Hottea“ Kamphaus vor der Bühne beim Lohner Weihnachtssingen. Foto: F. Wenzel

Zur Not geht's auch im Regen: Chordirigent Horst „Hottea“ Kamphaus vor der Bühne beim Lohner Weihnachtssingen. Foto: F. Wenzel

Wenn sich Horst „Hottea“ Kamphaus am Dienstag auf den Weg in Richtung Lohner Innenstadt macht, darf er eine Sache nicht vergessen: die einlaminierten Liederzettel. Sie sind die Basis für das Weihnachtssingen, das am Dienstag (18.00 Uhr) die Lohnerinnen und Lohner und natürlich auch Menschen von außerhalb in eine besinnliche Feststimmung versetzen soll. „Hottea“ Kamphaus wird wie immer als Chordirigent fungieren. Und er blickt vor der 37. Ausgabe, deren Erlös wie immer der OM-Medien/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ zugutekommt, zurück auf die Entwicklung des Events.

„Am Anfang waren wir mehr Sänger als Zuschauer“, erinnert sich Kamphaus. „Da, wo das Heinz jetzt steht, gab’s früher eine Apotheke mit einem Dachüberstand. Da haben wir uns mit sechs, sieben, acht Leuten hingestellt und einfach gesungen.“ Es waren die ganz traditionellen Weihnachtsklassiker: Leise rieselt der Schnee, O du fröhliche – Lieder, die bis heute noch auf dem eingangs erwähnten laminierten Zettel stehen.

Die ersten Spendengeber waren zufällig vorbeiflanierende Passanten. Kamphaus lacht: „Die haben wir förmlich angebettelt. Damals war ja auch noch ein bisschen mehr los in der Innenstadt.“

Das Wichtigste: „Es hat allen total viel Spaß gemacht“, so Kamphaus. Und nach der Geburtsstunde war klar: Das Weihnachtssingen wird keine Eintagsfliege bleiben. Viele Cliquen trieben die Entwicklung voran, zuvorderst die Basketballer von BW Lohne, die immer noch Ausrichter des Events sind.

Es wird musikalisch: Das Lohner Weihnnachtssingen ist mittlerweile ein Fixpunkt im SgH-Kalender. Foto: SchikoraEs wird musikalisch: Das Lohner Weihnnachtssingen ist mittlerweile ein Fixpunkt im SgH-Kalender. Foto: Schikora

Auf die Experimente folgten die gestandenen Routinen

In der Anfangszeit wurde viel experimentiert. Peter Uhlig und Joe Groß boten etwa Live-Musik. Mithilfe von auf Disketten gespeicherten Songs, die dann auf das Keyboard geladen wurden, lieferte das Weihnachtssingen zunächst einen etwas rockigeren Sound.

„Nach fünf Jahren hatten wir dann schon so 300 Zuschauer“, sagt Kamphaus. Für den Sprung von dieser Stufe bis hin zu dem Event, das es heute ist, macht der Chordirigent drei Faktoren verantwortlich. „Es ist ein Zusammenspiel der Sänger, Bläser und Technik.“ Der Bläserkreis unter der Leitung von Fritz Winkler ist ein Fixstern im Weihnachtssingen-Kosmos. Und mit dem Einstieg der Firma Road Sound, die sich um die gesamte Technik und Akustik kümmerte, habe die Veranstaltung noch mal einen Push bekommen, so Kamphaus. Mittlerweile ist Sven Schüler mit seinem Team für die Technik zuständig.

Dirigent in Aktion: Horst Hottea“ Kamphaus beim Weihnachtssingen im vergangenen Jahr. Foto: SchikoraDirigent in Aktion: Horst „Hottea“ Kamphaus beim Weihnachtssingen im vergangenen Jahr. Foto: Schikora

Zurück zum Liederzettel: 14 Titel umfasst dieser. Und das seit mindestens 15 Jahren in der gleichen Form, so Kamphaus. „Das einzige, was in dem Dokument geändert wird, ist die Jahreszahl.“ Es ist eine gute Mischung aus getragenen Weihnachtshymnen und etwas rockigeren Hits. Dazu kommen die Instrumental-Stücke, die vom Bläserkreis vorgetragen werden. Und aus diesem Pool kommt auch ein persönlicher Favorit von Kamp-haus: „Es gibt ein Lied, das heißt ’Maria und Kind’. Das hat ein vor ein paar Jahren leider schon verstorbenes Mitglied des Bläserkreises geschrieben. Ein schönes Weihnachtslied.“

Die Abläufe sind gefestigt: Proben müssen die Sänger nicht. „Wir verfolgen ja auch keinen künstlerischen Anspruch“, sagt Kamphaus mit einem Augenzwinkern. Es gilt: Die Sänger, die sicherer sind, stehen näher an den Mikrofonen. Das passende Arrangement wird „Hottea“ Kamphaus schon hinkriegen. Und auch die Liederzettel werden da sein.

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