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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Thomas Hannöver

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Im Meistertrikot: Thomas Hannöver. Foto: Hannöver

Im Meistertrikot: Thomas Hannöver. Foto: Hannöver

Thomas Hannöver ist der erfolgreichste noch aktive Radsportler im Kreis Vechta. Der 45-Jährige von der RSG Lohne-Vechta war in seiner Spezialdisziplin Cross in der Klasse Masters 2 (Ü40) zweimal Deutscher Meister und einmal Europameister. Thomas Hannöver lebt mit seiner Frau Andrea und den Kindern Jana (10) und Frederik (7) in Lohne. Der Diplom-Ingenieur arbeitet bei der Firma Pöppelmann, wo er einen Teilbereich der Qualitätssicherung leitet.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Gemeinsame RSG-Ausfahrten mit dem Rad, vor allem zu Beginn der Krise. Aber auch das Treffen mit Freunden in größerer geselliger Runde.

Und was vermissen Sie gar nicht? Es ist alles ein wenig ruhiger geworden. Wo sonst der Kalender voll mit Terminen war, ist jetzt Zeit für andere Dinge. Man ist wesentlich entspannter.

Was mussten Sie bislang absagen? Den Osterurlaub in Giethoorn – dem Venedig der Niederlande – und den Sommerurlaub an der Ostsee. Leider auch unser Crossrennen am Lohner Aussichtsturm. So ist es nach meinem schweren Sturz beim Vechtaer Rennen und anschließender Zwangspause nicht nur für mich ein schlechtes Jahr, sondern für alle Sportler.

Ihr Lesetipp für die Krise? „Eine Frage der Leidenschaft“ über den Triathleten Jan Frodeno. Er beschreibt dort seine Karriere mit allen Höhen und Tiefen. Ein Muss für jeden Sportler.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Während eines normalen Trainings sind es die Charts aus dem Radio, bei hartem Intervalltraining muss es schon was schnelleres sein.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Ich schaue eigentlich sehr wenig fern. Aber wenn ich mal Zeit habe, geht ein James-Bond-Film immer. Ob alt oder neu, ist dabei egal.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Cyclocrossrennen schaue ich immer sehr gerne. Im Livestream am liebsten, aber viele Rennen habe ich auch schon viele, viele Male geschaut, während des Trainings auf dem Rollentrainer. Bei jedem Mal findet man neue Tricks, die man sich bei den Profis abschauen kann, selbst nach 37 Jahren Radsport wie bei mir.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Langeweile? Da muss ich lange zurück überlegen. Familie und Arbeit halten einen gut auf Trab, da entsteht keine Langeweile. Die Zeit, die durch die Krise mehr vorhanden war, habe ich dann auf dem Rad verbracht.

Welche Lebensmittel würden Ihnen fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Nudeln, Nudeln und Obst.

14 Tage Quarantäne – wo würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen? In Italien am Lago Maggiore könnte ich es mir schon gut vorstellen. Vormittags schön Radfahren und nachmittags mit der Familie am See.

Und welche drei Prominenten würden Sie mitnehmen? Hm, gute Frage. Zur Unterhaltung Atze Schröder – immer einen lockeren Spruch in jeder Situation. Steffen Hensslerl als Koch – Radfahrer haben immer Hunger. Und Radprofi Mathieu van der Poel. Für mich wahrscheinlich das härteste, aber effektivste Trainingslager, das ich je gemacht habe, für ihn wie Urlaub.

Ihre Lehre aus Corona? Überall ging es nur um höher, schneller, weiter. Ob im Sport, in der Wirtschaft, überall. Wie schnell das plötzlich nebensächlich wird, haben wir an Corona alle miterlebt. Ich glaube aber, dass wir in Deutschland und auch hier im Landkreis Vechta das Beste aus der Krise gemacht haben und machen werden.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Zum einen hatte man Zeit zum, wie man so schön sagt, Entschleunigen. Und zum anderen entstehen so neue Herausforderungen, die sich sonst so nie ergeben hätten, wenn alles so weitergelaufen wäre wie bisher.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder problemlos möglich ist? Wäre schön, wenn der Osterurlaub aus 2020 im nächsten Jahr stattfinden würde.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Im Familien- und Freundeskreis sind einige große Feiern bzw. Hochzeiten ausgefallen. Es wäre schön, wenn man sie nachholen würde. Es ist einfach schön, mit vielen Freunden und Bekannten einen netten Abend zu verbringen, vor allem nach so langer Zeit mal wieder.

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