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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Wolfgang Knabe

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60 Jahre und topfit: Wolfgang Knabe. Foto: DLV / Freund

60 Jahre und topfit: Wolfgang Knabe. Foto: DLV / Freund

Wolfgang Knabe war 1988 Deutscher Meister im Dreisprung und ist immer noch aktiv. Heute ist der 60-Jährige Vorsitzender des OSC Damme. Wolfgang Knabe ist Geschäftsführer und Inhaber eines Geschäfts für Sport, Hausgeräte und Gartenmöbel/ Markisen. Der Vater zweier erwachsener Söhne (32 und 27 Jahre) und Großvater eines kleinen Jungen (neun Monate) lebt mit seiner Frau in Damme.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Den Kontakt zur Familie, insbesondere in der ersten Zeit zu meinem Enkel, und natürlich den Kontakt zu meinen Freunden.

Was mussten Sie bislang absagen? Leider einen lang ersehnten Wochenendtrip mit der gesamten Familie – mit dem Schiff von Kiel nach Oslo und Kopenhagen. Und die Reise nach Toronto zur Senioren-WM. Viele Veranstaltungen, die den OSC Damme angehen.

Ihr Lesetipp für die Krise? Nach wie vor bleibt es bei der OV am Morgen.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Querbeet. Im Allgemeinen NDR2. Dann schon mal Phil Collins und die 80er.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Dokumentarfilme, vor allem Firmen- und Naturdokus. Immer sehr interessant.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Da gäbe es schon einige in vielen Sportarten. Allen voran aus der Leichtathletik: z.B. EM Berlin 2018. Der Samstagabend im Stadion. Absolute Weltklassestimmung mit deutschen Medaillen. Live erlebte Weltrekorde zur eigenen aktiven Zeit, z.B. 1988 im Züricher Letzigrund: Butch Reynolds läuft 400-m-Weltrekord in 43,29 sec. Oder 1980 in Koblenz: Steve Ovett läuft Weltrekord über 1500 m in 3:31,34 min – unbeschreibliche Stimmung und Emotionen im Stadion. Und natürlich die Live-Übertragung von Olympia 1988 in Seoul mit Gerd Rubenbauer und Dieter Adler, die während des Dreisprung-Wettkampfes ein Statement für die nicht mitgenommenen deutschen Dreispringer Wolfgang Knabe und Wolfgang Zinser abgaben und ihr Unverständnis an den Deutschen Leichtathletik-Verband richteten.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Ganz ehrlich: Schon lange nicht mehr gehabt.

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn sie nicht mehr im Laden verfügbar wären? Da ich fast alles esse, hätte ich kein Problem mit fehlenden Lebensmitteln. Vielleicht wenn der abendliche Joghurt nicht da wäre.

Ihre Lehre aus Corona? Sei gut vorbereitet – privat, beruflich und sportlich – auf eine hoffentlich nicht wiederkehrende Pandemie.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Die Pandemie hat es mit sich gebracht, dass die Bevölkerung etwas geduldiger geworden ist und momentan sehr diszipliniert mit der Situation umgeht. Das finde ich sehr gut.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder möglich ist? Gerne würde ich wie letzten Herbst ein paar Tage nach Usedom fahren.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Auf Normalität. Ganz ungezwungen wieder auf die Menschen zugehen, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ohne Mundschutz leben, nicht auf Abstand zu achten. Den Mitmenschen wieder zwanglos die Hand schütteln zu können. Alle Lieben in den Arm nehmen zu können. Den Sportlern nach Erfolg auf die Schulter klopfen können.

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