GW Mühlen: Zwölf Youngster und ein bisschen Erfahrung
Die Oberliga-Handballerinnen von GW Mühlen starten am Samstag mit einem Heimspiel gegen die SG Friedrichsfehn in die Saison - und mit einer extrem jungen Mannschaft.
Andreas Hammer | 17.09.2021
Die Oberliga-Handballerinnen von GW Mühlen starten am Samstag mit einem Heimspiel gegen die SG Friedrichsfehn in die Saison - und mit einer extrem jungen Mannschaft.
Andreas Hammer | 17.09.2021

GW Mühlen 2021/22. Hinten von links: Trainerin Hiltrud Espelage, Isabelle Bolles, Emmi Bloemen, Anna-Maria Bünker, Amelie Simon, Inken Storck, Alina Schillmöller, Luzia Kühling, Kristina Albers, Charlotte Westermann und Trainer Andreas Espelage. Vorne von links: Paula Zerhusen, Louisa-Marie Schuh, Antonia Böckmann, Jana Wernke, Antonia Richter, Madeline Matos Ferreira und Anna Kruse. Es fehlen Andrea Fröhle, Pia Bohmann und Torwarttrainer Volker Biskup. Foto: Schikora
Es hat sich längst herumgesprochen: In der Handball-Jugendarbeit im Mädchenbereich gehört GW Mühlen zu den ersten Adressen im Oldenburger Münsterland. Und das sieht man jetzt auch dem Kader der Ersten an: Zwölf der 18 Spielerinnen im Aufgebot für die Oberliga-Saison 2021/22 sind in diesem Jahrtausend geboren. Vier von ihnen sogar erst im Jahr 2002. „Ich glaube, so eine junge Mannschaft hatten wir noch nie“, sagt Trainer Andreas Espelage, der sich das Amt wieder mit seiner Frau Hiltrud teilt. Mit dem Heimspiel gegen die SG Friedrichsfehn (mit den früheren Dinklagerinnen Ruth Kampers und Laura Lampe) starten die beiden am Samstag (19.30 Uhr) schon in ihre dritte Saison in Mühlen. „Gefühlt ist es maximal die zweite“, sagt Andreas Espelage. Schließlich wurden die letzten beiden Spielzeiten coronabedingt abgebrochen – die Saison 2020/21, nachdem Mühlen mit zwei Siegen gestartet war. Und das Thema Corona begleitet Mühlen weiter. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse auf der Tribüne sind beim ersten Heimspiel nur 50 Zuschauer erlaubt. Es gilt 3G und – da man in Mühlen eigentlich nur im Stehen etwas sehen kann – wohl auch die Maskenpflicht. Hinzu kommen bürokratische Auflagen. „So macht das alles keinen Spaß mehr“, findet Andreas Espelage: „Wir wollen doch alle nur Handball spielen.“ Und darauf freut man sich auch in Mühlen. Für das Ziel sicherer Klassenerhalt wäre der viertletzte Platz das Minimum. „Das wird nicht einfach, aber das Potenzial ist da“, glaubt Andreas Espelage. Ein Grund für seinen Optimismus ist die Breite im Kader. „Wir haben alle Positionen doppelt besetzt, teilweise dreifach“, sagt er. Und mit der Verpflichtung von Anna-Maria Bünker, die nach ihrem Studium in Göttingen nach Vechta zurückgekehrt ist, ist Espelage ein kleiner Coup gelungen. Er kennt die 29-Jährige aus gemeinsamen Dinklager Zeiten. „Sie ist hundertprozentig eine Verstärkung, eine richtig gute Rückraumspielerin und sie hat sich im Laufe der Jahre noch weiterentwickelt. Sie bringt das mit, was unserer Mannschaft fehlt: Erfahrung.“ Immerhin verfügt Mühlen mit Alina Schillmöller, Jana Wernke (geb. Themann), Kristina Albers, Isabell Bolles und Torfrau Andrea Fröhle noch über einige weitere erfahrene Kräfte. Die Vorbereitung war laut Andreas Espelage „in Ordnung“. „An der Deckung werden wir noch ein bisschen schrauben müssen. Im Angriff sind wir total variabel, da sind wir gut aufgestellt“, findet er. Und auch mental ist sein Team auf die Saison gut vorbereitet. Dafür sorgte unter anderem wieder ein Workshop mit Inga Eggert von der Uni Vechta. „Das hat letztes Jahr 'ne Menge bewirkt“, erinnert sich Andreas Espelage.Anna-Maria Bünker bringt das mit, was der Mannschaft fehlt: Erfahrung
GW Mühlen 2021/22
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