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Garrels Handballfrauen mit versöhnlichem Jahresausklang

Drittligist BVG schlägt den TSV Wattenbek nach einem Kraftakt mit 33:29. Nach 35 Spielminuten waren die Gastgeberinnen noch mit 14:20 im Hintertreffen gewesen.

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Lange in der Klemme gewesen: Mit einem Kraftakt holte sich Melanie Fragge, hier von Atsuko Takara (links) und Maj Sagebiel in die Zange genommen, mit dem BVG nach einem 14:20-Rückstand noch den Sieg gegen den TSV Wattenbek. Foto: Langosch

Lange in der Klemme gewesen: Mit einem Kraftakt holte sich Melanie Fragge, hier von Atsuko Takara (links) und Maj Sagebiel in die Zange genommen, mit dem BVG nach einem 14:20-Rückstand noch den Sieg gegen den TSV Wattenbek. Foto: Langosch

Die Derbypleite aus der Vorwoche mit dem 18:27 gegen die SFN Vechta haben die Handballerinnen des BV Garrel vergessen gemacht. Das letzte Spiel in 2021 gewannen sie mit 33:29 (12:16) gegen den TSV Wattenbek und feierten damit einen versöhnlichen Jahresausklang. Am nächsten Wochenende stehen nur noch zwei Nachholpartien in der Staffel A in der 3. Liga auf dem Programm, an denen der BVG nicht beteiligt ist.

In der ersten Begegnung der Rückrunde hätte nach 35 Spielminuten wohl kaum noch jemand in der Garreler Sporthalle einen Pfifferling auf die Gastgeberinnen gegeben. Zu diesem Zeitpunkt lagen sie mit 14:20 im Hintertreffen, Wattenbek - angeführt von der überragenden Rafaela Steffek - hatte sich diese klare Führung mit einer starken Leistung absolut verdient. Zwar hatten die Gäste in den Anfangsminuten Mühe, in die Partie hineinzufinden (0:3 nach vier Minuten), aber dann bekamen sie mehr und mehr Oberwasser.

Fotos: Langosch

Doch die Partie sollte kippen. Garrels Coch, Jonas Kettmann, nahm eine Auszeit und brachte in dieser sein Team offenbar auf Kurs. Mit drei Toren in Folge binnen drei Minuten halbierte der BVG den Rückstand, zudem hatte die kurze Deckung gegen Steffek Erfolg. Sophie Solomachin nahm die Wattenbekerin aus dem Spiel und damit kam der TSV aus dem Konzept.

Während die Gäste total den Faden verloren, zog Garrel groß auf. Nach 44 Minuten lag er wieder Führung (23:22) und bauten den Vorsprung über 26:23 (48.) bis auf 33:27 (58.) aus. Eine glatte Rote Karte gegen Wattenbeks Kreisläuferin, Mette Müller, tat ihr Übriges dazu. TSV-Coach Mannhard Bech war nicht nur des Platzverweises wegen auf die Schiedsrichter schlecht zu sprechen: „Die Auslegung der Schritteregel haben sie nicht mehr hinbekommen und es waren einige Entscheidungen dabei, die Gamechanger gewesen sind, also das Spiel nachhaltig verändert haben. Die Rote Karte war zu hart, sogar Garrels Coach hat ja gesagt, dass eine Zeitstrafe ausreichen würden. Aber dann haben die Schieris ihn richtiggehend gemaßregelt.“ Besagter BVG-Coach Kettmann fand: „Zwei Minuten gegen Mette Müller hätten völlig gereicht. Das habe ich den Unparteiischen auch gesagt.“

  • BV Garrel - TSV Wattenbek 33:29 (12:16)
  • BV Garrel: Julia Thoben-Göken, Larissa Gärdes, Clara Fette (ohne Einsatz) – Lisa Noack (11), Lisa-Marie Fragge (9/1), Sophie Solomachin (6), Melanie Fragge (5/1), Ann-Kathrin Frangen (1), Lara-Sophie Meyer (1), Johanne Fette, Isabel Gerken, Dina Reinhold, Robyn Rußler, Kim Schilling, Lotta Stolle, Kaya Schilling (o. E.).
  • Rote Karte: Mette Müller (45., Wattenbek, grobes Foulspiel).
  • Zuschauer: 150.
  • Nächstes BVG-Spiel: Am Sonntag (23. Januar 2022) von 15 Uhr an auswärts beim Buxtehuder SV II.

Gleichwohl hatten die Garrelerinnen in den letzten gut 20 Minuten das Zepter fest in der Hand und verdienten sie mit ihrem engagierten Vortrag im zweiten Durchgang die beiden Punkte. „Wattenbek war ein richtig starker Gegner. ich bin froh, dass wir das Spiel noch umgebogen haben. Mich freut besonders, dass es wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung gewesen ist, mit der wir den Sieg eingefahren haben“, freute sich Kettmann. Dass den Gästen die letzten beiden Treffer in der Partie gelangen und so ein wenig Ergebniskosmetik betrieben, störte im BVG-Lager niemanden mehr. „Der Sieg für Garrel ist schon verdient“, räumte TSV-Übungsleiter Bech ein. „Unsere erste Sieben war stark, aber auf der Bank hatte ich zu wenig. Da waren einige B-Jugendliche dabei. Der BVG hatte mehr gleichwertige Alternativen, daher geht der Erfolg in Ordnung.“

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