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Fußball-Landesliga: So haben sich die VEC-Teams am Sonntag geschlagen

Das war kein erfolgreiches Wochenende für die Landesligisten aus dem Landkreis Vechta. Während Dinklage und Steinfeld hohe Pleiten kassierten, holten Oythe und Mühlen immerhin einen Punkt.

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Frust pur: Die Dinklager ärgern sich über ein Gegentor – und Holthausens Tim Feldhaus (in Blau) ballt die Faust. Foto: Schikora

Frust pur: Die Dinklager ärgern sich über ein Gegentor – und Holthausens Tim Feldhaus (in Blau) ballt die Faust. Foto: Schikora

TV Dinklage - Holthausen/Biene 0:5 - Das Eintrittsgeld hat sich für die knapp 130 Zuschauer auf dem Schützenplatz wahrlich nicht gelohnt. Zumindest nicht für diejenigen, die dem Fußball-Landesligisten TV Dinklage die Daumen drücken. Denn am Sonntagnachmittag enttäuschte der TVD im Heimspiel gegen SV Holthausen/Biene auf ganzer Linie. Das Topteam machte mit den Dinklagern kurzen Prozess und schoss beim 5:0-Erfolg schon vor der Pause alle fünf Tore.

Dinklages Betreuer Michael Ostermann versuchte gar nicht erst, den Auftritt der Gastgeber schönzureden. „So darfst du dich in einem Heimspiel nicht verkaufen“, stellte er klar. Insbesondere im ersten Durchgang habe auch die Einstellung nicht gestimmt. Der TVD habe so überhaupt nicht in die Zweikämpfe gefunden und folglich keinen Zugriff bekommen. In der Pause wurde auf eine Fünferkette umgestellt, damit das Ergebnis nicht noch höher ausfällt. Entschieden war da schon alles.

Die starken Gäste, die für gewöhnlich jedes Jahr zum erweiterten Kreis der Titelanwärter gehören, knackten den TV Dinklage über Konter. So fiel auch der Führungstreffer durch Tim Feldhaus, der nach einem schnellen Angriff – in Folge eines Dinklager Ballverlustes bei einem Einwurf – in die kurze Ecke einschoss (5.). Den 0:2-Gegentreffer kassierte der TVD nach ähnlichem Muster, nur dass diesmal Steffen Schepers der Torschütze war (18.). Schepers war es auch, der einen weiteren flinken Angriff der Mannschaft von Trainer Wolfgang Schütte zum 0:3 abschloss (36.).

Biene bestraft Dinklage eiskalt

Der TV Dinklage hatte im ersten Durchgang nur zwei Halbchancen. Einmal fing Gästekeeper Nils Zumbeel eine Flanke von Thomas Wulfing noch ab (31.). Und dann sprang bei einer weiteren Chance über Lasse Barz (34.) nichts heraus.

Hinten nahm das Unheil seinen Lauf. „Biene hat uns eiskalt bestraft“, fasste es Michael Ostermann zusammen. In der 41. Minute dribbelte Schepers von der Eckfahne aus durch die TVD-Abwehr und wurde erst im Strafraum vom Dinklager „Sechser“ Steffen Buddelmeyer gelegt. Den fälligen Elfmeter verwandelte David Elfert zum 4:0 für Holthausen/Biene (41.). Vor der Halbzeitpause kam es dann sogar noch schlimmer: Nach einem Eckstoß köpfte Gästekapitän Fabian Thole ungestört zum fünften Treffer ein (44.).

Das einzige Positive am gebrauchten Dinklager Sonntagnachmittag: In der zweiten Hälfte fielen keine Tore mehr, somit hat die Umstellung auf eine Fünferkette für etwas Beruhigung gesorgt. Zur Wahrheit gehörte laut Ostermann aber auch, dass die Gäste nicht mehr ganz so konsequent spielten – und dass sie trotzdem noch zwei Tore hätten schießen können.

TVD ist Tabellenletzter 

Der TV Dinklage verzeichnete noch einen guten Angriff: Nach einem Konter über Thomas Wulfing brachte Johann Kühling den Ball aber nicht im Tor unter (76.). So verpasste es der TVD, die Niederlage zumindest etwas erträglicher zu gestalten. „Wir hatten auch in der zweiten Halbzeit keinen Zugriff“, resümierte Michael Ostermann.

Dinklage steht nach der Niederlage als einziges Team mit einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz. Am nächsten Sonntag steht um 16.00 Uhr das Gastspiel beim ebenfalls noch sieglosen VfR Voxtrup an.

Alles unter Kontrolle: Der Oyther Luka Luniku (links) schirmt den Ball vor dem Meller Jonne Fischer ab. Foto: SchikoraAlles unter Kontrolle: Der Oyther Luka Luniku (links) schirmt den Ball vor dem Meller Jonne Fischer ab. Foto: Schikora

VfL Oythe - SC Melle 0:0 - Als Schiedsrichter Per-Ole Wendlandt (VfL Stenum) nach dreiminütiger Nachspielzeit am Sonntagnachmittag ein letztes Mal in seine Pfeife blies und damit das torlose Geschehen an der Hasenweide offiziell beendete, ballte Daniel Roth energisch beide Fäuste. 0:0 gegen den SC Melle – kein Ergebnis, das Fußball-Herzen höher schlagen lässt, aber eines, das den Trainer des Landesligisten VfL Oythe mit Genugtuung erfüllte.

„Ich bin absolut zufrieden“, gab Roth nach dem Schlusspfiff dann auch zu Protokoll. „Ein Punkt gegen Melle, dazu kein Gegentor, das war richtig gut. Melle ist ein Spitzenteam und wir müssen gucken, dass wir alles mitnehmen, was wir kriegen können“, sagte Daniel Roth. Sein Team ist nach drei Spieltagen noch sieglos, nahm aber zum zweiten Mal in Folge zumindest einen Punkt mit.

220 Zuschauer an der Hasenweide

Die 220 Zuschauer an der Hasenweide sahen eine weitgehend ereignislose Partie. Besonders in der ersten Halbzeit passierte wenig. Der Favorit aus Melle machte in der ersten Viertelstunde Druck. Dann konnte sich Oythe etwas befreien, ohne aber zu nennenswerten Offensivaktionen zu kommen. Für das einzige Highlight der ersten Hälfte sorgte der Meller Yannic Kreutzkämper, der Oythes Torwart Kai Winkler aus 12 Metern zu einer Fußabwehr zwang (42.).

Kurz nach Wiederbeginn bescherte Janek Jacobs den Gastgebern dann mit einer Einzelaktion die einzige Szene des Spiels, die die Bezeichnung „Torchance“ verdiente. Er zog aus halblinker Position in die Mitte, sein 20-Meter-Schuss strich aber am Meller Tor vorbei (50.).

Auf der Gegenseite mussten die Oyther zwei brenzlige Situationen überstehen. Zunächst rettete Lukas Büssing nach einem Kopfball des Mellers Kevin Herbermann kurz vor der Linie (55.). Dann zog Rene Heitkamp aus 18 Metern ab. Doch seinen Schuss in die Tormitte lenkte Winkler über die Latte (64.).

Roth lobt defensive Ordnung seines Teams

Ansonsten hatte Oythes Abwehr alles im Griff. Das war auch ein Verdienst von Markus Lübberding, der die personell geschwächten Oyther am Sonntag als Kapitän aufs Feld führte und im Abwehrzentrum ein ganz starkes Spiel machte.

Trainer Roth lobte die defensive Ordnung seines Teams. Aus einigen Balleroberungen habe man allerdings zu wenig gemacht. „Die Umschaltmomente waren nicht so gut“, sagte er, stellte aber klar: „Der Punkt tut gut, gerade weil am Mittwoch gegen Bevern schon die nächste Herkulesaufgabe wartet.“

Melles Trainer Roland Twyrdy sagte: „Beide Teams waren nicht bereit, viel zu riskieren. Dann ist es logisch, dass es wenig Chancen gibt. Wir wollen grundsätzlich anders auftreten, aber es waren halt ein paar Leute nicht da.“ Sein Fazit: „Wir haben defensiv stabil gestanden. Unser Torwart hat ja keinen Ball halten müssen. Bei einigen Offensivaktionen waren wir technisch nicht sauber genug.“

Bedient: Falke-Coach Artur Zimmermann. Foto: SchikoraBedient: Falke-Coach Artur Zimmermann. Foto: Schikora

FC Schüttorf - Falke Steinfeld 1:7 - Nach dem Spiel war Artur Zimmermann so richtig angefressen. Am liebsten hätte der Trainer seine Landesliga-Mannschaft unter der Woche zum Straftraining aufgefordert. Doch die Fußballer von Falke Steinfeld müssen nach dem 1:7 (1:4) beim FC Schüttorf schon am kommenden Mittwochabend (20.00 Uhr) beim VfL Wildeshausen ran.

„Wenn man die Zweikämpfe nicht annimmt, hat man nichts in dieser Liga verloren. Wenn ich ehrlich bin, war das nicht mal bezirksligareif“, erklärte Zimmermann wütend.

Von Beginn an waren die Gastgeber tonangebend. Denis Salkovic traf per Nachschuss früh zum 1:0 (5.) und legte mit einem Schuss aus 20 Metern zwölf Minuten später das 2:0 nach. Steinfeld agierte defensiv „ganz schwach“ (Zimmermann). Weder das Zweikampfverhalten noch das Umschaltspiel nach Ballverlusten gefiel dem Coach. Er führte aus: „Die haben uns schwindelig gespielt. Wir haben uns früh aufgegeben und uns nicht gewehrt.“

Zur Pause liegt Steinfeld bereits 1:4 zurück

Zwar sorgte der 1:2-Anschlusstreffer durch Hendrik Brundiers (32., nach Balleroberung) kurz für Hoffnung. Doch Jesko Bühring (37., nach Fehlpass im Steinfelder Aufbauspiel) und ein Eigentor von Johannes Kuhlmann (40.) erstickten diese mit den Toren zum 3:1 bzw. 4:1 im Keim. Dann war Halbzeit – und Zimmermann früh bedient.

Im zweiten Durchgang bot sich den 200 Zuschauern in der Grafschaft ein sehr ähnliches Bild. Schüttorf war überlegen, Steinfeld leistete sich zu viele Fehler und war zu passiv in der Verteidigung. Das Tor des Tages erzielte Richard Neesen (52.): Nach einer sehenswerten Kombination auf der linken Außenbahn kam der Ball zu dem Offensivmann, der zum 5:1 einschob. Kurz darauf erhöhte Bühring per Foulelfmeter auf 6:1 (55.). Den Schlusspunkt setzte Richard Neesen, der nach einem Fehlpass von Andreas Zimmermann relativ mühelos auf 7:1 stellte (69.).

Jetzt geht es für die Falken darum, in den kommenden zwei Tagen zu regenerieren. Am Dienstag steht zudem eine Trainingseinheit an, in der die Fehler analysiert werden sollen. Mittwoch wartet dann Wildeshausen – und für Steinfeld die Chance auf Wiedergutmachung.

Traf zum Endstand: Jonas Pöhlking (vorne). Foto: WenzelTraf zum Endstand: Jonas Pöhlking (vorne). Foto: Wenzel

SV Meppen II - GW Mühlen 2:2 - Nach dem Abpfiff war Andreas Hinrichs, Trainer vom Fußball-Landesligisten GW Mühlen, durchaus zufrieden. Klar, denn seine Mannschaft hatte kurz zuvor einen 0:2-Rückstand beim SV Meppen II noch in ein 2:2 verwandelt und damit die erste Saison-Niederlage abgewendet. „Aber es war nicht ganz wie bei Werder“, sagte er – und spielte auf den Last-Minute-Sieg des Bundesligisten bei Borussia Dortmund (3:2) an.

Mühlen kam vor rund 250 Zuschauern auf der Anlage von Union Meppen schleppend in die Partie. Meppen II hatte mehr Ballbesitz, war überlegen und traf früh. Das 1:0 fiel nach einem Abstimmungsfehler in der Mühlener Abwehr, den Oliver Holthaus (12.) für sich nutzte. Mühlen war in der Folge weiter zu passiv, Meppen II konnte sich aber auch keine großen Chancen herausspielen, sodass es bei dem Ergebnis zur Pause blieb.

Der zweite Durchgang begann aus Mühlener Sicht denkbar schlecht. Nach einer Slapstick-Einlage von Torwart Phil Wilhelm, der Marcel Schillmöller anschoss, konnte Jannik Looschen mühelos zum 2:0 ins leere Tor einschieben (53.).

Andreas Hinrichs beweist ein Joker-Händchen

Danach wachte Mühlen aber auf. Erst traf der eingewechselte Patrick Albers nach einem Ballgewinn an der Mittellinie zum 1:2 (63.), dann glich der ebenfalls eingewechselte Jonas Pöhlking zum 2:2 aus (74.). Schon davor hätte Jan Leiber den Ausgleich erzielen können (65., Joshua Hülsmann pariert). Nach dem Ausgleich war Mühlen am Drücker und dem 3:2 näher. In der 82. Minute hatte Albers noch eine Chance, aber er traf den Ball nicht richtig. Und so blieb es am Ende beim 2:2. „Es ist unterm Strich ein gerechtes Remis“, meinte Hinrichs.

Eines verbindet GWM, neben den Vereinsfarben, dann übrigens doch noch mit Werder Bremen: Nach drei Spieltagen sind die Mühlener weiter ungeschlagen (ein Sieg, zwei Unentschieden) und haben dementsprechend fünf Punkte auf dem Konto. Genau wie der Bundesligist.

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