Für sein sportliches Lebenswerk: Stefan Niemeyer erhält den Rudi-Eckhoff-Preis
Der Motor von Rasta Vechta wurde am Montagabend vom Kreissportbund Vechta für seine Verdienste im Heimatsport ausgezeichnet. Er ist der zweite Preisträger dieser Ehrenamts-Würdigung.
Applaus für den neuen Träger des Rudi-Eckhoff-Preises: Stefan Niemeyer (Mitte) wurde für sein sportliches Lebenswerk gewürdigt. Foto: Mentrup
Es ist der „Oscar für das sportliche Lebenswerk von Koryphäen des Heimatsports“. So beschrieb Franz-Josef Schlömer in seiner Laudatio am Montagabend im Saal „Waikiki“ in Cappeln den „Rudi-Eckhoff-Preis“. Zum zweiten Mal vergibt der Kreissportbund (KSB) Vechta die besondere Ehrenauszeichnung für herausragendes Engagement im Breitensport. Ganz im Sinne des verstorbenen Namensträgers Rudi Eckhoff, der von 1979 bis 2010 als KSB-Vorsitzender die Sportszene im Landkreis geprägt hatte.
Nachdem Bernard „Bubble“ Piening von SW Osterfeine bei der Premiere im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde, erhielt in diesem Jahr Stefan Niemeyer, seines Zeichens Klubchef des Basketball-Bundesligisten Rasta Vechta, den Titel. Der 65-jährige Funktionär und Unternehmer hat 35 Jahre lang als Antreiber der Professionalisierung des heimischen Basketballs Vechta zu einem Namen in der nationalen und auch internationalen Sportszene gemacht.
Niemeyer „liebt“ seinen Sport
„Die Auszeichnung besitzt für mich einen hohen Stellenwert“, sagte Niemeyer. „Ich finde es gut, dass man so die Leute, die einem Ehrenamt im Sport nachgehen, würdigt.“ Sein Sport, das betonte Niemeyer noch mal deutlich, war schon immer der Basketball. „Ich liebe diesen Sport und habe ihn damals auch mit Leidenschaft gespielt“, erzählt Rastas Klubchef.
Niemeyer trat in seiner Schulzeit beim St. Thomas Kolleg, dem 1978 gegründeten ersten Basketballverein der Stadt Vechta bei der DJK Füchtel bei. Ein paar Jahre später verschmolz der Verein mit dem 1979 im Antonianum gegründeten Verein „Rasta Vechta“ zu einem Klub, wo Niemeyer 1987 zunächst als 2. Vorsitzender und vier Jahre später als 1. Vorsitzender gewählt wurde. Mit den Jahren sammelten sich Schritt für Schritt die ersten Erfolge an. Erste Spieler von außerhalb wurden verpflichtet, erste Sponsoren boten sich an und sportlich ging es immer weiter bergauf, auch dank Niemeyer, der mit der Unterstützung seiner Firma den Ball ins Rollen brachte. 2005 stieg Rasta in die Regionalliga auf, vier Jahre später ging es in die 2. Bundesliga ProB. Von da an wusste Niemeyer: „Pass auf, da ist was ganz Großes möglich.“
Niemeyer brachte die Professionalisierung des Vereins dabei immer weiter voran. Sinnbildlich dafür stand der Bau des Rasta-Domes 2012 und das ein Jahr darauf folgende Bundesligadebüt vor 3140 Zuschauern. Vechta war mit Rasta in der nationalen Beletage des deutschen Basketballs angekommen. Und mit dem bevorstehenden Bau einer neuen, größeren Multifunktionsarena, die Niemeyer gemeinsam mit seinem Sohn Lukas Middendorf für geschätzte 42 Millionen Euro durch Kredite und Eigenkapital privat finanzieren, steht der nächste Meilenstein noch an.
„Als Familie wollten wir mit Rasta einen Standort schaffen, an dem sich die Gesellschaft trifft“, sagte Niemeyer. Dabei sei es ganz gleich, woher die Leute kommen, welche Religion sie haben oder wie sie politisch stehen. „Das Ziel war ein gemeinsames Bild, hinter das man sich stellt“, betonte Niemeyer. Das ist ihm mit Rasta Vechta gelungen.
Besondere Verdienste für den Breitensport: Der Kreissportbund Vechta zeichnete Stefan Niemeyer mit dem Rudi-Eckhoff-Preis aus. Von links Ali Boydak, Martin Meyer, Silvia Niemeyer, Stefan Niemeyer und Franz-Josef Schlömer. Foto: F. Wenzel
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