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Friesoythes Handballfrauen und die Hoffnung auf den Aufstieg

Die Landesklasse wird nach der kommenden Saison abgeschafft. Nur der Meister und vielleicht der "Vize" über den Umweg einer Relegation gehen hoch. Der Rest steigt ab.

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HSG Friesoythe: (stehend von links) Ina von der Heide, Sandra Plate, Anna-Lena Faust, Anne Punke, Susanne Block, Wiebke Willmann, Johanna Lamping, Lena Günter, Carolin Albers, Marina Hilker, Trainer Stefan Stratmann, (knieend von links) Katharina Lamping, Nele Bickschlag, Heike Kruse, Caroline Schulte, Alina Kühn, Mia Budde, Viktoria Maier. Foto: Langosch

HSG Friesoythe: (stehend von links) Ina von der Heide, Sandra Plate, Anna-Lena Faust, Anne Punke, Susanne Block, Wiebke Willmann, Johanna Lamping, Lena Günter, Carolin Albers, Marina Hilker, Trainer Stefan Stratmann, (knieend von links) Katharina Lamping, Nele Bickschlag, Heike Kruse, Caroline Schulte, Alina Kühn, Mia Budde, Viktoria Maier. Foto: Langosch

Die kommende Handballsaison in den Landesklassen wird eine ganz besondere. Dennoch nach Abschluss der Serie wird der Niedersächsische Handballverband (HVN) eben diese Landesklassen ersatzlos abschaffen.

Das hätte eigentlich schon vor einigen Monaten passieren sollen, da aber wegen der Pandemie die Spielzeit 2020/2021 gar nicht ausgetragen wurde, kam der HVN zu dem Entschluss die Auflösung der Landesklasse um ein Jahr zu verschieben. Diese Reform hat natürlich gravierende Konsequenzen für die Mannschaften in diesen Ligen. Nur die Erstplatzierten der Staffeln Nord und Süd steigen sicher auf. „Die beiden Vizemeister bestreiten eine Relegation mit dem Titelträger aus der Regionsoberliga um einen weiteren Platz in der Landesliga“,sagt Gerold Eden, Staffelleiter der Landesklassen.- „Die Teams von Platz drei abwärts müssen – wie auch die Absteiger aus den Landesligen – runter in die Regionsoberliga.“

Aus dem Kreis Cloppenburg treten die Frauen und die Männer der HSG Friesoythe in der jeweiligen Nordstaffel an. Stefan Stratmann, Trainer der Friesoytherinnen, würde sich wünschen, dass der Aufstieg gelingt und nicht der Abstieg am Ende der Saison zu Buche steht. Aber er weiß auch, dass es ein schweres Unterfangen ist, Erster oder Zweiter zu werden. Als Saisonziel hat „Harvey“, der die Sportfreunde Larrelt für den heißesten Titelanwärter hält, dann auch erst einmal einen „Platz unter den ersten drei“ angegeben. In der ersten Landesklassenserie hatte Friesoythe 16 Spiele absolviert und lag mit 17:15 Zählern stabil im Mittelfeld auf Platz sechs, bevor Corona für den Abbruch der Runde sorgte.


Auf- und Abstiegsregelung:

  • Die 77 Landesligisten bei den Männern spielen in 7 Staffeln mit einer Stärke von je 11 Mannschaften.
  • 60 Frauenteams verteilen sich auf 6 Zehnerstaffeln.
  • Die Regelung bei den Männern und Frauen ist identisch. Nur der Meister steigt auf, die letzten beiden steigen ab. Sollten über die gleitende Skala mehr Absteiger fällig werden, bestreiten die Drittletzten eine Relegation. Mannschaften auf dem viertletzten Platz sind jedoch definitiv sicher.
  • In den Landesklassen – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen gibt es eine Nord- und eine Südstaffel – steigen die Meister auf.
  • Die Vizemeister bestreiten mit den Ersten der Regionsoberligen eine Relegation um einen weiteren Platz in der Landesliga.
  • Da die Landesklassen nach Ablauf der Saison 2021/2022 ersatzlos abgeschafft werden, gehen dalle übrigen Mannschaften in die jeweilige Regionsoberliga.

Bewegung im Kader hat es kaum gegeben. Nur Erika Maier setzt in dieser Saison wegen Schwangerschaft aus. Dafür hat Carolin Albers ihre Handballpause beendet und steigt wieder bei der HSG ein. Geringe Fluktuation ist ein Markenzeichen bei den Friesoytherinnen. „Es ist schwierig, Spielerinnen von außerhalb zu bekommen. Die Mannschaften in oder in der Nähe von Oldenburg haben das Glück, dass ihnen ab und zu eine Spielerin beinahe in den Schoß fällt, die in Oldenburg ein Studium aufnimmt. Aber solch' eine Spielerin kommt nicht nach Friesoythe“, meint Stratmann.

Und da es für die HSG auch nicht infrage kommt, Geld für Spielerinnen in die Hand zu nehmen, bleiben externe Zugänge die Ausnahme. „Wir müssen daher zusehen, dass wir die eigene Jugend ausbilden“, meint Stratmann. „Und das wollen wir auch nicht anders. Langfristig bringt es uns nichts, wenn wir bezahlen, um jemanden nach Friesoythe zu holen.“

Den Start in die Saison 2021/2022 hat die HSG verschoben. Das für den vergangenen Samstag geplante Spiel bei der HSG Emden ist noch nicht neu angesetzt. Nun starten die Fries-oytherinnen am morgigen Samstag nach mehr als eineinhalbjähriger Pflichtspielpause mit der Begegnung gegen TuRa Marienhafe in die neue Serie. Anwurf in der Friesoyther Sporthalle Großer Kamp ist um 17 Uhr. TuRa hat schon eine Niederlage auf dem Konto. Zum Auftakt unterlag Marienhafe der HSG Neuenburg/Bockhorn mit 26:28.

Die Landesklasse Nord der Männer legt erst am Samstag los. Auf die HSG Friesoythe wartet ein Auswärtsspiel bei der HG Jever/Schortens II. Spielbeginn ist um 18 Uhr.

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