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Finaler Sieg der Wunsch zum Abschied

Die Drittligahandballer des TVC schließen die Ligapokalrunde ab.  Neben Trainer Akacsos gehen insgesamt 11 Spieler.

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Noch einmal krummlegen: Matthias Andreßen (am Ball) bestreitet heute mit der Partie gegen den SC Magdeburg II Youngsters sein letztes Spiel für Handballdrittligist TV Cloppenburg. Foto: Langosch

Noch einmal krummlegen: Matthias Andreßen (am Ball) bestreitet heute mit der Partie gegen den SC Magdeburg II Youngsters sein letztes Spiel für Handballdrittligist TV Cloppenburg. Foto: Langosch

Eines ist heute Abend gewiss: In der TVC-Halle an der Schulstraße wird es emotional. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass die Drittligahandballer des TV Cloppenburg von 19.30 Uhr an ihr letztes Spiel der Saison bestreiten, vielmehr stehen hinterher reichlich Verabschiedungen auf dem Programm. Bevor es aber so weit ist, wollen die Mannen um Trainer Barna-Zsolt Akacsos im sechsten und finalen Spiel des Ligapokals den ersten Sieg landen. Gegner sind die SC Magdeburg II Youngsters.

„Zwei Punkte wären ein tolles Geschenk von der Mannschaft“, meint Akacsos, dessen Engagement beim TVC nach vier Jahren mit dieser Partie endet. Tatsächlich rechnen sich die Cloppenburger nicht zu Unrecht etwas aus. Die 21:47-Klatsche beim TSV Altenholz, mit der sie am 10. April in den Ligapokal gestartet waren, ist nahezu vergessen. Inzwischen haben sich die TVC-Männer in diesem Wettbewerb eingefunden, auch, wenn sie erst einen Punkt auf der Habenseite stehen haben.

Nachdem klar war, dass die reguläre Punktspielrunde nicht zu Ende zu bringen war, hat der Deutsche Handballbund (DHB) Alternativen gesucht, um die Saison noch weiter fortzuführen. Der DHB kam auf zwei Wettbewerbe, an der Männerdrittligisten auf freiwilliger Basis teilnehmen konnten. Neben einer Aufstiegsrunde, in der zwei Plätze für die 2. Bundesliga ausgespielt werden, „erfand“ der DHB den Ligapokal, dessen sportlicher Anreiz Plätze im DHB-Pokal sind. In der Gruppe Nord, in der der TV Cloppenburg spielt, sind zwei Tickets zu vergeben. Weder der TVC noch die Magdeburger haben aber noch eine Chance, eines davon zu ergattern. Wobei die SCM-Youngsters als Zweitvertretung ohnehin kein Startrecht gehabt hätten.

Magdeburg kann personell aus dem Vollen schöpfen

Cloppenburgs Coach hat die Sachsen-Anhaltiner per Video studiert und eine Mannschaft mit vielen Talenten gesehen. „Die Jungs sind allesamt im Handballinternat bestens geschult, die Magdeburger haben eine richtig gute Mannschaft“, findet Akacsos. Aber: Die Aufstellung wechselt ständig. „Der SC hat allein im Ligapokal bereits 21 Spieler eingesetzt“, sagt Akacsos. Sein Magdeburger Amtskollege, der ehemalige Bundesligaspieler Bennet Wiegert (unter anderem von 2004 bis 2006 beim Wilhelmshavener HV aktiv), kann also aus dem Vollen schöpfen.

Von solchen Zuständen träumt Akacsos aktuell beim TVC, auch wenn sich die recht prekäre Personallage zum Saisonfinale hin entspannt. Zwar fallen neben den „üblichen Verdächtigen“ weiterhin Mark Schulat (Daumenbruch) und Wladislaw Gerasimow (Muskelfaserriss) aus, aber Jannis Koellner wird ebenso mit von der Partie sein wie Neuzugang Maximilian Bähnke, der in der vergangenen Woche aus privaten Gründen gefehlt hatte, als der TVC beim ATSV Habenhausen mit 21:30 verlor.

Um den ersehnten Erfolg einzufahren, baut Coach Akacsos auf die Cleverness seines Teams. „Magdeburg spielt – wie die meisten Nachwuchsmannschaften – einen Hasenhandball. Wenn wir versuchen, dieses Tempo mitzugehen, haben wir keine Chance. Wir müssen geduldig sein und auf sichere Abschlussmöglichkeiten warten. Das Mehr an Erfahrung müssen wir in die Waagschale werfen.“

  • Ligapokal, Männer Gruppe Nord
  • TV Cloppenburg – Magdeburg II (Fr., 19.30), Aurich – Oranienburg (Sa., 17.00), Habenhausen – Füchse Berlin II(So., 16.00)
  • 1. OHV Aurich5 159:139 9:1
  • 2. Füchse Berlin II 5 156:137 8:2
  • 3. TSV Altenholz 6 188:165 7:5
  • 4. Habenhausen 5 147:135 6:4
  • 5. Oranienburg 5 133:136 4:6
  • 6. Magdeburg II 5 128:155 1:9
  • 7. Cloppenburg 5 128:172 1:9

Wenn die 60 Minuten absolviert sind, dann folgt der „große Bahnhof“. Alles in allem werden nicht weniger als zwölf Akteure den TVC verlassen, wenn man die beiden Dänen, Jeppe Villumsen und Mikkel Beck, dazuzählt. Die beiden sind längst in ihr Heimatland zurückgekehrt. Neben Trainer Akacsos gehen Matthias Andreßen, Jannis Koellner, Mark Schulat, Peter Gronotte, Max Borchert, Edwin de Raad, Aljoscha Mick und Paulus Götting. Quasi vorbeugend verabschiedet der TVC auch Niels-Uwe Hansen. Der 29-Jährige schließt sein Studium an der Polizeiakademie Oldenburg ab. Allerdings weiß er noch nicht, wo er seine erste Anstellung als Kommissar bekommt. Sollte sie in der Nähe von Cloppenburg sein, würde Hansen dem TVC doch erhalten bleiben.

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