Favoritenrolle dankend abgelehnt
Trainer Jan Kreymborg erwartet eine starke Liga und peilt mit dem SV Holdorf das Treppchen an. Viele trauen den Südkreislern eine prominente Rolle im Meisterschaftskampf zu.
Lars Hausfeld | 07.09.2020
Trainer Jan Kreymborg erwartet eine starke Liga und peilt mit dem SV Holdorf das Treppchen an. Viele trauen den Südkreislern eine prominente Rolle im Meisterschaftskampf zu.
Lars Hausfeld | 07.09.2020

SV Holdorf: Hinten von links Efthimios Stoimenou, Piet Risse, Arbnor Galani, Henning Meyer, Leon Deupmann und Thomas Mikulskij; Mitte von links Torwarttrainer Björn Spiegeler, Trainer Jan Kreymborg, Tom Paerschke, Christoph Höge, Lukas Liedmann, David Brüwer, Julian Moormann, Roman Aumann, Marco Soares und Co-Trainer Niklas Stöver; vorne von links Stefan Moormann, Johannes Höge, Tizian Kolhoff, Erik Possenriede, Stephan Höge und Samuel Wilson. Foto: Vollmer
Wenn die Frage nach den Titelaspiranten für die kommende Bezirksliga-Saison gestellt wird, braucht man meist nicht lange warten, bis der Name SV Holdorf fällt. Viele trauen den Südkreislern eine prominente Rolle im Meisterschaftskampf zu, mit dem SV Hansa Friesoythe ist der große Dominator der letztjährigen Spielzeit ja auch raus. Doch Holdorfs neuer Trainer Jan Kreymborg weist die Favoritenrolle erst einmal von sich. „Ich sehe da einige Teams, die mindestens ebenbürtig sind. Ja, wir wollen oben landen, aber das ist auch eine interessante, starke Liga.“ Deshalb hat der kleine HSV das Saisonziel Top 3 und die Weiterentwicklung der jungen Mannschaft ausgegeben. Bezüglich des zweiten Punktes ist Jan Kreymborg guter Dinge: „Es waren alle bisher sehr fleißig und auch die jungen Spieler sind auf einem guten Weg.“ Ausgebremst wurden die Holdorfer nur durch eine Zwangspause, bedingt durch einen internen Coronafall. Eine Woche lang musste der Fußball dadurch ruhen. Natürlich nicht optimal in der Saisonvorbereitung, aber eben auch kein Weltuntergang. Coach Kreymborg spricht bei seinem neuen Verein von einem „Wohlfühlambiente“ und führt aus: „Als Trainer steht man hier nicht alleine da. Alle Leute sind super offen und auch die Mannschaft versteht sich gut.“ Gleichwohl weiß der erfahrene Trainer auch, dass sich das Stimmungshoch nur bei Erfolg längerfristig halten kann. Er hält aber durchaus erfreut fest, dass innerhalb des Teams keinerlei Eitelkeiten herrschen. Kreymborg nimmt insbesondere seine Führungsspieler wie Roman Aumann oder Neuzugang Efthi Stoimenou (SV Bevern) in die Pflicht. Beide Spieler weisen eine hohe individuelle Qualität auf und sollen die Richtung vorgeben. Steven Bentka (kam aus Quakenbrück) und Piet Risse können ebenfalls den Unterschied ausmachen. Generell meint Kreymborg: „Wir wollen die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen.“ Unter den zahlreichen Neuzugängen sind einige Hoffnungsträger dabei. Zwei von ihnen mussten aber herbe Rückschläge in Form schwerwiegender Verletzungen hinnehmen. Für Leon Deupmann (Hüftverletzung) und Arbnor Galani (dritter Kreuzbandriss) wird es schwierig, in der verkürzten Saison noch einmal richtig auf den Rasen zurückzukehren. Zur Übersicht der Fußballsaison 20/21Zwei Hoffnungsträger sind schwer verletzt
SV Holdorf - Kader 20/21
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