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Falke Steinfeld: Schöner Sieg mit unschönen Szenen

Rund um das 3:2 bei GW Firrel in der Fußball-Landesliga gab es Tumulte. Auslöser war ein provokanter Jubel, danach gab es Schubsereien, einen Faustschlag und Rote Karten.

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Der Matchwinner in Aktion: Georges Baya Baya (re.) im Spiel gegen Westrhauderfehn. Foto: Wenzel

Der Matchwinner in Aktion: Georges Baya Baya (re.) im Spiel gegen Westrhauderfehn. Foto: Wenzel

Und plötzlich ist der Klassenerhalt näher denn je: Die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld haben sich durch ihren 3:2 (1:2)-Erfolg bei GW Firrel am Samstag auf den ersten Nichtabstiegsplatz geschoben – sie profitierten dabei von der 0:3-Niederlage von TuRa Westrhauderfehn gegen VfR Voxtrup. Am Sonntag um 15.00 Uhr reicht im Heimspiel gegen Absteiger Sparta Werlte ein Punkt – es sei denn, TuRa gewinnt mit acht Toren Unterschied beim SV Bad Rothenfelde.

Die bloßen Fakten sorgten also für schöne Pfingsten bei den Steinfeldern. Das Zustandekommen des Sieges in Firrel war allerdings nicht nur hoch dramatisch, sondern es gab in den letzten Minuten sowie nach dem Schlusspfiff auch noch unschöne Szenen und je zwei Platzverweise pro Team. „Das gehört sich natürlich nicht“, sagte Steinfelds Trainer Artur Zimmermann mit etwas Abstand und bezog sich dabei auf das Verhalten beider Mannschaften nach Falkes Siegtreffer durch einen Freistoß von Georges Baya Baya (90.+4), nach dem das Spiel direkt vorbei war.

Die Hausherren hatten sich über die Entscheidung des Schiedsrichters beklagt, sodass es rund um den Freistoß bereits einige Wortgefechte gab. Als der Ball im Tor gelandet war, jubelten einige Falken provokant vor den Firrelern. Das schmeckte den Gastgebern nicht – es kam zu Schubsereien, an denen etliche Akteure beteiligt waren. „Wir konnten das lange nicht beruhigen“, berichtete Artur Zimmermann. Die Tumulte hätten fünf bis zehn Minuten gedauert, ehe sie sich auflösten.

Rote Karte für Nieberding wird nicht revidiert

Inmitten der Reibereien sah Steinfelds Keeper Constantin Nieberding die Rote Karte, da er einen Spieler umgestoßen haben soll. Firrels Kapitän Eike Thaden habe jedoch gesagt, dass Nieberding nichts gemacht habe. Artur Zimmermann versuchte nach dem Spiel gemeinsam mit Thaden eine Revidierung der Roten Karte beim Schiedsrichter zu erwirken – erfolglos.

Auch Falkes spielender „Co“ Andreas Zimmermann sah wegen eines Schubsers gegen Firrels (verletzten) Ersatzkeeper Rene Carstens Rot. Carstens hatte Artur Zimmermann daran gehindert, zu seinem Trainerkollegen Bernd Grotlüschen zu gehen, der ihn zur Schlichtung herbeigerufen hatte. Die beiden kennen sich, sie spielten einst zusammen bei Kickers Emden.

Dass Grotlüschen von einem Steinfelder mit der Faust geschlagen wurde, wurde nicht geahndet. Falke entschuldigte sich dafür, als sich die Gemüter beruhigt hatten – und Grotlüschen nahm die Entschuldigung an. Ohnehin hätte man nach dem Duschen länger miteinander geredet und beide Teams hätten sich für ihr Verhalten entschuldigt, so Zimmermann.

Im Nachgang freut sich Falke vor allem über den Sieg, nach dem es angesichts des 0:2-Rückstands durch Tore von Lasse Härtel (8.) und Mirko Bruns (12.) erst nicht ausgesehen hatte. Paul Kosenkow brachte Steinfeld per Handelfmeter zurück ins Spiel (37.), von nun an waren die Gäste spielbestimmend. Der Ausgleich fiel aber spät: Erst in der 87. Minute nutzte Kosenkow sein Tempo zum 2:2 aus. Und dann traf Baya Baya sehenswert zum glücklichen Sieg.

Bei Firrel flogen indes Andre Lücht (90.+2, Rote Karte wegen Notbremse) und Tim Schouwer (90.+4, Gelb-Rote Karte wegen Meckerns) vom Platz.

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