Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Erst nach der Pause wird's deutlich

Die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta haben ihr Testspiel gegen den Bundesligisten VfL Oldenburg mit 21:36 (10:15) verloren. Stark bei SFN: Svenja Ruhöfer mit acht Toren.

Artikel teilen:
Starker Auftritt: Svenja Ruhöfer (links) erzielte acht Tore gegen den VfL Oldenburg. Foto: Gabi Müller

Starker Auftritt: Svenja Ruhöfer (links) erzielte acht Tore gegen den VfL Oldenburg. Foto: Gabi Müller

Die Spielzeit war bereits abgelaufen, auf der Anzeigetafel in der Sporthalle Vechta-West stand ein "60:00", aber einen letzten Siebenmeter gab es noch für die Handballerinnen von SFN Vechta. Ein Job für Svenja Ruhöfer, die beste Spielerin des Abends im Lager des Drittligisten. Die 25-jährige Kreisläuferin schritt zur Tat – und traf. Ihr achtes Tor im Testspiel gegen den Bundesligisten VfL Oldenburg, ein schöner Abschluss für sie und ihr Team. An der Überlegenheit des übermächtigen Favoriten von der Hunte änderte der Schlussakkord freilich nichts, SFN verlor am Freitagabend sein Highlight-Spiel in der Vorbereitung mit 21:36 (10:15).

SFN-Coach Kai Freese, dessen Team am 4. September mit einem Heimspiel gegen die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen in die neue Saison der 3. Liga Nord startet, zog danach ein "gemischtes Fazit". Mit der ersten Halbzeit vor knapp 100 Zuschauern war der Trainer "voll zufrieden". Er sagte: "Das war sehr gut. Wir haben fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die Aggressivität und die Absprachen in der Abwehr waren da." Hinzu kam eine starke Torfrau Carolin Tiedeken, die in der ersten Halbzeit 7 prächtige Paraden zeigte und sich ein Lob von Freese redlich verdiente: "Das war eine sehr gute Leistung."

Nach der Pause konnte SFN das Niveau nicht halten. "Wir haben es ein bisschen zu sehr hergeschenkt", sagte Freese und ging ins Detail: "Wir hatten vorne zu viele technische Fehler und haben die Geduld verloren, es gab zu viele Abschlüsse, die zu früh waren. Und in der Abwehr haben wir Oldenburg spielen lassen." Folge: Rike Kühling und der polnische Neuzugang Aleksandra Sach, die beiden Torfrauen in Halbzeit 2, bekamen gegen die frei durchbrechenden VfL-Werferinnen kaum einen Ball zu packen.

Maike Schirmer und Merle Carsten erzielten die meisten Tore für die Gäste

"Wir haben sie ein bisschen im Stich gelassen", meinte Freese, der vor dem 4. Testspiel von einem "Härtetest für die Abwehr" gesprochen hatte und in der kommenden Woche auf das Okay von 2 weiteren Neuzugängen hofft. SFN, das 13 Spielerinnen einsetzte und nur auf die verletzte Malin Pods (kam von Werder Bremen) verzichten musste, war irgendwann dem VfL-Druck nicht mehr gewachsen. Freese: "Wir haben sie nicht mehr stoppen können."

Neben Svenja Ruhöfer, die mit einer beachtlichen Trefferquote am Kreis bestach, waren noch Luca Vodde (3 Tore), Ria Hacek, Jane Müller, Klara Germann (je 2), Nele Müller, Tina Schwarz, Maylin Aumann und Birte Kierat (je 1) erfolgreich.

Beste Werferinnen bei den etwas dezimierten Gästen waren Maike Schirmer und Merle Carstensen mit jeweils 8 Toren. Die 30 Jahre alte Schirmer, einst Nationalspielerin und zwischen 2008 und 2016 2-mal DHB-Pokalsiegerin mit dem VfL, war im Sommer nach 4 Jahren in Buxtehude sowie einer Saison für Toulon Saint-Cyr Var in Frankreich nach Oldenburg zurückgekehrt. Die 20 weiteren Tore des VfL teilten sich Jane Martens (6), Paulina Golla (4), Lana Teiken, Toni-Luisa Reinemann, Natascha Buhl (je 3) und Isabelle Jongenelen (1).

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Erst nach der Pause wird's deutlich - OM online