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Erst guter Reitsport, dann "Land unter" in Vechta

Der RV Vechta zieht trotz des Abbruchs vor den Hauptspringen eine positive Turnierbilanz. Der Überschuss aus der Gastronomie soll an die Opfer der Flutkatastrophe gespendet und aufgestockt werden.

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Turnierplatz unter Wasser: An der Landeslehrstätte hatte der Starkregen Reitsport unmöglich gemacht. Foto: Schikora

Turnierplatz unter Wasser: An der Landeslehrstätte hatte der Starkregen Reitsport unmöglich gemacht. Foto: Schikora

Alles lief sportlich planmäßig und geordnet beim Vechtaer Reitturnier – bis der große Regen kam. Am Sonntag gegen 14.00 Uhr fiel die unvermeidliche Entscheidung der Verantwortlichen um den Reitervereins-Vorsitzenden und Turnierleiter Clemens von Merveldt, die Veranstaltung auf dem Platz der Landeslehrstätte abzubrechen. So mussten die Qualifikation für den Großen Preis der Stadt Vechta und auch das Hauptspringen selbst abgesagt werden. "Wir haben noch eine halbe Stunde gewartet, aber die Entscheidung war dann klar. Es wäre zu gefährlich gewesen. Auch bei den Reitern gab es dafür Verständnis", sagte Clemens von Merveldt im Rückblick.

Schirmherr Bürgermeister Kristian Kater war dennoch mit seiner Familie wie abgesprochen eingetroffen, er brauchte jedoch in Sachen Siegerehrung beim Großen Preis natürlich nicht mehr in Aktion zu treten. Kater sicherte aber zu, den Reitsport vor Ort weiterhin zu unterstützen. Die Prüfungen auf dem Dressurplatz beim Hof Gramann konnten so gerade eben noch beendet werden.

Von Merveldt dankte in diesem Zusammenhang dem Pferdesportverband Weser-Ems und dem Hof Gramann für die Bereitstellung der Plätze, die sich bis zum großen Regen in einem Topzustand präsentierten. "Es gab auch eine sehr gute Resonanz bei den Reiterinnen und Reitern", ergänzte von Merveldt. Auch die Tatsache, dieses Turnierangebot trotz Corona-Einschränkungen überhaupt nutzen zu können, wurde positiv registriert. Vechta wollte vor allem den Amateurreitern ein Forum bieten – es wurde gerne angenommen. Rund 80 Prozent Starterfüllung stimmen den Reiterverein Vechta zufrieden. Auch mit der Zuschauerresonanz zeigten sich die Gastgeber sehr einverstanden.

Als noch alles im Lot war: Eine Springszene in Vechta vom Samstag auf dem Platz an der Landeslehrstätte. Am Sonntagnachmittag ging hier nichts mehr. Foto: SchikoraAls noch alles im Lot war: Eine Springszene in Vechta vom Samstag auf dem Platz an der Landeslehrstätte. Am Sonntagnachmittag ging hier nichts mehr. Foto: Schikora

Den ersten sportlichen Höhepunkt hatte es am Freitagabend mit der S-Dressur gegeben, die Patrick Kraft (RV Löningen-Böen-Bunnen) mit dem Hengst Follow Me für sich entschied. Das Siegerpferd kommt aus dem Dressurleistungszentrum Lodbergen und war Oldenburger Siegerhengst bei der Hengstkörung 2012 sowie ehemaliger Leistungsprüfungssieger. Kleine Ergebnis-Anekdote am Rande: Gemeinsame Zweite wurden mit identischer Punktzahl Iris Hannöver vom RuF Lohne mit Dubarry und ihr Ehemann Richard Hannöver (auf Weihestolz), der für die RuFg Falkenberg startet und außerdem mit Fleur's best choice Platz 4 belegte.

Bedingt durch den Ausfall des Großen Preises – ein Springen der Klasse S* – war das M-Springen am Samstag die schwierigste Springprüfung. In der 1. Abteilung gewann Ann-Kathrin Brune (RV Oldenburger Münsterland) auf Evita, die 2. Abteilung entschied Henry Vaske (RG Klein Roscharden) mit Cairo für sich. Insgesamt 20 Prüfungen wurden ausgeritten.

Der Reiterverein Vechta hat beschlossen, den noch zu ermittelnden Überschuss aus der Gastronomie den Betroffenen der Flutkatastrophe zu spenden. Dazu wird der Verein den Betrag um 1.000 Euro aufstocken.


Info: Alle Ergebnisse unter psvwe.de (Turniere im Juli).

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