Der Vorsprung ist am vergangenen Wochenende um zwei Zähler geschrumpft, nach Meinung von Marvin Muche mit 7 Punkten aber immer noch komfortabel. Vor dem Heimspiel gegen den Hannoverschen SC, das Garrels Regionalliga-Handballerinnen am Samstag bestreiten (Beginn: 17 Uhr), flattern beim BVG trotz der Niederlage bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn nicht die Nerven – auch beim BVG-Coach nicht. „Für Hannover ist es wohl die letzte Chance, noch einen der ersten beiden Plätze zu erreichen, wir sind aber weiterhin von uns überzeugt“, so Muche mit Blick auf die beiden Ränge, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation für Liga 3 berechtigen.
Dem Trainer ist allerdings durchaus bewusst, dass sich sein Team im Vergleich zur Vorstellung in der zweiten Halbzeit bei der SG FriPe deutlich steigern muss. „Wir sind schlecht reingekommen und haben uns vier, fünf technische Fehler geleistet, während die SG in einen Lauf gekommen ist.“ Gemeinsam mit seiner Mannschaft habe er die Begegnung aber aufgearbeitet. „In den Trainingseinheiten haben die Mädels eine gute Reaktion gezeigt. Wegen einer schlechten Halbzeit stellen wir nichts infrage."
Mit Carina Neumann hat Hannover ein Toptorjägerin in seinen Reihen
Vor dem Hannoverschen SC hat Marvin Muche durchaus Respekt. „Im Hinspiel haben sie mit einer offensiven Abwehr agiert, da müssen wir kreativ sein und uns etwas einfallen lassen.“ Bei Ballbesitz habe Hannover im ersten Duell, das der BVG mit 36:28 gewann, darüber hinaus die Torhüterin gegen eine weitere Feldspielerin ausgetauscht, um in Überzahl anzugreifen. „Damit müssen wir wieder rechnen.“ Ein besonderes Augenmerk sollten die Garrelerinnen jedenfalls auf Linksaußen Carina Neumann richten, die die Torjägerliste mit 124 Treffern anführt und somit im Schnitt fast achtmal pro Spiel erfolgreich ist.
Auf welche BVG-Handballerinnen Muche am Samstag zurückgreifen kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. „Uns hat die Krankheitswelle leider voll getroffen, bei den ersten beiden Einheiten in dieser Woche waren nur sechs, sieben Spielerinnen dabei“, sagt er. Emily Winkler, die in Friedrichsfehn ihr Comeback feierte, wird gegen Hannover aber immerhin wieder auflaufen.