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Ein einsamer Sieger und ein alter Bekannter

Beim ersten Moormarathon nach der Corona-Pause setzte ein Triathlet aus Lohne das sportliche Glanzlicht. Was die Teilnehmerzahl angeht, fiel die Resonanz diesmal verhalten aus.

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Auf geht's ins Moor: Beim Start des 9-km-Laufs setzt sich Christian Bröring (blaues Trikot) gleich an die Spitze. Fotos: Schikora

Auf geht's ins Moor: Beim Start des 9-km-Laufs setzt sich Christian Bröring (blaues Trikot) gleich an die Spitze. Fotos: Schikora

Am Ende war es ein einsames Rennen für Benedikt Hintze, doch der Lohner genoss es. „Das hat Spaß gemacht“, sagte er, als er sich im Ziel halbwegs von den Strapazen erholt hatte. Mit einer Zeit von 2:57:05 Stunden gewann der 40-jährige Triathlet von BW Lohne beim Moormarathon in Goldenstedt die klassische 42,195-Kilometer-Distanz und sorgte damit für das sportliche Highlight der Veranstaltung.

Eine Zeit unter drei Stunden – das hatte es beim Moormarathon zuletzt im Jahr 2008 gegeben. Damals siegte Sebastian Lüning von der LG Bremen in 2:48:23 Stunden. Für Bene Hintze war es auch eine persönliche (offizielle) Bestzeit. In der Corona-Zeit schaffte er die Strecke inoffiziell zwar einmal in 2:49:57 Stunden. Doch bei einem Wettkampf hatte er die Drei-Stunden-Marke noch nie unterboten.

„So eine Zeit auf dieser Strecke und dem holprigen Boden und dann ganz allein – das ist schon eine enorme Leistung“, sagte Antonius Schröer, Mitorganisator des Volksbanken-Laufcups, dessen Saisonabschluss der Moormarathon bildete.

Die freie Auswahl: Ein Läufer erfrischt sich an einer der bestens ausgestatteten Getränkestationen.Die freie Auswahl: Ein Läufer erfrischt sich an einer der bestens ausgestatteten Getränkestationen.

Ein alter Bekannter entschied unterdessen den Moorlauf über 9 Kilometer für sich. Der Lohner Christian Bröring, Bruder des Volkslauf-Seriensiegers Andreas Bröring und bis Mitte der Zehner-Jahre einer der überragenden Läufer im Kreis Vechta (Marathon-Bestzeit: 2:34:38), meldete sich in Goldenstedt auf der kurzen Distanz mit einer Zeit von 38:08 Minuten zurück.

Bei den Frauen siegte hier die junge Lohnerin Lilly-Marie Overberg (43:03) vor Johanna Wieferig, die zwei Tage zuvor noch den Dammer Stadtlauf gewonnen hatte.

Den Halbmarathon entschied der Diepholzer Sebastian Franke in starken 1:20:22 Stunden vor dem Vechtaer Lars Ulbrich (1:20:50) für sich. Bei den Frauen kam Silvia Koditek (Lohne/1:42:53) als Erste ins Ziel.

Insgesamt wurden auf den verschiedenen Strecken bei gutem Wetter 242 Finisher gezählt – deutlich weniger als vor Corona. 2017 hatte das Event in der Spitze mehr als 600 Läufer angelockt. Damit setzte sich der Trend der zurückgehenden Teilnehmerzahlen bei Volksläufen auch in Goldenstedt fort. „Die letzten 20 Prozent fehlen. Wir wissen auch nicht warum“, sagte Antonius Schröer. Wolfgang Knabe aus dem Orga-Team des Dammer Stadtlaufs hatte vermutet, dass viele Läufer nach einer überstandenen Corona-Infektion die Belastung scheuen.

Die Stimmung im Moor war dennoch bestens. „Die Leute waren alle begeistert“, berichtete Antonius Schröer, der selbst den Halbmarathon mitlief. Auch die Organisation verlief reibungslos – bei bester Bewirtung und Getränkeversorgung.

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