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Dümmerlauf wird von Nachmeldern fast überrannt

Damit hatte nach dem Corona-Tief niemand gerechnet. Sogar der Start musste wegen des großen Andrangs verschoben werden.

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Ein buntes Treiben: Trailrunner Uwe Middendorf gibt den Startschuss für den Kinder- und den Hauptlauf. Foto: Frank Wenzel

Ein buntes Treiben: Trailrunner Uwe Middendorf gibt den Startschuss für den Kinder- und den Hauptlauf. Foto: Frank Wenzel

Es half alles nichts, also zogen die Organisatoren kurz vor dem Start die Notbremse. „Der Andrang war so groß, dass wir mit dem Drucken der Nachmeldezettel nicht mehr hinterhergekommen sind“, berichtete Dawid Wadulla: „Die Schlange wurde immer länger, also haben wir uns entschlossen, die Starts um 15 Minuten zu verschieben.“

Eine kleine Planänderung, die die Veranstalter des 9. Dümmerlaufs für die OV/KSB-Aktion „Sportler gegen Hunger“ angesichts des Erfolgs ihrer Veranstaltung aber gerne in Kauf nahmen. Am Ende des Tages kamen 429 Aktive auf den verschiedenen Strecken ins Ziel – und damit deutlich mehr als vor einem Jahr, als es beim Comeback nach der Corona-Pause 309 Finisher gegeben hatte. In den Rekordjahren 2017 und 2018 hatte der Lauf jeweils die 500er-Marke durchbrochen (533/507).

„Wir sind froh, dass wir dem Abwärtstrend, den es bei Volksläufen zuletzt gab, entgegenwirken konnten“, sagte Dawid Wadulla und zog im Namen der Organisatoren von SW Osterfeine fast schon euphorisch Bilanz: „Wir sind hundertprozentig zufrieden. Am Montagabend waren alle am Strahlen und gut gelaunt. Das war wirklich phänomenal. Mit so vielen Startern hätten wir definitiv nicht gerechnet. Ich hätte nicht gedacht, dass wir die 400er-Marke knacken“, bekannte Wadulla.

Das Wetter meinte es aber auch richtig gut mit den Osterfeinern. Die Sonne schien, es war nicht zu warm, und es gab kaum Wind. „Es waren keine Surfer auf dem Dümmer, nur Segler“, berichtete Dawid Wadulla. Schon als Moderator Antonius Schröer von seiner traditionellen frühmorgendlichen Vorab-Runde um den See zurückgekehrt war, hatte er gemeldet: „Alles perfekt.“

Über 6,6 Kilometer war nur ein Mann schneller als Lera Miller

Und so lockte der Dümmerlauf bei seiner 9. Auflage mit Ausnahme des zurzeit pausierenden Viktor Kuk so ziemlich alle Läufer an, die in der Region Rang und Namen haben. Und die sicherten sich dann auch erwartungsgemäß die vorderen Plätze in den Ergebnislisten.

Der Lohner Seriensieger Andreas Bröring gewann die 18-km-Runde in 1:03:39 Stunden und war damit etwas langsamer als im Vorjahr (1:02:53). Zweiter wurde der Lohner Benedikt Hintze (1:09:50), der den See mit einem Kinderbuggy vor sich umrundete. „Es waren diesmal viele Väter mit ihren Kindern dabei“, berichtete Dawid Wadulla: „So viele wie noch nie.“

Bei den Frauen meldete sich im Hauptlauf die in Wolfsburg lebende Lohnerin Katharina Stark zurück. Sie siegte in 1:11:24 Stunden – bei den Männern hätte das Rang vier bedeutet.

Über 10 km triumphierten mit dem Steinfelder Alexander Hasselbach (35:38) und der Dammerin Silvia Bultmann (48:21) ebenfalls zwei alte Bekannte.

Auf der 6,6-km-Strecke setzte die Lutterin Lera Miller in 25:24 Minuten das Glanzlicht. Die 15-Jährige, die in ihrem Alter zu den besten 3000-m-Läuferinnen in Deutschland gehört, wäre damit bei den Männern Zweite geworden – nur der Vechtaer Lars Ulbrich (23:32) war schneller.

Ein Sonderlob verdiente sich neben allen Helfern, dem Bauhof, der Freiwilligen Feuerwehr Osterfeine, den Dammer Maltesern und dem Segler-Verein Olgahafen auch der neugegründete Shanty-Chor Dümmerlohausen, der beim Start für Stimmung sorgte. „Das passte von der Atmosphäre her wirklich perfekt“, fand Dawid Wadulla.

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