Dinklage ist heiß auf den ersten Sieg im neuen Jahr
Die Landesliga-Fußballer des TVD empfangen am Sonntag Frisia Wilhelmshaven. GW Mühlen, SV Holdorf und Falke Steinfeld sind auswärts im Einsatz.
Richard Köppe, Carsten Boning | 31.03.2023
Die Landesliga-Fußballer des TVD empfangen am Sonntag Frisia Wilhelmshaven. GW Mühlen, SV Holdorf und Falke Steinfeld sind auswärts im Einsatz.
Richard Köppe, Carsten Boning | 31.03.2023

Gut gemacht! Thomas Wulfing (Mitte) und seine Dinklager Teamkollegen. Foto: Wenzel
TV Dinklage - Frisia Wilhelmshaven (So., 15.00 Uhr). Die Schlammschlacht im Derby gegen GW Mühlen (2:2) ist mittlerweile zwei Wochen her. Jetzt hoffen die Landesliga-Fußballer vom TV Dinklage darauf, dass am Sonntag (15.00 Uhr) ihr Heimspiel gegen Frisia Wilhelmshaven auf eher trockenem Geläuf stattfindet – oder überhaupt stattfinden kann. Das regnerische Wetter sorgt derzeit für große Fragezeichen bis kurz vor Spielbeginn auf den VEC-Fußballplätzen. Letzte Woche fiel unter anderem das Derby des TVD bei Falke Steinfeld dem Wetter zum Opfer. Aufgrund dessen hat der Tabellenneunte bisher nur zwei Saisonspiele im neuen Jahr bestritten. Dinklages Trainer Stefan Arlinghaus ist genervt von den Wetter-Kapriolen: „Mir geht es auf den Keks“, sagt der Coach. „Wir müssen diese ganzen Spiele ja auch irgendwann nachholen.“ Da Dinklage zudem noch im Bezirkspokal vertreten ist, könnten auf den TVD laut Arlinghaus 15 Spiele in den nächsten neun Wochen zukommen. „Das ist natürlich eine Hausnummer“. so Arlinghaus: „Da darf sich dann niemand verletzen.“ Für das Spiel gegen Frisia Wilhelmshaven gibt es drei Ausfälle aus anderen Gründen: Die Urlauber Wilke Weßling, Jan Rohe und Johann Kühling stehen am Sonntag nicht zur Verfügung. Die Dinklager warten weiterhin auf ihren ersten Ligaerfolg im neuem Kalenderjahr und wollen diesen am Wochenende einfahren. „Wir sind heiß, weil wir wieder anfangen wollen zu spielen“, sagt Arlinghaus. Frisia Wilhelmshaven steht derzeit neun Punkte hinter den Dinklagern. Arlinghaus möchte unbedingt einen Erfolg eineinstreichen, um die Abstiegsplätze weiter auf Distanz zu halten: „Ein Sieg wäre wichtig, um die Luft nach unten komplett rauszunehmen“, so der Dinklager Coach. Im Hinspiel kam es zwischen den beiden Teams zu einem torlosen Remis. Jetzt sollen Steffen Espelage, Thomas Wulfing, Lasse Barz und Co. den TV Dinklage zum Sieg schießen. FC Schüttorf - SV Holdorf (Sa., 15.00 Uhr). Der SV Holdorf ist derzeit das Team der Stunde in der Fußball-Landesliga: Nach den zwei immens wichtigen Siegen bei BW Hollage (3:2) und gegen den SV Bad Rothenfelde (3:0) stehen zwischen dem HSV und dem ersten, garantierten Nicht-Abstiegsplatz nur noch zwei Punkte. Gegen Bad Rothenfelde blieb das Team von Trainer Jan Kreymborg zudem zum ersten Mal in der laufenden Saison ohne Gegentor. Jetzt geht es für den Aufsteiger am Samstag (15.00 Uhr) zum FC Schüttorf, wo er seinen guten Lauf natürlich fortsetzen möchte. Keine leichte Aufgabe beim Tabellenfünften, das weiß auch Kreymborg: „Mit Schüttorf und Meppen II nächste Woche haben wir es mit Schwergewichten zu tun“, sagt der HSV-Trainer. „Doch wir wollen die Euphorie aus den letzten Wochen mitnehmen und hoffen, dass wir Punkte holen, die so jetzt nicht auf den Plan stehen“. Im Hinspiel schrammten die Holdorfer mit einem 1:2 nur knapp an einem Punkt vorbei. Anders als damals haben sie jetzt Paul Kosenkow in ihren Reihen. Der Angreifer ist derzeit einer der wichtigsten Holdorfer. Seit seinem Wechsel im Winter schlug der mittlerweile 38-jährige Goalgetter perfekt ein. Drei Tore in drei Spielen stehen auf seinem Konto. Kreymborg ist begeistert von seinem neuen Stürmer, sowohl auf als auch neben dem Platz: „Paul ist ein absoluter Teamplayer. Im Training bleibt er gefühlt immer bis ganz zum Schluss da.“ Die Mannschaft hat Kosenkow laut dem Coach „toll aufgenommen“ – und er zahlt es mit Leistung zurück. „Wenn er so weitermacht, kommt er die Saison noch auf 15 Tore“, sagt Kreymborg augenzwinkernd. Zum Personal: Andrej Homer kehrt nach seiner Zwei-Spiele-Sperre zurück. Dazu sind Stefan Moormann und Roman Aumann nach ihren Verletzungen wieder eine Option für Holdorf. VfR Voxtrup - GW Mühlen (So., 15.00 Uhr). Klappt es für die Landesliga-Fußballer von GW Mühlen beim dritten Anlauf in der Fremde? Nach dem 1:3 beim VfL Oythe und dem 2:2 beim TV Dinklage soll im dritten Auswärtsspiel in diesem Jahr der erste Mühlener Sieg folgen. Diesmal verlassen die Grün-Weißen den eigenen Landkreis: Es geht am Sonntag, 15.00 Uhr zum VfR Voxtrup nach Osnabrück. Mühlens Trainer Andreas Hinrichs stellt sich auf ein „Geduldsspiel“ ein. Vergangene Woche hat er den VfR Voxtrup beim SC Melle beobachtet. Endstand: 1:2 aus Voxtruper Sicht; für Hinrichs gab es wichtige Erkenntnisse. „Voxtrup ist eine Mannschaft, die sehr auf das Umschaltspiel setzt“, analysiert Hinrichs. „Sie kommen über das Kollektiv“. Einen Spieler aus dem Spiel zu nehmen, wird für Mühlen also nicht ausreichen. Des Weiteren wäre ein frühes Tor für Mühlen enorm hilfreich: „Solange es Unentschieden steht, wird es extrem schwer für uns“, so Hinrichs. Nichtsdestotrotz strebt Hinrichs gegen Voxtrup wie schon im Hinspiel Zählbares an. Im September schlug GW Mühlen den VfR dank eines Treffers von Jonas Pöhlking mit 1:0. „Wenn ich mir die Tabelle anschaue, dann wäre ein Sieg natürlich sehr wichtig“, sagt der Coach. Dort steht Mühlen auf Platz acht – fünf Punkte vor den Voxtrupern auf Rang elf. „Mit einem Sieg halten wir sie weiter auf Distanz“, fügt Andreas Hinrichs hinzu. In Sachen Personal hat sich bei Mühlen wenig getan. Verteidiger Marcel Schillmöller plagen weiterhin große Schmerzen aufgrund einer Entzündung im Schienbein. Auf der Stürmerposition fällt das Trio Benjamin Willenbrink, Patrick Albers und Nico Files weiterhin aus. Droht ein Toremangel? „Darüber mache ich mir keine Sorgen“, sagt Hinrichs. Er ist zuversichtlich, dass die Mannschaft genug Möglichkeiten hat, um die Stürmer-Ausfälle zu kompensieren. SV Holthausen/Biene - Falke Steinfeld (So., 15.00 Uhr). Die Gegensätze könnten größer nicht sein. Hier 16 Siege und nur eine Niederlage, dort nur ein Sieg und 14 Niederlagen. Hier 68 Tore, dort nur magere 15 Treffer. Und dass satte 43 Punkte zwischen den Teams liegen, rundet den Eindruck vom ungleichen Duell ab. Keine Frage: Wenn Spitzenreiter SV Holthausen/Biene am Sonntag (15.00 Uhr) den Tabellenletzten Falke Steinfeld erwartet, dann sind die Rollen des Favoriten und des Außenseiters so klar verteilt wie noch nie in dieser Saison. Noch ein Beleg für diese Feststellung gefällig? Holthausen ist am Biener Busch eine Macht (10 Siege, 1 Remis). Und Steinfeld kommt in zwölf Auswärtsspielen lediglich auf zwei Punkte, nur Bad Rothenfelde ist auswärts auch sieglos. Wer bei dieser Gemengelage zehn Euro auf einen Coup der Gäste setzt, dürfte ein Falke-Fan durch und durch sein. „Zehn Euro? Das Risiko gehe ich ein“, sagt Falkes Trainer Artur Zimmermann mit einem Grinsen: „Die Quote ist bestimmt richtig hoch.“ Spaß beiseite, auch Zimmermann weiß: „Die Unterschiede sind gewaltig.“ Falke gehe aber ins Spiel, „um das Beste rauszuholen“, so der Trainer. Das Hinspiel macht den Falken Mut. Bis zur 67. Minute hielt der Underdog die Null, Steinfeld stellte die Geduld des Oberliga-Anwärters ordentlich auf die Probe, am Ende stand eine 0:2-Niederlage. Dieses Ergebnis gab’s auch im Heimspiel 21/22, es folgte ein 0:7 in Holthausen. Eine zweite Parallele soll’s nicht geben. „Wir wollen verhindern, dass es richtig böse wird“, sagt Artur Zimmermann. Fünf Spieler fallen aus: Andreas Zimmermann, Johannes Kuhlmann, Normann Hamo (alle Knie), Michael Michaelis und Kevin Schmietendorf (beide Gelbsperre).
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