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„Die Aufstiegsfeier wird ganz sicher nachgeholt“

Klemens Dierkes gehört zu den Urgesteinen des TV Cloppenburg. Seit 25 Jahren ist der Betreuer in verschiedenen Funktionen bei den gerade in die 3. Liga aufgestiegenen Handballern tätig.

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Seit 25 Jahren dabei: Klemens Dierkes freut sich mit den Handballern des TV Cloppenburg auf die neue Saison in der 3. Liga. Foto: Wulfers

Seit 25 Jahren dabei: Klemens Dierkes freut sich mit den Handballern des TV Cloppenburg auf die neue Saison in der 3. Liga. Foto: Wulfers

Betreuer, Zeitnehmer und Mitglied im Teammanagement: Klemens Dierkes darf mit Fug‘ und Recht als ein Urgestein des TV Cloppenburg bezeichnet werden. Der 43-Jährige erinnert sich an die Anfänge. „Ich saß 1994 bei der dritten Mannschaft, die im Wesentlichen aus der ehemaligen A-Jugend bestand, auf der Tribüne und wollte einfach nur Handball schauen.“

Die Rolle des reinen Zuschauers war für ihn dann aber schnell beendet. „Mein Vater hat die Mannschaft zu uns eingeladen, weil sie in der Saison davor Meister geworden ist. Der damalige Trainer, Ludger Bürmann, hat mich angesprochen – und schon war ich Betreuer.“

Höhen und Tiefen: TVC weckt bei Dierkes viele Erinnerungen

Nur ein Jahr danach folgte der Aufstieg von der dritten in die erste Mannschaft. Vor allem seine Premiere unter der Regie des damaligen Trainers Ulf Dunkerbeck ist für Dierkes auch heute noch präsent. „In einem Freundschaftsspiel gegen den THW Kiel saß ich das erste Mal auf der Bank.“ Für den damals 19-Jährigen ein unvergessliches Erlebnis.

Es folgten Höhen und Tiefen bei den TVC-Handballern, doch die Namen der diversen Trainer hat „Klemi“ noch immer parat. Ulf Dunkerbeck, Theo Niehaus, Bernd Schwenker, Thomas Läsche, Andreas „Keke“ Roßberg, Detlef Scheibel, Ludger Emke, Adrian Hoppe, Torsten Landwehr und jetzt Barna-Zsolt Akacsos lautet seine nicht mit dem Siegel der Vollständigkeit versehene Erinnerung.

Dierkes fungiert bei Heimspielen als Zeitnehmer

Selbst einmal den Ball ins gegnerische Tor zu werfen oder aber in der Abwehr für wenig Gegentore zu sorgen, in diese Versuchung kam Dierkes nur sporadisch. „Bei der damals in Cloppenburg angesagten Stadtmeisterschaft hab‘ ich hin und wieder mitgespielt. Meine Position war am Kreis. Aber damals war ich schon zu alt, um noch eine große Karriere zu starten“, schmunzelt „Klemi“.

Seit einigen Jahren fungiert er bei den TVC-Spielen zudem als Zeitnehmer, allerdings nur in den Partien vor eigenem Publikum. „Auswärts bin ich natürlich auch immer dabei, aber da bin ich dann kein Zeitnehmer, sondern kann auch mal ein Bier trinken.“

TV Cloppenburg 199798. Oben von links: JochenToepler, Bernd Schwenker, Martin Hennig, Christoph Gadow, Günther Rüscher, Henning Pickert. Unten von links: Andreas Roßberg, Stefan Spoede, Holger Schmidt, Jurrien Nijhof, Ulli Ruff, Olaf Winkler, Frank Heinen, Klemens Dierkes. Foto: TV CloppenburgTV Cloppenburg 1997/98. Oben von links: JochenToepler, Bernd Schwenker, Martin Hennig, Christoph Gadow, Günther Rüscher, Henning Pickert. Unten von links: Andreas Roßberg, Stefan Spoede, Holger Schmidt, Jurrien Nijhof, Ulli Ruff, Olaf Winkler, Frank Heinen, Klemens Dierkes. Foto: TV Cloppenburg

Nahezu über die gesamten 25 Jahre spielte Cloppenburg in der Oberliga, allerdings gelang im Jahr 2000 der Aufstieg in die Regionalliga. Handball in der dritten Liga ist auch in der kommenden Saison nach dem nun feststehenden Aufstieg (OMonline berichtete) wieder angesagt.

Dass Mannschaft, Trainer, Vorstand und Umfeld wegen der abgebrochenen Saison einige Zeit um den Sprung in die dritthöchste deutsche Liga bangen mussten, zerrte gewaltig am Nervenkostüm aller Beteiligten. „Wir hätten Habenhausen geschlagen und wären Meister geworden“, ist Dierkes überzeugt. „Trainer und Mannschaft sind einfach super. Keiner kommt arrogant daher oder hebt ab“, hat er die Erklärung für den in Cloppenburg herrschenden und wohl noch ausbaufähigen Handballboom parat.

Zwar schaffte „sein“ TVC den Sprung in die 3. Liga „nur“ als Tabellenzweiter und konnte die Saison nicht mit einer feucht-fröhlichen Abschlussfete beenden, doch Dierkes stellt eine handfeste Alternative in Aussicht. „Wir werden die Aufstiegsfeier ganz sicher noch nachholen und dann soll es an einem Fass Bier nicht scheitern."

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